Technologie von Huawei wird im chinesischen Überwachungsstaat genutzt

Felix Baumann

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Wenn wir mit einem offenen Blick nach China schauen, dann gibt es so einige positive und negative Aspekte über die Volksrepublik zu erwähnen. Einerseits hat der Aufstieg Chinas uns viele Dinge gebracht, die meisten Produkte, die wir im letzten Jahrzehnt erworben haben, werden wohl aus dem Land kommen, trotzdem hat dieses andererseits so einige Schattenseiten.

Häufig hören wir von einer Bevölkerung, die gnadenlos überwacht wird und auch von den stark unterdrückten Uiguren, die in Lagern zusammengepfercht und umerzogen werden sollen. Damit das möglichst effizient klappt,  macht auch der Technologiesektor nicht vor solchen Einsatzgebieten Halt. Das beweist nun ein versehentlich veröffentlichtes Dokument von Huawei.

Die amerikanische Zeitung The Washington Post ist an eine sensible PowerPoint-Präsentation gelangt, die im Grunde damit wirbt, dass Huawei der perfekte Ausrüster für die Basis des intelligenten Gefängnisses ist. Zwar ist die Präsentation inzwischen nicht mehr vom Server des Unternehmens abrufbar, trotzdem gibt diese interessante Einblicke in das Geschäftsgebaren von Huawei. Metadaten ermöglichen es, das Dokument in die Zeit 2014 bis 2020 einzuordnen.

Huawei bewirbt aktiv die eigene Überwachungstechnologie

Konkret referenziert der Hersteller in den Unterlagen auf Technologie, die in Gefängnissen der Region Xinjiang eingesetzt wird. Gerade hier leben besonders viele der unterdrückten Uiguren, Huawei erwähnt die Bevölkerungsgruppe aber nicht explizit in den Unterlagen. Es werden unter anderem Systeme zur Gesichtserkennung diskutiert, aber auch andere Methoden kommen zur Sprache.

Weitere Beispiele sind die Erkennung einer Person anhand deren Stimme, ein System zum Tracken des Standortes einer Person (basierend auf Überwachungskameras) und die Überwachung von Angestellten in Firmen.

Dass ein Unternehmen wie Huawei in die mögliche Unterstützung des chinesischen Überwachungsapparates eingebunden ist, dürfte kaum überraschend sein, daher finde ich den medialen Aufschrei über die Dokumente etwas übertrieben. Trotzdem zeigen die Inhalte abermals, wie stark der Technologiekonzern und die Regierung miteinander verbunden sind und dass der moralische Kompass doch in eine (meiner Meinung nach) falsche Richtung zeigt.

Via The Verge

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.