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Streit um Datenschutz: Warum Facebook so große Angst vor einem Pop-up auf iPhones hat

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Apple will mit einer Opt-in-Lösung für mehr Datenschutz sorgen. (Foto: Apple)
geschrieben von Maria Gramsch

Facebook und Apple liefern sich einen erbitterten Streit um den lieben Datenschutz. Apple will das Sammeln von Daten auf seinen Geräten erschweren, Facebook reagiert nun mit bildschirmfüllenden Hinweisen.

Apple und Facebook sind wohl das, was man gemeinhin als ziemlich beste Feinde bezeichnen könnte. Die beiden Konzerne aus dem Silicon Valley haben schon die eine oder andere Streitigkeit öffentlich ausgetragen.

Aktuell sind sich die beiden Tech-Riesen beim Thema Datenschutz besonders uneinig.


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Apple will den Datenschutz ausbauen

Apple will mit seinem „App Tracking Transparency“-Framework den Datenschutz auf seinen iPhones ummodeln. Aus dem bisher standardmäßigen Tracking soll eine Opt-in-Option werden. Nutzerinnen und Nutzer bleiben dann genau zwei Wahlmöglichkeiten: „Ask App not to Track“ oder „Allow“.

Facebook will weiter Daten sammeln

Diese Änderung treibt bei Facebook im kalifornischen Menlo Park aktuell dem ein oder anderen wohl die Schweißperlen auf die Stirn. Die Macher der Social-Media-App sehen ihr heiliges Geschäftsmodell mit personalisierter Werbung auf der Kippe.

Facebook, das dürfte klar sein, fürchtet sich natürlich davor, dass die Nutzerinnen und Nutzer von iPhones reihenweise ihre Einwilligung verweigern.

Deshalb sollen demnächst großflächige Datenschutz-Hinweise die Facebook-App auf Apple-Geräten zieren. Darin bittet Facebook darum, der Datensammelei für personalisierte Werbung weiterhin zuzulassen.

Facebook schwingt sich als KMU-Retter auf

Die eigenen Bauchschmerzen mit Blick auf die Werbeerlöse erwähnt Facebook natürlich nicht so laut.

Vielmehr würde die neue Apple-Regelung kleinen und mittleren Unternehmen schaden, die durch die Corona-Krise ganz besonders auf personalisierte Werbung bei Facebook angewiesen seien.

Newsfeed soll sicheres Werbeumfeld werden

Gleichzeitig arbeitet Facebook daran, den Newsfeed zu einem sicheren Umfeld für Anzeigen zu machen, wie das Unternehmen in einem Blog-Beitrag ankündigt. In einem Test können beispielsweise Spielzeughersteller die Kategorie „Verbrechen und Tragödien“ für ihre Werbung ausschließen.

Facebook reagiert damit auf die Boykott-Aufrufe #StopHateForProfit aus dem Sommer. Mehr als 1.000 Marken hatten zwischenzeitlich ihre Werbeausgaben aus dem Netzwerk abgezogen, weil auf der Plattform zu viel Hass und Hetze kursierte.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und seit 2021 freie Autorin bei BASIC thinking. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ bei dem Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet unter anderem für turi2.de und die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm.

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