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Facebooks Umbenennung zu Meta erntet vielerorts Kritik

geschrieben von Felix Baumann

Es ist keine Woche her, da entschied der Mutterkonzern von Facebook, Instagram, Oculus und WhatsApp sich in Meta umzubenennen. Der von (ehemals) Facebook vorgeschobene Grund war die Fokussierung auf eine digitale Welt namens Metaverse, in der Realität und digitales Leben miteinander verschmelzen sollen. Für Kritiker handelte es sich aber um einen Versuch, um die eigene Weste reinzuwaschen.

Die Reaktion fiel je nach Personenkreis unterschiedlich aus, besonders in den Vereinigten Staaten machten Politiker:innen ihren Unmut durch Beiträge im sozialen Netzwerk Twitter Luft. So spielte die Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez auf den Begriff Metastasen an und nannte den Konzern ein Krebsgeschwür für die Demokratie.

Die Demokratin ist schon länger eine Kritikerin des Zuckerberg-Imperiums. Trotzdem steht sie mit ihrer Aussage nicht allein da. Die Senatorin Marsha Blackburn erinnerte Zuckerberg daran, dass eine Namensänderung nichts an den Taten ändere, die der Konzern begangen hat, Senatorin Elizabeth Warren sprach davon, dass der Fakt, dass der Konzern ein Monopol ist, damit nicht aus der Welt geschafft sei.

Bringt ein neuer Name ein neues Image (Bild: Brett Jordan)

Dass die Kritik so stark ausfällt, ist nicht verwunderlich. Einerseits wird schon lange in den Vereinigten Staaten diskutiert, dass Meta möglicherweise zerschlagen werden sollte, um mehr Konkurrenz zuzulassen und so Innovationen zu fördern. Vielfach hat der Konzern in den letzten Jahren seine Macht ausgenutzt, um einen großen Anteil der Profite auf sich zu vereinen.

Andererseits wären da die von Frances Haugen veröffentlichten Papiere, die den Konzern in kein gutes Licht rücken. Aus der massiven Veröffentlichung werden immer mehr Details zutage gefördert, Meta macht aber das, was Facebook bereits davor getan hat: schweigen und möglichst wenig Transparenz zulassen.

Daher muss Meta nun erst einmal zeigen, ob es sich um ein zukunftsträchtiges Unternehmen handelt oder aber ob es einfach der Wolf im Schafspelz ist. Vergangene Skandale lehren uns dabei, dass eher die zweite Option wahrscheinlicher ist, vielleicht bekommt aber Meta eines Tages die Rechnung für das eigene Verhalten.

Via The Verge

2021-11-02: Ein kleiner Fehler wurde korrigiert, die Politikerin Ocasio-Cortez ist Demokratin, nicht Republikanerin.

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Über den Autor

Felix Baumann

Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei Basic Thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in Basic Thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.