Mehr als jeder vierte im Mai 2026 in Deutschland verkaufte Pkw läuft komplett elektrisch. Allerdings gehen die Absatzzahlen von Elektroautos leicht zurück und der Markt als Ganzes entwickelt sich eher schleppend. In unserem Überblick siehst du die wichtigsten Trends: Gewinner und Verlierer bei Marken und Modellen, die Verschiebung bei den Antriebsarten und den aktuellen CO2-Wert.
- Neuzulassungen insgesamt: 239.448 Pkw
- Zum Vorjahr: +0,1 Prozent
- Zum April 2026: -3,9 Prozent (rund 9.700 Pkw weniger)
- Reine E-Autos: 59.969 Zulassungen (25,0 Prozent Marktanteil)
- CO2-Ausstoß Neuwagen: 97,2 g/km (-10,8 Prozent zum Vorjahr)
Insgesamt wurden laut dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) im letzten Monat 239.448 Pkw in Deutschland neu zugelassen. Das entspricht einem minimalen Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Markt ist also stabil, einen wirklichen Aufschwung gibt es momentan aber nicht. Das gilt auch für E-Autos. Wir werfen einen Blick auf die Gewinner, Verlierer und allgemeinen Trends.
Schon im April lagen die Verkaufszahlen knapp über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum direkten Vormonat ist allerdings zum zweiten Mal in Folge ein leichter Rückgang zu beobachten. Im April waren es noch 249.163 Neuzulassungen, im Mai sind es jetzt rund 9.700 Fahrzeuge weniger. Das entspricht einem Minus von 3,9 Prozent. Der starke März scheint also eine Ausnahme gewesen zu sein.
Neuzulassungen im Mai 2026: Wer dominiert und wer verliert Marktanteile?
Bei den Herstellern sind nur geringe Bewegungen auszumachen. Volkswagen verteidigt mit 45.576 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 19,0 Prozent souverän die Spitzenposition, und baut die Führung im Vergleich zum Vormonat sogar leicht aus. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Mercedes (19.846 verkaufte Pkw, 8,3 Prozent Marktanteil) und BMW (19.665 Pkw, 8,2 Prozent). Beide Premium-Marken lassen im Vergleich zum April Federn und verlieren Marktanteile. Audi rutscht ebenfalls leicht ab und kommt mit 17.288 Neuzulassungen auf 7,2 Prozent.
Bei den Importmarken setzt Skoda seinen starken Lauf fort. Die tschechische VW-Tochter landet mit 19.625 Neuzulassungen und 8,2 Prozent Marktanteil auf dem vierten Platz und könnte sich noch in diesem Sommer auf das Treppchen schieben. Damit ist Skoda weiterhin die beliebteste Importmarke der deutschen Autofahrer.
Auf den Rängen dahinter folgen mit deutlichem Abstand Seat (12.408 Pkw, 5,2 Prozent) und Opel (11.501 Pkw, 4,8 Prozent). Hyundai (7.342), Ford (6.889) und Renault (6.336) komplettieren die Top Ten im Mai. Nicht ganz gereicht hat es für Fiat (6.241), den chinesischen E-Auto-Spezialisten BYD (6.168), Dacia (5.797), Tesla (5.111) und Kia (4.982).
E-Autos bei 25 Prozent: Abstand zu Benzinern wieder kleiner
Reine Elektroautos kommen im Mai auf 59.969 Neuzulassungen und damit auf einen Marktanteil von 25,0 Prozent. Damit verzichtet jeder vierte Wagen inzwischen auf fossile Brennstoffe. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht das einem deutlichen Plus von 39,3 Prozent.
Klassische Benziner fallen mit 51.806 Einheiten weiter zurück und kommen nur noch auf einen Anteil von 21,6 Prozent. Die im März eingeläutete Wende wird sich vermutlich nicht mehr umkehren, auch wenn der Vorsprung der Stromer im Vergleich zum April leicht geschrumpft ist. Statt rund 11.000 Fahrzeugen liegen jetzt nur noch etwa 8.000 verkaufte Autos zwischen den beiden Antriebsarten.
An der Spitze stehen weiterhin die Hybrid-Fahrzeuge mit 67.545 Neuzulassungen und einem Anteil von 28,2 Prozent. Diesel-Pkw kommen auf 30.547 Einheiten (12,8 Prozent), Plug-in-Hybride bilden mit 27.921 Zulassungen (11,7 Prozent) das Schlusslicht der relevanten Antriebsarten. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Neuwagen sinkt weiter und liegt jetzt bei 97,2 Gramm pro Kilometer. Das entspricht einem Minus von 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im April lag der Wert noch bei 97,6 Gramm.
Top-Modelle im Mai 2026: Golf vorn, Elroq führt bei E-Autos
Bei den beliebtesten Modellen führt der VW Golf mit 7.183 Neuzulassungen wie immer das Feld an, gefolgt vom VW T-Roc (6.397) und dem VW Tiguan (4.542). Damit sichert sich der Hersteller aus Wolfsburg alle Plätze auf dem Podium. Auf Platz vier landet der Opel Corsa (4.482), dahinter fahren der BMW X1 (3.781), der Mini (3.660) und der Skoda Octavia (3.455) ein. Der BMW X3 (3.410), der VW T-Cross (3.362) und der VW Passat (3.304) komplettieren die Top Ten der beliebtesten Modelle.
Bei den reinen Elektroautos behauptet sich der Skoda Elroq mit 3.083 Neuzulassungen erneut als Spitzenreiter, knapp vor dem VW ID.3 (3.050) und dem Skoda Enyaq (2.770). Tesla folgt mit dem Model 3 (2.664) und dem Model Y (2.410) auf den Plätzen vier und fünf. Damit dominieren zwei Skoda-Modelle die deutschen E-Auto-Charts. Der Cupra Born sowie der VW ID.4 und ID.5 schließen die Liste ab.
Pkw-Bestand in Deutschland: So hoch ist der E-Auto-Anteil
Werfen wir abschließend einen Blick auf den Gesamtbestand der Autos auf den deutschen Straßen. Am 1. Januar 2026 waren in der BRD laut KBA rund 49,5 Millionen Pkw zugelassen, der gesamte Kraftfahrzeugbestand beträgt 61,3 Millionen Fahrzeuge. Knapp 88,3 Prozent aller Pkw befinden sich in privater Hand, beim Rest handelt es sich um Geschäftswagen.
Bei den Antriebsarten dominieren weiterhin die klassischen Verbrenner. Knapp 60 Prozent der Pkw fahren mit Benzin (59,3 Prozent), weitere 27,0 Prozent mit Diesel. Reine Elektroautos kommen trotz der inzwischen besseren Verkaufszahlen lediglich auf einen Anteil von 4,1 Prozent (2024 waren es noch 3,3 Prozent). Plug-in-Hybride machen 2,3 Prozent und sonstige Hybride 6,5 Prozent aus.
Insgesamt sind die aktuellen Zahlen des KBA eher ernüchternd. Zwar kann die Elektromobilität ihre starke Position behaupten und der CO2-Ausstoß sinkt weiter, doch der Gesamtmarkt schwächelt nach zwei Monaten mit rückläufigen Neuzulassungen. Zudem befindet sich Deutschland in Sachen Elektromobilität im weltweiten Vergleich noch immer im Hintertreffen.
Dass E-Autos im Mai bereits 25 Prozent der Neuzulassungen ausmachen, im gesamten Pkw-Bestand aber erst bei 4,1 Prozent liegen, zeigt: Der Wandel passiert gerade vor allem bei den Neuwagen, im Straßenbild kommt er wegen des großen Bestands aber nur langsam an.
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