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Samsung Galaxy Note 20 und Note 20 Ultra – Eine gelungene Neuauflage

geschrieben von Nicole Scott

Die Samsung Galaxy Note-Reihe sprengt seit jeher die Grenzen des Möglichen. Doch die Zeiten haben sich geändert und mittlerweile ist das Galaxy Fold das innovationsreichste Flagship-Modell von Samsung. Das Galaxy Note 20 bringt uns zwar nicht mehr so zum Staunen, es ist aber eine rundum ausgereifte und gelungene Neuauflage.

Das Samsung Galaxy Note 20 ist das bisher beste Note!

Das Galaxy Note 20 besitzt ein 6,7-Zoll-Display – das Galaxy Note 20 Ultra ist mit seinen 6,9 Zoll ein kleines bisschen größer. In beiden Modellen steckt ein Exynos 990 und der S Pen befindet sich jetzt auf der linken statt der rechten Seite. Das Ultra-Modell ist das wahre Flagship der Note-Reihe – zu den Abstrichen beim Note 20 zählen ein weniger hochauflösendes Display und ein langsamerer S Pen. Damit fühlt es sich weniger wie der kleine Bruder und mehr wie eine Lite-Version an.

Galaxy Note 20 Ultra

Hinsichtlich der Displaygröße unterscheiden sich die beiden Geräte kaum, doch bei der Auflösung sieht die Sache anders aus: FHD+ (2400 x 1080) vs. WQHD (3088 x 1440). Hinzu kommt der Unterschied beim RAM (8 GB vs. 12 GB) und bei der Kamera (5-facher optischer Zoom vs. 3-facher Hybrid-Zoom). Es ist sofort klar, dass Samsung vornehmlich das Note 20 Ultra verkaufen möchte. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle auch eher auf das Ultra-Modell konzentrieren.

Samsung Galaxy Note 20 vs Galaxy Note 20 Ultra

Technische Daten

Samsung Galaxy Note 20 Ultra

Samsung Galaxy Note 20

Samsung Galaxy Note 20 Ultra: Dem Note 20 weit überlegen!

Das Note 20 Ultra besitzt ein dynamisches OLED-Display mit einer 25 % höheren maximalen Helligkeit und einer adaptiven Bildwiederholrate von 120 Hz bei voller Auflösung. Das Gerät passt die Bildwiederholrate automatisch an den Bildschirminhalt an, um die Akkulaufzeit zu optimieren. Das Note 20 bietet dagegen eine Bildwiederholrate von 60 Hz.

Mit dem Note 20 kommt bei Samsung ein völlig neuer Kamerasensor zum Einsatz. Dieser nutzt Laser-Autofokus und Gesichtserkennung zum schnellen und genauen Fokussieren. Genau wie beim Galaxy S20 könnt ihr an jeder Stelle des Motivs heranzoomen.

Bei Einzelaufnahmen könnt ihr nun die Belichtungszeit einstellen – wahlweise von fünf bis fünfzehn Sekunden. Wenn ihr fünf Sekunden festlegt, werden sofort eine Reihe von Fotos und Videos aufgezeichnet.

Der Pro-Modus für Videoaufnahmen hat ebenfalls ein Upgrade erhalten. Oben wird nun ein Histogramm angezeigt und ihr könnt Ton- und Belichtungsbalance im Blick behalten. Genau wie beim Vorgänger könnt ihr digital und sanft heranzoomen.

Bei Videoaufnahmen lassen sich mehrere oder einzeln ausgewählte Tonquellen aufzeichnen, um für klaren Sound zu sorgen. Audio lässt sich auch über Bluetooth aufnehmen und wenn ihr das Note 20 mit den Galaxy Buds koppelt, könnt ihr auf diese Weise störende Hintergrundgeräusche reduzieren.

Da sich das Note 20 unter anderem an Business-Anwender richtet, könnt ihr es auch als sicheren digitalen Schlüssel verwenden. Schlüsselkarten fürs Büro lassen sich so direkt auf dem Smartphone hinzufügen.

Dank Fast Charging lässt sich der Akku in 30 Minuten zu 50 % aufladen – im Galaxy Note 20 Ultra steckt ein 4500-mAh-Akku, im Galaxy Note 20 dagegen ein 4300-mAh-Akku.

Beide Geräte unterstützen 5G und WiFi 6.

Beide Note-Modelle haben ein wunderschönes Edge-to-Edge-Display, die Kanten sind beim Note Ultra jedoch geschwungen und das Display wird durch Gorilla Glass Victus geschützt – beim Note 20 ist Gorilla Glass 5 verbaut.

S Pen

Der S Pen wurde ebenfalls verbessert. Vorgängermodelle hatten eine Reaktionszeit von 42 ms – beim Note 20 Ultra sind es jetzt 9 ms und beim Note 20 immerhin 26 ms. Außerdem wird der Eingabestift nun auf der linken statt auf der rechten Seite verstaut.

Wenn ihr den S Pen nach links zurück bewegt, blättert ihr durch einzelne Seiten; nach rechts zurück öffnet ihr die kürzlich verwendeten Apps und durch Drehen könnt ihr heranzoomen. Wenn ihr den S Pen nach oben und dann nach unten bewegt, kehrt ihr auf den Homebildschirm zurück. Meine Lieblingsgeste ist aber das Schütteln – dadurch könnt ihr auf dem Bildschirm Notizen machen.

Praktischerweise wird bei Notizen die Schrift automatisch begradigt, denn meistens werdet ihr den Stift leicht angewinkelt halten. Außerdem lassen sich Dokumente als Word-Datei, PDF oder PowerPoint-Präsentation speichern. Die Dateistruktur erinnert an die Ordner auf einem PC und alles lässt sich mit der Cloud synchronisieren.

Das Galaxy Note 20 ist in einer Reihe von „Mystic“-Farben erhältlich – mit jeweils passendem S Pen. Ihr habt die Wahl zwischen Mystic Gray, Mystic Green und Mystic Bronze. In ausgewählten Märkten gibt es außerdem Mystic Black und Mystic White. Vorbestellen könnt ihr die neuen Note-Modelle ab dem 5. August. In den Handel kommen sie dann am 21. August. Die Preise beginnen bei 949 Euro für das Galaxy Note 20 bzw. bei 1299 Euro für das Galaxy Note 20 Ultra. Vorbesteller erhalten ein Xbox Gamepass-Bundle oder Galaxy Buds.

Galaxy Note 20 vs. Galaxy Note 20 Ultra

Der Preisunterschied zwischen den beiden Modellen liegt bei 350 Euro – hinsichtlich der Ausstattung ist der Unterschied aber ebenfalls sehr groß. Das Ultra hat 4 GB mehr RAM, 300 mAh mehr Akkukapazität, 5-fachen optischen Zoom statt 3-fachen Hybrid-Zoom, einen MicroSD-Kartenslot und ein 120-Hz-Display (hier hätte Samsung dem Note 20 ruhig ein 90-Hz-Display spendieren können, andere Hersteller machen das schließlich auch).

Hinzu kommt der langsamere S Pen (26 ms vs. 9 ms). Wer sich das Note vor allem wegen des Eingabestifts kaufen möchte, sollte wohl lieber zum Galaxy Note 20 Ultra greifen.

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Über den Autor

Nicole Scott