Android, Smartphone, Google-Abonnements

Google reduziert Abo-Abgabe für App-Entwickler auf 15 Prozent

Fabian Peters
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Google reduziert die Gebühren für App-Anbieter im Google Play Store. Ein Unternehmenssprecher bestätigte, dass die Abgabe für Google-Abonnements ab dem 1. Januar 2022 von 30 auf 15 Prozent sinken soll. Zuvor hagelte es bereits reichlich Kritik – auch aus der Politik. 

Die Gebühren für App-Anbieter mit einem Google-Abonnement im Play Store sollen zum Jahreswechsel deutlich sinken. Das Unternehmen reagiert damit auf die Kritik von Entwickler:innen und Politiker:innen, die sich über zu hohe Abgaben beschwert haben.

App-Anbieter mussten bisher 30 Prozent von ihren Abonnement-Einnahmen an Google abtreten. Nach einem Jahr sank die Gebühr zwar auf 15 Prozent. Für viele Entwickler:innen war die Abgabe jedoch vor allem im ersten Jahr zu hoch. Ab dem 1. Januar 2022 sollen die Gebühren künftig von Beginn an bei 15 Prozent liegen.

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Google-Abonnements: Politik und Entwickler kritisieren zu hohe Abgaben

Google deckt mit seinem Android-Betriebssystem für Smartphones einen Marktanteil von rund 80 Prozent ab. Die übrigen 20 Prozent des Marktes hält de facto Apple mit seinem iPhone.

Bereits seit einigen Jahren kritisieren sowohl App-Entwickler, Politiker:innen als auch Wettbewerbshüter die Monopolstellung der beiden Unternehmen. Wie Google verlangt Apple dabei eine Abgabe in Höhe von 30 Prozent im ersten und 15 Prozent ab dem zweiten Jahr.

Zahlreiche Entwickler:innen haben bisher jedoch kaum von den reduzierten Gebühren profitiert, da viele User ihr Abonnement bereits nach einem Jahr kündigen. Zumindest Google hat nun auf die Kritik reagiert und führt ab dem kommenden Jahr eine einheitliche Abgabe von 15 Prozent ein.

Für einige Medienanbieter sinkt die Abgabe auf zehn Prozent

Google kündigte zudem an, dass die Abgabe für einige Medienanbieter sogar auf zehn Prozent fallen könne. Voraussetzung ist, dass die entsprechenden Anwendungen Teil der sogenannten Play Media Experience sind.

Das Programm ist App-Anbietern vorbehalten, die unter anderem 100.000 Downloads pro Monat vorweisen können und einige weitere Bedingungen erfüllen. Google hat ein Online-Formular bereitgestellt, mit dem sich App-Entwickler für das Programm bewerben können.

Spotify und Netflix verkaufen Abonnements über ihre eigene Webseite

Um Abgaben zu vermeiden, bieten Streaming-Anbieter wie Spotify und Netflix gar kein Abonnement in den Stores von Apple und Google an. Zwar bieten beide Streaming-Dienste ihre Apps im Google Play Store und Apple App Store an. Um ein Abonnement abzuschließen, müssen User aber den Weg über die jeweilige Webseite gehen.

Spotify kritisierte derweil, dass Apple grundsätzlich einen Vorteil habe, da das Unternehmen für seinen eigenen Streaming-Dienst im Gegensatz zur Konkurrenz keine Abgabe zahlen müsse. Selbst wenn der iPhone-Konzern Gebühren für Apple Music entrichten müsste, würden diese in die eigene Tasche fließen.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).