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Twitch-Leak: Geheime Quellcodes und Streaming-Einnahmen veröffentlicht

Fabian Peters
Unsplash.com/ Caspar Camile Rubin

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Die Streaming-Plattform Twitch wurde gehackt. Cyberkriminelle haben über 100 Gigabyte Daten erbeutet und veröffentlicht. Der Twitch-Leak beinhaltet neben geheimen Quellcodes auch Rückschlüsse über die Einnahmen zahlreicher Streamer.

Twitch-Leak: Cyberkriminelle veröffentlichen 100 Gigabyte Daten

Cyberkriminelle haben interne Daten der Amazon-Tochter Twitch erbeutet. Neben geheimen Quellcodes beinhaltet das Datenpaket auch die privaten Informationen zahlreicher Nutzer:innen.

Ein anonymer User hat die Daten dem Vernehmen nach auf dem umstrittenen Imageboard 4Chan veröffentlicht. In den sozialen Medien kursiert seitdem eine Liste, aus der die Einnahmen zahlreicher Streamer hervorgehen.

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Übereinstimmenden Medienberichten zufolge beinhaltet der Twitch-Leak Daten im Umfang von über 100 Gigabyte. Doch das könnte erst der Anfang sein. Denn der Begleittext des Daten-Lecks lässt vermuten, dass es zu weiteren Veröffentlichungen kommen könnte.

Via Twitter bestätigte Twitch inzwischen den Vorfall. Die Amazon-Tochter äußerte sich jedoch nicht über die Echtheit und Inhalte der Daten.

Wie viel Geld verdienen Streamer bei Twitch?

Twitch ist die Heimat von Gamern, Musikbegeisterten und Webvideo-Produzenten. Die Hacker:innen bezeichnen die Streaming-Plattform jedoch als „giftige Jauchegrube“.

Der Leak wiederum sei dabei als gezielte Störung zu verstehen. Denn wie zahlreiche andere Plattformen auch, hat Twitch erhebliche Probleme mit Beleidigungen und Hate Speech.

Neben den Quellcodes von Twitch beinhaltet das Datenpaket zudem Informationen über die Einnahmen zahlreicher Streamer. Sie reichen bis ins Jahr 2019 zurück. Einige Twitter-User haben sich die Daten angeschaut und so etwas wie eine Gehaltsliste veröffentlicht.

Twitch-Leak: Über 9 Millionen US-Dollar Verdienst

Spitzenverdiener ist demnach der User CriticalRole, der im Zeitraum zwischen August 2019 und Oktober 2021 über neun Millionen US-Dollar verdient haben soll. Der deutsch-türkische Webvideo-Produzent MontanaBlack kommt im selben Zeitfenster auf einen Verdienst von über zwei Millionen US-Dollar.

Einige Streamer haben die Daten bereits bestätigt.

Twitch plant Konkurrenzangebot zu Steam

Aus den geleakten Dokumenten geht zudem hervor, dass Twitch ein Konkurrenz-Angebot zum Gaming-Anbieter Steam plant.

Demnach arbeite der Streaming-Dienst bereits an einer eigenen Vertriebsplattform für Online-Games. Unter dem Decknamen „Vapour“ befinde sich ein Ordner, der den Quellcode für die neue Videospiele-Plattform beinhalten soll.

Twitch wurde ursprünglich mit der Live-Übertragung von Videospielen bekannt. Seit 2014 gehört die Streaming-Plattform jedoch der Amazon-Gruppe an. Neben Gaming-Streams zählen mittlerweile auch E-Sport-Angebote und Musik-Events zum Repertoire.

Amazon-CEO Jeff Bezos zahlte damals rund 970 Millionen US-Dollar für die Plattform. Die Hacker:innen scherzten indes: „Wir geben es euch kostenlos.“

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).