Achtsamkeit am Arbeitsplatz, Arbeit, Achtsamkeit

5 Tipps für mehr Achtsamkeit am Arbeitsplatz

Vivien Stellmach
Achtsamkeit am Arbeitsplatz fördert die psychische Gesundheit. (Foto: Unsplash.com / imthebear)

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Neben Yoga und Meditation gibt es noch andere Möglichkeiten, um die Vorteile von Achtsamkeit am Arbeitsplatz auszuschöpfen. Ganz konkret gilt es, eine achtsame Einstellung zu entwickeln und im Alltag zu leben. Wir geben dir fünf Tipps dafür.

Achtsamkeit ist alles, was du brauchst, um glücklich zu sein. Sobald du den gegenwärtigen Moment bewusst wahrnimmst, verschwinden alle Sorgen und Probleme – bis du mit deinen Gedanken wieder in die Vergangenheit oder Zukunft abschweifst.

Vielleicht ist dir schon aufgefallen, dass du immer nur wegen deiner eigenen Gedanken unglücklich bist – wegen deiner Perspektive. Meistens denken wir gerade im Alltag zu viel nach, wenn uns zum Beispiel die Arbeit zu Kopf steigt oder wir mit bestimmten Aspekten unseres Lebens unzufrieden sind.

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In der Natur fällt es uns meistens leichter, abzuschalten und bewusst in der Gegenwart zu leben. Doch die Stadt, die Arbeit und andere Menschen stressen uns. Dann fallen wir aus unserer Mitte – und dagegen sollten wir etwas tun.

Achtsamkeit am Arbeitsplatz: Die Magie des gegenwärtigen Moments

Ob im Büro oder im Home Office: Achtsamkeit am Arbeitsplatz beginnt, wenn du morgens aufstehst und endet, wenn du abends ins Bett gehst.

Janice Marturano, Gründerin des gemeinnützigen Institute for Mindful Leadership, empfiehlt beispielsweise, den Tag morgens bewusst mit ein paar tiefen Atemzügen zu starten, statt einfach aus dem Bett zu fallen.

Tipp 1: Starte deinen Tag bewusst

Das ist auch unser erster Tipp an dich. Entscheide dich, deinen Tag bewusst zu starten. Bleibe mit deinen Gedanken bei dir, öffne das Fenster und atme die frische Luft ein.

Was selbstverständlich klingt, geht im Alltag an den meisten Menschen komplett vorbei. Nimm deshalb wieder wahr, wie gut es tut, morgens in aller Ruhe aufzustehen und dich auf den Tag einzustimmen.

Tipp 2: Nutze deinen Weg zur Arbeit für Meditationen oder Musik

Wenn du im Home Office arbeitest, kannst du deinen Morgen in der Regel noch freier gestalten – beispielsweise damit, früh laufen zu gehen oder bewusst dein Frühstück zuzubereiten.

Aber auch wenn du dich zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto auf den Weg zur Arbeit machst: Du kannst diese Zeit nutzen, um zu meditieren und Musik zu hören.

In den Morgenstunden sind wir meist noch empfänglich für Informationen ans Unterbewusstsein. Unser Gehirn strahlt noch Alphawellen aus, die für wohlige Entspannung, ruhiges, fließendes Denken und eine zuversichtliche Grundstimmung stehen.

Nutze diese Zeit, um bewusst Musik zu hören, die dich positiv stimmt und leicht visualisieren lässt. Meditation bedeutet nämlich auch nichts anderes, als dich bewusst mit deinen Gedanken zu beschäftigen und im Hier und Jetzt zu leben.

Tipp 3: Beginne deinen Arbeitstag, indem du achtsam nichts tust

Wenn du an deinem Arbeitsplatz ankommst, brauchst du dich nicht sofort in die Arbeit stürzen. Komme erst einmal an, indem du bewusst atmest und dich mental auf deinen Arbeitstag einstimmst.

Manchmal tun solche ruhigen Einstiege auf der einen Seite sehr gut, gerade wenn du viel zu tun hast. Auf der andere Seite gibt es natürlich auch Tage, an denen du euphorisch bist und gerne sofort in die Arbeit einsteigst.

Achte von Tag zu Tag darauf, wie du dich fühlst und wie du deinen Arbeitstag beginnen möchtest. Du solltest nicht krampfhaft versuchen, ein Ritual aufrecht zu erhalten, wenn du an einigen Tagen intuitiv anders starten möchtest.

Tipp 4: Nimm dir nicht zu viel Achtsamkeit auf einmal vor

Achtsamkeit am Arbeitsplatz meisterst du nicht von heute auf morgen, wenn du dich vorher oft von Stress verleiten lassen hast. Wähle zu Beginn lieber drei Situationen aus, in denen du bewusst achtsam bleiben willst.

Das kann zum Beispiel die Zeit sein, in der du dir einen Kaffee machst und währenddessen an nichts anderes denkst. Oder die Zeit, in denen du im Meeting mit deinen Kollegen sitzt. Triff die Entscheidung, dass du in diesen Momenten bewusst bei dir bleibst.

Mit der Zeit wird dir Achtsamkeit am Arbeitsplatz leichter fallen. Dann kannst du weitere Situationen auswählen, in denen du achtsam bleiben willst – bis du es irgendwann ganz automatisch tust.

Tipp vier kannst du übrigens auch hervorragend auf dein Privatleben übertragen. Entscheide zum Beispiel, dass du bewusst bleibst, wenn du dein Abendessen kochst, mit deinem Partner zusammen bist oder die Wohnung aufräumst. Fange mit kleinen Schritten an und steigere dich nach und nach.

Tipp 5: Konzentriere dich immer nur auf eine Aufgabe

Multitasking ist eigentlich ein Trugschluss. Unser Gehirn kann sich immer nur auf eine Aufgabe konzentrieren. Ansonsten verringert sich unsere Produktivität. Widme dich deshalb immer nur einer Aufgabe gleichzeitig.

Das heißt nicht, dass du jede zwischengrätschende E-Mail oder jeden Kollegen, der während der Arbeit schnell mit dir sprechen möchte, ignorieren solltest. Immer, wenn dich etwas von deiner aktuellen Aufgabe ablenken will, solltest du aber bewusst entscheiden, das jetzt zuzulassen.

Wenn du deine Konzentration immer nur darauf richtest, was du gerade wirklich tust, steigerst du auch gleich deine Achtsamkeit. All das erfordert Übung. Mit der Zeit wird das bewusste Leben aber wieder einfacher für dich – ganz so, wie es sein sollte.

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Vivien Stellmach war von Mai 2019 bis November 2020 Redakteurin bei BASIC thinking.