Deutsches Start-up Electric Brands bietet E-Autos aus dem Baukasten

Felix Baumann
Bild: XBUS

Die aktuellen Flutkatastrophen in Westeuropa zeigen uns, was in den nächsten Jahren zur Normalität werden könnte. Grund ist, dass wir noch immer zu wenig gegen den Klimawandel unternehmen, auch im Verkehr besteht in Deutschland noch etwas Nachholbedarf. Ein Werkzeug ist die Elektromobilität, die in den nächsten Jahren immer relevanter werden dürfte.

Das deutsche Start-up Electric Brands möchte auf diesem Markt mitmischen und hat nun seine eigene Plattform für elektrische Fahrzeuge vorgestellt. Der XBUS ist etwa ein Kleinbus, der mit Solarpaneelen bestückt ist und vollgeladen bis zu 200 Kilometer zurücklegen kann. Aber auch andere Fahrzeugtypen sind durch den modularen Ansatz möglich.

Vom Pick-up über den Van bis zum Camping Bus sind verschiedene Kombinationen bestellbar. Dabei werden diverse Optionen angeboten, unter anderem auch eine Reichweite von 600 Kilometern oder der Einbau von bis zu 10 Solarmodulen. Das Gewicht reicht dabei von 450 Kilogramm bis zu 600 Kilogramm, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 100 Kilometern pro Stunde.

Über den Konfigurator auf der eigenen Webseite lassen sich bereits heute die ersten Modelle zusammenbauen, die Preise starten bei etwas über 17.000 Euro. Eine Auslieferung wird wohl frühestens Ende 2022 stattfinden, die Produktion der Fahrzeuge beginnt etwa Mitte 2022. Auch offline sollen dann die Fahrzeuge bei 600 Anbietern in Europa verfügbar sein, die Zahl soll bei einem erfolgreichen Marktstart weiter steigen.

Wer die Idee gut findet, der kann auch schon heute per Crowdfunding mitmachen, für einen Mindestbeitrag von 1.000 Euro kann man Teil der Reise werden. Ob wir ab Ende 2022 eine große Menge an XBUS-Modellen auf den Straßen sehen, steht auf einem anderen Blatt.

Eigene Meinung:

Eine modulare Plattform, mit der alles Mögliche konfiguriert werden kann? Klingt nach einer vielversprechenden Idee, solche Ansätze können viele unterschiedliche Bedürfnisse befriedigen und gleichzeitig relativ kostengünstig produziert werden. Jetzt braucht man nur noch eine ordentliche Marketing-Kampagne, um das Fahrzeug bekannt zu machen. Denn was bringt ein Elektroauto, das niemand kennt?

Via The Driven

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.