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Ist der Algorithmus der Google-Bildersuche rassistisch?

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Unsplash.com/ Solen Feyissa
geschrieben von Fabian Peters

Der neue Google-Algorithmus kann mithilfe Künstlicher Intelligenz Texteingaben und Bilder miteinander kombinieren. Doch aufgrund von Rassismus-Vorwürfen hat das Unternehmen ein Update nachgeschoben. Mit Blick auf die Google-Bildersuche verspricht der Konzern fortan mehr kulturelle Vielfalt. 

Bereits im Mai 2021 hat Google eine Künstliche Intelligenz (KI) präsentiert, die mit Bildern und Texteingaben trainiert wurde. Nun gewährte der Konzern erste Einblicke darüber, wie die Technologie die Google-Suche zukünftig verändern soll.

Auf Grundlage der KI-basierten Software Multitask Unified Model (MUM) sollen Nutzer:innen in der Mobile-App Lens ab dem kommenden Jahr mithilfe von Bildern nach etwas suchen können. User könnten dann beispielsweise ein Hemd fotografieren und nach „Socken mit diesem Muster“ suchen.

Doch Kritiker:innen bemängeln bereits seit geraumer Zeit, dass es bei der Google-Bildersuche vermehrt zu rassistischen Verzerrungen gekommen sei. Google wiederum hat nun ein neues Update nachgeliefert, das die Suche verbessern soll.

Google-Bildersuche: Mehr kulturelle Vielfalt nach Rassismus-Vorwürfen?

Still und heimlich sowie ohne vorherige Ankündigung hat Google seinen Such-Algorithmus aktualisiert. Damit hat der Konzern auf bereits seit Jahren anhaltende Rassismus-Vorwürfe reagiert. Mit Blick auf die Google-Bildersuche verspricht das Unternehmen fortan mehr kulturelle Vielfalt.

Google bemüht sich zwar seit geraumer Zeit darum, mit den Vorwürfen eines rassistischen Such-Algorithmus aufzuräumen. Allerdings gibt es immer wieder neue Fälle, die genau das berichten. Im Jahr 2015 musste sich Google beispielsweise dafür entschuldigen, dass sein Algorithmus Afroamerikaner fälschlicherweise als Gorillas ausmachte.

Im vergangenen Jahr berichtete der Datenjournalist Nicolas Kayser-Bril zudem, dass die Google-Suche ein Fieberthermometer in einer weißen Hand als „elektronisches Gerät“ erkannt hat, während es in der Hand eines Afroamerikaners als Waffe klassifiziert wurde.

Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg betonte eine Google-Sprecherin nun, dass die Google-Bildersuche künftig eine größere kulturelle Vielfalt abdecken würde. Die Bemühungen des Unternehmens befänden sich allerdings noch in der Anfangsphase.

Google-Suchergebnisse in einer endlos scrollbaren Liste 

Bereits Mitte Oktober 2021 hat Google angekündigt, Suchergebnisse künftig nicht mehr auf mehreren Seiten anzeigen zu wollen. Stattdessen sollen User durch eine quasi endlose Liste scrollen können. Die Nummerierungen und der Weiter-Button am Ende einer Seite würde damit fortan Geschichte sein.

Die Neuerung betrifft in der ersten Phase lediglich mobile Endgeräte und soll zunächst nur in den USA verfügbar sein. Doch auch hierzulande soll die Funktion mittelfristig etabliert werden. Vom sogenannten Continuous Scrolling verspricht sich Google, dass Nutzer:innen künftig auf deutlich mehr Informationen zugreifen.

Einen Starttermin für Deutschland nannte das Unternehmen derweil nicht.

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Über den Autor

Fabian Peters

Schreibt seit Januar 2021 für BASIC thinking. Studierte Germanistik & Politikwissenschaft and der Universität Kassel (Bachelor), Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master). Hat bereits für die Frankfurter Rundschau sowie die Magazine Pressesprecher und Politik&Kommunikation geschrieben.

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