SAP-Affäre, Software, SAP

Die (bisherige) Chronologie der SAP-Affäre

Fabian Peters
Unsplash.com/ Markus Spiske, SAP

Die SAP-Affäre nimmt kein Ende. Nachdem bereits vor Kurzem der Betriebsratsvorsitzende des Software-Unternehmens entlassen wurde, legt nun der nächste Funktionär sein Amt nieder. Doch was ist passiert? Eine zeitliche Chronologie.

Die SAP-Affäre geht in die nächste Runde. Nur wenige Tage nachdem das Unternehmen am 1. Juli 2021 die Trennung von seinem Betriebsratsvorsitzenden Ralf Zeiger bekannt gab, verlässt der nächste Funktionär den Konzern.

Bereits seit Juni 2021 kursieren Berichte, die die beiden ehemaligen SAP-Mitarbeiter mit diversen Unregelmäßigkeiten in Verbindung bringen.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück 50€ Amazon-Guthaben gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Im Zuge interner Untersuchungen habe nun der zweite Betriebsrat, der zugleich Aufsichtsratsmitglied war, beide Ämter am 7. Juli 2021 mit sofortiger Wirkung niedergelegt. SAP teilte mit, dass es sich um eine einvernehmliche Trennung handle – ohne weitere Gründe anzugeben.

SAP-Affäre: Interne Unregelmäßigkeiten

Wie das Handelsblatt berichtet, hat SAP bereits im Frühjahr 2021 entsprechende Ermittlungen eingeleitet, die nun in beiden Fällen zur Trennung führten.

Die Vorwürfe gegen die ehemaligen Betriebsratsmitglieder wiegen dabei schwer. Im Raum stehen Lohnbetrug, Vertuschung und die Manipulation einer Aufsichtsratswahl.

Während der ehemalige Betriebsratsvorsitzende einen arbeitsrechtlichen Verstoß vertuscht und Beweismittel unterdrückt und manipuliert haben soll, steht der andere im Verdacht des Arbeitszeitbetrugs. Er soll in erheblichen Maßen Urlaub genommen, diesen jedoch weder beantragt noch korrekt abgerechnet haben.

Whistleblower gibt entscheidenden Hinweis

Nach den Hinweisen eines Whistleblowers läuft gegen den ehemaligen Betriebs- und Aufsichtsrat, bei dem es sich um Panagiotis Bissiritsas handeln soll, zudem ein Zivilverfahren am Landgericht Heidelberg.

Die Staatsanwaltschaft wirft in ihrer Anklage aus dem Mai 2021 die Frage auf, ob der Funktionär an der Manipulation einer Aufsichtsratswahl im Jahr 2021 beteiligt war.

Der Beschuldigte bestreitet dies zwar, jedoch prüft die Ermittlungsbehörde in diesem Zusammenhang sogar den Vorwurf des versuchten Prozessbetrugs. Die Staatsanwaltschaft geht dem Verdacht nach, dass ein SAP-Mitarbeiter 500.000 Euro bekommen sollte, wenn er dem Betriebsrat in den Aufsichtsrat verhelfe.

Die SAP-Aktie sank derweil zwischenzeitlich um 1,7 Prozent auf 122,34 Euro. Am Vortag lag sie noch bei 124,50 Euro. Viel größer als der noch moderate Aktieneinbruch dürfte jedoch der Imageschaden für das Unternehmen sein.

Auch interessant:

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Openstack Engineer (m/f/d)
CompuGroup Medical SE & Co. KGaA in Koblenz
Content Creator (m/w/d)
Leave PCOS GmbH in Erbach
Social Media Manager (m/w/d)
SIENA Living GmbH & Co . KG in Münster
PR Trainee / Volontariat Social Media und Med...
TÜV-Verband e.V. in Berlin
Digital Marketing Manager (Paid Media) (m/f/d)
Frankfurt School of Finance & Man... in Frankfurt am...
Content Creator (m/w/d)
DKMS Donor Center gGmbH in Köln
Praktikum People Communications – Socia...
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Köln, Berlin
Social Media Specialist (w/m/d)
Personalwerk GmbH in Karben
THEMEN:
Teile diesen Artikel
Chefredakteur
Folgen:
Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).