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Einen eigenen Online-Shop erstellen – so einfach funktioniert’s

Onlineshop erstellen IONOS
Unsplash.com / Brooke Lark

Der E-Commerce boomt und es wird immer wichtiger, die eigenen Produkte auch in einem Online-Shop zu verkaufen. Wir zeigen dir deshalb, wie du in wenigen Schritten deinen eigenen Online-Shop erstellen kannst.

Online-Shop erstellen: Was sollte ich beachten?

Du hast ein oder mehrere Produkte, die du gerne in einem Online-Shop verkaufen möchtest? Dann erfährst du in diesem Artikel, wie du Schritt-für-Schritt deinen eigenen Online-Shop aufbauen kannst. Vorab solltest du dir ein paar Fragen stellen:

  • Welches ist das für mein Vorhaben geeignete Shopsystem?
  • Welche Zahlungsarten sollte ich anbieten?
  • Wer kann mir dabei helfen, wenn ich einen Online-Shop erstellen möchte?
  • Wie teuer ist ein Online-Shop?
  • Was brauche ich alles für einen Online-Shop?
  • Wie lange dauert es, einen Online-Shop zu erstellen?

Diese und weitere Fragen beantworten wir dir im Folgenden.

Online-Shop erstellen – Shop-Baukasten oder Shopsoftware verwenden?

Der erste Schritt bei der Erstellung deines Shops ist, ein geeignetes Shopsystem zu finden. Dabei kannst du dich u.a. für einen Shop-Baukasten oder eine Shopsoftware entscheiden.

Online-Shop erstellen mit einem Shop-Baukasten

Eine einfache Möglichkeit, deinen Online-Shop zu erstellen, sind Shop-Baukästen bei Anbietern wie beispielsweise IONOS. Mithilfe der Baukästen erstellst du einen Online-Shop, ohne Programmierkenntnisse haben zu müssen. Für eine monatliche Gebühr, die je nach Funktionsumfang bereits ab einem Euro startet, meldest du dich bei dem Anbieter deiner Wahl an.

Im Backend deines Online-Shops änderst du dann beispielsweise das Design, die Auswahl an Zahlungsmitteln und Versandmethoden. Danach lädst du deine individuellen Produktbilder hoch und fügst Artikelbeschreibungen und die Preise hinzu. Sobald du zufrieden bist, können deine Kund:innen bei dir einkaufen.

Die Erstellung eines Online-Shops mithilfe eines Shop-Baukastens ist demnach sehr simpel. Shop-Baukästen eignen sich also besonders für Personen mit wenig Kapital, wenigen Produkten und wenig technischem Know-how.

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Wer sich für einen Shop-Baukasten entscheidet, muss sich über einige Einschränkungen bewusst sein. Die Anzahl an Zahlungsverfahren ist oft eingeschränkt und spezielle Designanpassungen sind oft nicht möglich. Wer also von Beginn an eine große Anzahl an Produkten hat und einen großen Online-Shop erstellen möchte, sollte auf ein anderes Shopsystem zurückgreifen.

In der folgenden Tabelle stellen wir dir die Vor-und Nachteile von Shop-Baukästen vor:

Vorteile Nachteile
Praktische Komplettlösung mit Shop-Baukasten und eigener Domain Nur eingeschränkte Designanpassungen möglich
Keine Vorkenntnisse notwendig Zahlungsverfahren oft eingeschränkt
Schnelle Installation und Einrichtung Keine kostenlose Version
Niedrige Einstiegspreise und flexible Preismodelle
Für viele Branchen gibt es vorgefertigte Webdesigns

Online-Shop erstellen mit Shopsoftware

Wenn du von Beginn an einen professionellen Online-Shop erstellen möchtest, kann eine Shopsoftware das passende System für dich sein. Hier hast du in der Regel zwar höhere Startkosten, aber auch mehr Freiheit in der Gestaltung deines Design, eine große Auswahl an Zahlungsverfahren und kannst alle Funktionen individuell ändern.

Shopsysteme sind die Software-Grundlage eines Online-Shops und müssen alleine oder mit Unterstützung einer Agentur auf dem Webserver installiert und eingerichtet werden. In Deutschland gibt es kostenpflichtige, aber auch kostenfreie Shopsysteme, die sich in ihrem Funktionsumfang voneinander unterscheiden:

  1. On-Premise-Lösungen: Dabei handelt es sich um den Erwerb der Software-Lizenz für das Shopsystem selbst. Dadurch kannst du die Software individuell ändern oder erweitern. Das kannst du entweder alleine machen, oder dich von einer Agentur unterstützen lassen.
  2. Open-Source-Shopsysteme: Das sind Shopsysteme, die kostenfrei zur Verfügung stehen. Es gibt viele Shopsysteme für verschiedene Zielgruppen, die sich hinsichtlich ihrer Schnittstellen zu anderen Systemen und der Verfügbarkeit von Plugins oder Add-ons unterscheiden.
  3. WordPress-Plugins: Für bestehende WordPress-Websites, kann ein Online-Shop mithilfe eines Plugins erstellt werden. Das Plugin bindet den Shop direkt in die Website ein, ohne dass du eine zusätzliche Lösung benötigst. Die einfache Installation und Integration in eine bestehende Website sind Pluspunkte, die den begrenzten Funktionsumfang aufwiegen. Weitere Funktionen können oftmals aber hinzugekauft werden.

Je nach Vorkenntnissen, Erwartungen und Investition kannst du dich für eine Shopsoftware entscheiden.

In der folgenden Tabelle stellen wir dir die Vor-und Nachteile von Shopsoftware vor:

Vorteile Nachteile
Kostenlose und kostenpflichtige Software Programmierkenntnisse sind von Vorteil
Große Auswahl an Templates Einmalige hohe Kosten
Individuelle Anpassungen möglich Domain und Hosting sind zusätzliche Kosten
Große Auswahl an Add-ons
Professioneller Onlineshop möglich

Ich habe eine Software gewählt – und nun?

Wenn du dich für eine passende Software entschieden hast, hast du den ersten wichtigen Schritt gemacht. Im Folgenden erklären wir dir, was danach alles zu erledigen ist.

Online-Shop installieren und einrichten

Wenn du die technische Betreuung alleine bewältigst, geht es an die Installation und Einrichtung deines Online-Shops. Dafür musst du im ersten Schritt die Daten deines Shops auf den Webserver deines Hosting-Anbieters hochladen, um den Shop zu installieren.

Nach der erfolgreichen Installation änderst du einige Einstellungen, wie beispielsweise:

  • Deine verfügbaren Lieferoptionen
  • Die Zugangsdaten für deine Zahlungsanbieter
  • Alle Design- und Darstellungsoptionen
  • Sicherheit deiner Website
  • Die Integration rechtlicher Inhalte, wie beispielsweise das Impressum oder die Datenschutzerklärung
  • Kategorienbezeichnungen

Der letzte Schritt bei der Einrichtung gehört zu den wichtigsten: Das Einstellen deiner Produkte, die du verkaufen möchtest. Dazu gehören qualitativ hochwertige Fotos, eindeutige Produktnamen, einfache und gute Produktbeschreibungen und die passenden Preise.

Anmeldung bei Zahlungsanbietern

Damit du Erfolg mit deinem Online-Shop hast, ist die Auswahl der Zahlungsanbieter entscheidend. Viele Kund:innen sehen es als Voraussetzung, dass sie die standardmäßigen Methoden wählen können. Dazu gehören in Deutschland beispielsweise:

  • Kauf auf Rechnung
  • Paypal
  • Lastschrift
  • Kreditkarte

Je nach Zahlungsanbieter werden diese vier Verfahren komplett oder nur teilweise abgedeckt. Vor der Entscheidung solltest du allerdings überprüfen, ob dein Shopsystem eine Schnittstelle zu den entsprechenden Anbietern zur Verfügung stellt.

Die Konditionen der Zahlungsanbieter fallen teilweise unterschiedlich hoch aus. Du kannst dich für Anbieter entscheiden, denen du jährlich eine feste Summe für die Nutzung gibst. Es gibt aber auch Anbieter, die auf fixe Kosten verzichten, dafür jedoch je Verkaufstransaktion zusätzliche Gebühren verlangen.

Besuchergewinnung durch Online Marketing

Wenn dein Online-Shop fertig ist, solltest du nicht erwarten, dass Kund:innen dir über Nacht alle Produkte leer kaufen. Ohne passende Marketing-Aktionen wirst du in der Regel keine relevanten Umsätze generieren können. Die einfachste und effektivste Methode ist Online-Marketing.

Die Möglichkeiten zur Gewinnung von neuen Besucher:innen und damit potentiellen Kund:innen sind hierbei sehr groß: Optimiere deinen Online-Shop für Suchmaschinen, damit du besser gefunden wirst, versende einen Newsletter an deine Bestandskunden oder nutze Social-Media um mehr Personen zu erreichen.

Lokale Unternehmen können sich zudem einen My-Business-Eintrag bei Google erstellen. Dadurch wird das Unternehmen auch bei Google Maps angezeigt.

Welche Merkmale hat ein rechtssicherer Online-Shop?

Damit dein Online-Shop rechtssicher wird und du dich vor Abmahnungen schützt, sind einige Merkmale unbedingt zu beachten:

  • Impressum: Dein Online-Shop ist eine gewerbliche Website und braucht damit in Deutschland ein Impressum. Name, Anschrift, Rechtsform und Kontaktdaten gehören dabei zu den Mindestangaben.
  • Preisangaben der Produkte: Für den Verkauf müssen die Bruttopreise der Produkte angegeben werden. Außerdem muss darauf hingewiesen werden, dass die Mehrwertsteuer im Preis enthalten ist.
  • Widerrufsrecht und AGB: Kund:innen müssen auf ihr Widerrufsrecht hingewiesen werden.
  • Bestell-Button: Durch das Wort „Bestellen“ muss eindeutig sein, dass durch den Klick eine kostenpflichtige Transaktion veranlasst wird. Nutze deshalb Formulierungen wie beispielsweise „Kostenpflichtig bestellen“.
  • Bestellbestätigung: Nach dem Abschluss einer Bestellung, musst du deinen Kund:innen eine schriftliche Bestätigung zukommen lassen (beispielsweise per E-Mail).

Fazit: Einen Online-Shop zu erstellen ist nicht schwer

Du siehst, dass die Erstellung deines Online-Shops nicht schwierig ist. Besonders Anfänger ohne technische Vorkenntnisse bekommen mit einem Shop-Baukasten ein System, mit dem sie schnell und unkompliziert ihren eigenen Online-Shop erstellen können.

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