Warum sind Auto-Abos nicht beliebter?

Nicole Scott

Vor ein paar Jahren waren Abo-Dienste der letzte Schrei. Volvo war dabei am erfoglreichsten, da die Versicherungstarife für Fahranfänger sich kaum von denen für erfahrene Autofahrer unterschieden. In Kalifornien wurde Volvo jedoch von den Behörden dazu gezwungen, sein Abomodell einzustellen. Im Jahr 2021 scheint es so, als hätten die meisten Hersteller ihre Abodienste eingestellt – so auch BMW, Genesis, Mercedes-Benz, Nissan und kürzlich auch Audi.

Warum haben sich Abodienste nicht durchgesetzt?

Niemand wusste so wirklich, dass es diese Dienste gibt, und kaum jemand wusste, wie sie funktionieren.
Je nach euren Fahrgewohnheiten, kann ein Abo günstiger sein als ein Leasingvertrag. Hinzu kommt, dass ihr immer das neueste Modell fahren und häufiger das Auto wechseln könnt. Und für markentreue Kunden boten die Hersteller oft spezielle Dienstleistungen an.

Der Haken an der Sache: die Abodienste hatten viel Kleingedrucktes und jede Menge Regeln zu Kilometerstand und Laufzeiten. Für Kunden war es oft zu riskant ein Abo abzuschließen, schließlich gab es keine Garantie, dass es am Ende wirklich zu ihrem Lebensstil passt.

Hinzu kam die begrenzte Verfügbarkeit. In den USA war der Abodienst von Porsche beispielsweise nur in Atlanta, Las Vegas und Los Angeles verfügbar.

Das lässt sich zum Teil auf die Logistik und die Kosten zurückführen, teilweise aber auch auf die Franchiseregeln für Händler, die verhindern sollten, dass Automobilhersteller direkt mit den Verbrauchern in Kontakt kommen. Das „Care by Volvo“-Programm wurde in Kalifornien beispielsweise durch die New Car Dealers Association rechtlich angefochten – Volvo wurde schlussendlich gezwungen, sein Angebot einzustellen. Solange die Einwände der Händler nicht ausgeräumt sind, ist eine flächendeckende Einführung nicht möglich.

Care by Volvo und Porsche Driver sind derzeit die attraktivsten und aktivsten Abodienste. Care funktioniert fast wie ein Leasingvertrag, jedoch sind auch Versicherung und Wartungskosten mitinbegriffen – außerdem könnt ihr euer Abo kurzfristig kündigen oder auf ein anderes Modell umsteigen.

Das Abo kostet monatlich 600–750 USD (exkl. MwSt.), bei Porsche liegt der Preis bei 1500–2600 USD bzw. 2100–3100 USD für mehrere Fahrzeuge. Bei Bedarf könnt ihr das Fahrzeug wechseln – ein Leasingvertrag würde außerdem deutlich mehr kosten als das Abo.

Letztendlich ist der Komfort dieser Angebote genauso wichtig wie die Kosten.

Via AP

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