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Vivid Money startet Aktienhandel – und verführt junge Anleger zu Investments

Christian Erxleben
Vivid Money ermöglicht seinen Nutzern in Deutschland den Aktienhandel. (Foto: obs/Vivid Money GmbH)

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Das deutsche Fintech Vivid Money bietet seinen Kunden seit dem 23. Februar 2020 die Option an, über die App in Aktien und ETFs zu investieren. Doch der Schein trügt. Die Anleger kommen nie in den Besitz der Aktien und erhalten auch Dividenden nur anteilig. Eine Analyse.

Vivid Money ermöglicht Handel mit Aktien und ETFs

Die mobile Finanzplattform Vivid Money verpasst sich ein großes Update. So erhalten Kunden seit dem 23. Februar 2021 die Möglichkeit, über die Vivid-App direkt in US-amerikanische und europäische Aktien sowie ETFs zu investieren – und das kostenlos.

Die Kundinnen und Kunden des Berliner Fintechs können ab sofort in über 1.000 Aktien investieren. Dafür fallen keine Gebühren für den Kauf oder die Verwaltung an. Nur wer in US-Aktien investiert, zahlt einen Aufschlag von 0,5 Prozent für die Währungsumrechnung.

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Was sind Fractional Shares?

Das Besondere ist, dass die Kunden von Vivid Money über die neue Funktion sogenannte Fractional Shares kaufen können. Das sind Bruchstücke von börsennotierten Unternehmen. Das heißt konkret: Du kannst dich an Amazon beteiligen ohne gleich mehr als 2.000 Euro für eine einzelne Aktie auszugeben.

Der finanzielle Partner von Vivid Money ist in diesem Fall die Digital-Asset-Plattform CM-Equity.

Was ist das Problem, wenn du Aktien über Vivid Money kaufst?

Vereinfacht gesagt, investierst du über die neue Aktien- und ETF-Funktion nicht direkt in Unternehmen oder Indizes. Du kaufst deine Anteile nicht direkt an der Börse, sondern bei CM-Equity. Das Unternehmen wiederum kauft die Aktien und ETF-Anteile auf eigene Rechnung an internationalen Börsen.

Das heißt ganz konkret: CM-Equity ist der Inhaber der Aktien – nicht du. Du bist also bei möglichen Käufen und Verkäufen immer von CM-Equity abhängig und kannst die Aktien auch nicht zu anderen Brokern oder deiner Hausbank übertragen.

Wenn du also ernsthaft und dauerhaft ins Aktiengeschäft einsteigen willst, solltest du stattdessen beispielsweise ein kostenloses Depot bei Smartbroker oder Trade Republic eröffnen. Dort kaufst du die Aktien tatsächlich und bist unabhängig von dritten Finanzinstituten.

Wer steckt hinter Vivid Money?

Im Jahr 2019 haben Artem Yamanov und Alexander Emeshev gemeinam in Berlin Vivid gegründet. Im Juni 2020 haben sie Vivid Money in Kooperation mit der Solarisbank in Deutschland, Frankreich und Spanien gestartet.

Das Kernprodukt des Fintechs ist ein kostenloses Girokonto mit einer Visa-Debitkarte aus Metall. Besonders interessant ist, dass jeder Nutzer bis zu 15 kostenlose Unterkonten anlegen und mit Lebenspartnern oder Freunden teilen kann. Somit eignet sich Vivid ausgezeichnet für gemeinsame Konten.

Ebenso interessant: Durch das Partnerprogramm von Vivid erhalten Kunden des Dienstes bei manchen Kooperationspartnern bis zu 50 Prozent Cashback auf Einkäufe. Dazu zählen wechselnde Partner wie Netflix, die Deutsche Bahn aber auch Lidl und Netto.

Der Großteil der Cashback-Programme steht neuen Nutzern jedoch nur zeitlich limitiert zur Verfügung. Wer darüber hinaus die Vorteile genießen möchte, muss in regelmäßigen Abständen neue Kunden werben. Deshalb wird Vivid teilweise auch für eine Art Schneeballsystem kritisiert.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.