Technologie

Kann man das iPhone 13 als Supercomputer bezeichnen?

iPhone 13 Pro, Kamera
Apple
geschrieben von Marinela Potor

Apples iPhone 13 ist zweifelsohne eines der besten Smartphones, die es derzeit gibt. Doch kann man es auch als Supercomputer bezeichnen? Auf diese Frage gibt es zwei Antworten: Ja und nein.

Angesichts der Performance moderner Smartphones und insbesondere des neuesten iPhones mag man durchaus versucht sein, Apples iPhone 13 als eines der besten Handys aller Zeiten zu bezeichnen. Doch kann es auch als Supercomputer eingestuft werden?

Darauf gibt es zwei Antworten. Die erste: Ganz klar nein! Die zweite: Vor vielen Jahren, ja! Das mag etwas widersprüchlich klingen, wird aber deutlicher, wenn man sich klarmacht, was ein Supercomputer ist.


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Was ist ein Supercomputer?

Supercomputer ist keine bestimmte Art von Computer. Vielmehr handelt es sich dabei um die jeweils schnellsten Hochleistungsrechner ihrer Zeit. Gemessen wird dies vor allem an der Anzahl der FLOPS (Floating Point Operations Per Second).

Übersetzt steht FLOPS für „Gleitkommaoperation pro Sekunde“ und bezieht sich auf die Anzahl der Rechenaufgaben (Additionen oder Multiplikationen), die ein Computer pro Sekunde ausführen kann.

Entsprechend hat sich natürlich über die Jahrzehnte verändert, was als Supercomputer gilt. Cray-1, der erste offizielle Supercomputer aus dem Jahr 1976, schaffte 130 Mega-FLOPS, also 130 Millionen FLOPS.

Apple-Chips kommen auf 5,2 Milliarden FLOPS

Damit können Apples Geräte (und sämtliche anderen heute gängigen Smartphones, Laptops und Tablets) locker mithalten.

Zum Vergleich: Die neuesten Apple-Chips, M1 Pro und M1 Max, liegen bei 5,2 Milliarden FLOPS im Output. Genau aus diesem Grund haben einige Medien Apples Geräte mit M1-Chip als „Supercomputer“ bezeichnet.

Denn auf den ersten Blick wirkt das sehr schnell. Und noch vor 20 Jahren wäre das iPhone 13 damit wahrscheinlich ein Supercomputer gewesen.

Ist das iPhone 13 ein Supercomputer?

Doch wenn man sich im Vergleich dazu Fugaku anschaut, den aktuell schnellsten Supercomputer der Welt, wird schnell klar, warum kein Apple-Gerät als Supercomputer bezeichnet werden kann – auch nicht das iPhone 13 und sicherlich auch nicht das kommende iPhone 14!

Fugaku operiert nämlich mit einer Geschwindigkeit von 442 Peta-FLOPS. Das sind 442 Billiarden FLOPS. Im Vergleich dazu ist das iPhone 13 also eine langsame Schnecke. Theoretisch könnte man aber tausende iPhones miteinander koppeln, um eine vergleichbare Geschwindigkeit zu erreichen.

Kann das iPhone 13 einen Laptop ersetzen?

Wenn es darum geht, ob das neue iPhone einen Laptop ersetzen kann, fällt die Antwort wiederum schon anders aus. Denn ein iPhone 13 kann durchaus einen Laptop ersetzen – je nachdem, wofür du das Gerät nutzt.

Wenn es um die Performance, Bildauflösung, das Nutzen von Apps, die Internet-Nutzung oder Speicherkapazitäten geht, kann das iPhone sogar viele Laptops übertreffen.

Wenn du jedoch Texte verfassen musst oder aufwändige Design-Arbeit leistest, wirst du vermutlich ein Gerät mit Tastatur beziehungsweise mit größerem Bildschirm bevorzugen.

Doch iPhones lassen sich durchaus mit einer externen Tastatur und Bildschirmen verbinden, sodass du theoretisch mit dem Handy als eigentlichen Computer arbeiten könntest und nur Hardware anschließen müsstest.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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