Facebook, Nutzerdaten, Datenleak

Nutzerdaten von über 533 Millionen Facebook-Usern geleakt

Fabian Peters
Nutzerdaten von über 533 Millionen Facebook-Usern geleakt (Foto: unsplash.com/ Glen Carrie.)

Hacker haben die privaten Nutzerdaten von Millionen Facebook-Usern geleakt. Neben Telefonnummern und E-Mail-Adressen wurden auch Geburtsdaten und Standort-Informationen veröffentlicht. Auch Facebook-CEO Mark Zuckerberg soll betroffen sein.

In einem Hacker-Forum haben Cyberkriminelle am Osterwochenende die persönlichen Nutzerdaten von über 533 Millionen Facebook-Usern geleakt. Davon stammen 32 Millionen aus den USA, elf Millionen aus Großbritannien und sechs Millionen aus Indien. Konkrete Zahlen zu Deutschland gibt es (noch) nicht.

Die IT-Sicherheitsfirma Hudson Rocket ist auf den Datensatz aufmerksam geworden. Laut Alon Gal, dem technischen Direktor von Hudson Rocket, handelt es sich dabei um Informationen, die Hacker bereits im Jahr 2019 erbeutet haben.

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Facebook-Nutzerdaten stammen aus dem Jahr 2019

Während Gal Facebook absolute Nachlässigkeit vorwarf, reagierte der Social-Media-Konzern zurückhaltend.

Laut einer Sprecherin des sozialen Netzwerks handle es sich um veraltete Informationen aus dem Jahr 2019, über die bereits berichtet worden sei. Das Datenleck sei zudem längst gestopft.

Allerdings offenbaren einige Tests mit öffentlichen E-Mail-Adressen, dass einige Daten nach wie vor aktuell sind. Dementsprechend können Kriminelle den Datensatz dafür nutzen, um Identitätsdiebstahl zu begehen oder private Daten zu missbrauchen.

Zu den veröffentlichten Informationen zählen neben vollständigen Nutzernamen, Geburtsdaten und E-Mail-Adressen auch Telefonnummern und mitunter private Angaben wie der Beziehungsstatus. Auch Facebook-CEO Mark Zuckerberg soll von dem Leak betroffen sein.

Immer wieder Schlagzeilen über geleakte Facebook-Nutzerdaten

Es ist darüber hinaus nicht das erste Mal, dass private Facebook-Nutzerdaten im Netz auftauchen. Bereits im Jahr 2016 hat die britische Beratungsfirma Cambridge Analytica die privaten Informationen von Millionen Usern für personalisierte Werbung eingesetzt.

Im Jahr 2019 wiederum haben Hacker 420 Millionen Telefonnummern geleakt, nachdem sie eine Suchfunktion für den Datenabgriff missbraucht haben.

Facebook hat mittlerweile sowohl die entsprechende Suchfunktion als auch die für den aktuellen Leak verantwortliche Sicherheitslücke behoben. Doch wenn Hacker solche Daten erst einmal erbeutet haben, steht ihrer Verbreitung im Netz kaum noch etwas entgegen.

Im Nachhinein kann Facebook den Opfern des jüngsten Leaks kaum noch helfen, da die Daten bereits im Umlauf sind. Jedoch könne das soziale Netzwerk die Betroffenen zumindest entsprechend warnen, so Sicherheitsexperte Alon Gal.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).