Das erste autonome Containerschiff schwimmt bald elektrisch über das Meer

Felix Baumann
Bild: Yara International

Um noch in diesem Jahrhundert klimaneutral zu werden, müssen wir an einigen Stellschrauben drehen. Neben der Energiegewinnung hat auch das Transportwesen einen nicht unerheblichen Anteil an den jährlich entstehenden Emissionen. Aber nicht nur auf der Straße müssen wir umdenken, sondern auch auf dem Wasser. Denn Containerschiffe verschmutzen nach wie vor die Umwelt mehr als eigentlich notwendig.

Mit dem allerersten elektrischen und gleichzeitig autonom betriebenen Containerschiff könnte sich das in der nahen Zukunft ändern. Damit brüstet sich zumindest die norwegische Firma Yara, die 2017 das Transportmittel auf Papier gebracht hat und Ende 2021 damit die erste Tour durch die norwegischen Gewässer absolvieren wird.

Das Schiff fährt vollkommen elektrisch (Bild: Yara International)

In dem Feld ist das Unternehmen nicht neu, es verfolgt bereits seit Jahrzehnten das Ziel einer nachhaltigen und gerechten Welt. Ersteres ließe sich mit der Jungfernfahrt vielleicht schon in einigen Wochen erreichen, die Yara Birkeland soll dann nämlich ohne ein einziges Crewmitglied an Bord in See stechen. Abgefahren wird dabei die Route zwischen den Städten Herøya und Brevik.

Damit auch wirklich alles gut geht, achten Mitarbeiter:innen in drei Kontrollzentren kontinuierlich auf die Eigenschaften des Schiffs. Daneben kommen auch noch Menschen beim Beladen und Entladen des Transportschiffes zum Einsatz, in naher Zukunft könnte aber laut der Firma auch dieser Prozess (teilweise) automatisiert werden.

Sechzig Container haben Platz (Bild: Yara International)

An Bord der Yara Birkeland befindet sich eine Batterie, die eine Kapazität von 7 Megawattstunden aufweist, damit werden dann die einzelnen Komponenten des Schiffs betrieben. Dieses erreicht dabei eine Höchstgeschwindigkeit von 13 Knoten und kann sechzig Standardcontainer transportieren. Der autonome und elektrifizierte Ansatz bringt nicht nur Vorteile für die Umwelt, auch die Kosten sollen langfristig deutlich geringer ausfallen und konkurrenzfähig sein.

Eigene Meinung:

Gerade bei der Umstellung von alten und meist dreckigen Schiffsmotoren müssen wir noch einen großen Schritt gehen. Häufig handeln Reedereien bereits und setzen auf Wasserstoff, diesen aber aus nachhaltigen Quellen zu beschaffen erweist sich inzwischen als Herausforderung. Projekte wie jenes aus Norwegen zeigen aber, dass überall dort eine Lösung lauert, wo ein Wille ist.

Via electrek

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.