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Warum das Tik-Tok-Geschäft nochmal ins Stocken geraten könnte

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Wer gewinnt das Rennen um Tik Tok in den USA? (Foto: Unsplash.com / obergeron)
geschrieben von Vivien Stellmach

China hat die Ausfuhrregeln für Technologie in die USA verschärft – und erschwert damit den Tik-Tok-Verkauf an die Vereinigten Staaten. Hinzu kommt, dass die App sich nicht unter 30 Milliarden US-Dollar hergeben will. Gerät das Tik-Tok-Geschäft nochmal ins Stocken?

Bytedance, das chinesische Unternehmen hinter Tik Tok, soll nicht weniger als 30 Milliarden US-Dollar für den App-Betrieb in den Vereinigten Staaten verlangen. Das berichtet die internationale Tageszeitung Wall Street Journal.

Laut dem Bericht waren bislang aber weder Microsoft noch Oracle bereit, auch nur über einen stolzen Kaufpreis wie diesen zu verhandeln. Die beiden Software-Konzerne gelten als heißeste Anwärter, Microsoft könnte inzwischen allerdings die Nase vorne haben.

Das Unternehmen hat sich zuletzt schließlich mit der US-amerikanischen Handelskette Walmart zusammen getan. Gemeinsam wären sie vielleicht sogar bereit, die milliardenschwere Ablösesumme für das US-amerikanische Tik-Tok-Geschäft zu zahlen.

Tik-Tok-Geschäft in den USA: Zahlen Microsoft und Walmart 30 Milliarden US-Dollar?

Allerdings dürften sich Microsoft und Walmart zunächst mit der Frage beschäftigen, ob das Tik-Tok-Geschäft in den USA ihnen auch 30 Milliarden US-Dollar wert ist.

Die beiden Unternehmen wollen die App unter anderem als Plattform für E-Commerce und Werbung nutzen. Gemeinsam dürften sie ihre Mitbewerber Oracle und Twitter finanziell auch ausstechen können – zumal der Kurznachrichten-Dienst Laut dem WSJ auch nur zehn Milliarden US-Dollar bieten wollte.

Wie hoch das Angebot ist, das Microsoft und Walmart bislang gemacht haben, ist nicht bekannt. Wenn Twitter schon alleine zehn Millionen US-Dollar auf den Tisch legt, dürfte das Dreifache für die beiden Konzerne gemeinsam aber wohl zumindest kein großes Problem darstellen.

China verschärft Ausfuhrregeln für Technologie

Das Tik-Tok-Geschäft könnte vielmehr aus einem anderen Grund nochmal ins Stocken geraten. Das chinesische Handelsministerium hat nämlich Export-Einschränkungen eingeführt.

Die neuen Regeln besagen, dass unter anderem „IT-Technologien mit Personalisierung auf Basis von Datenanalyse“ und die Bedienung mit Hilfe künstlicher Intelligenz nur ins Ausland verkauft werden dürfen, wenn die Regierung dies auch erlaubt.

Das Tik-Tok-Geschäft fällt aufgrund der Technologien, die die App benutzt, nun ebenfalls unter die neue Regelung. Es scheint also, als würde die chinesische Regierung beim Verkauf mitreden wollen.

Damit könnte sich letztendlich nochmal eine neue Hürde auftun. Zumindest dann, wenn die chinesische Regierung nicht daran interessiert ist, dass Microsoft und Walmart den App-Betrieb in den USA kaufen.


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Über den Autor

Vivien Stellmach

Vivien Stellmach ist seit Mai 2019 Redakteurin bei BASIC thinking. Nebenbei schreibt sie als freie Autorin über alternative Musik für das VISIONS Magazin. Sie liebt Fußball, steht seit ihrem siebten Lebensjahr selbst auf dem Rasen und hält zum SV Werder Bremen.

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