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iPhone 13: Das neue iPhone ist das beste iPhone aller Zeiten

iPhone 13, Apple
Apple
geschrieben von Marinela Potor

In seiner heutigen Apple Keynote hat der Tech-Konzern seine neue Hardware vorgestellt. Darunter: das neue iPhone 13 und die neue Apple Watch. Wir fassen alles zusammen, was du zum iEvent wissen musst. 

Unter dem Titel „California Streaming“ präsentierte der US-Konzern Apple heute in einem Livestream-Event seine neusten iPhones, AirPods und Apple Watches. Obwohl alle Geräte neue Technologien mitbringen, stand bei der Apple Keynote vor allem das iPhone 13 im Fokus.

Wir fassen zusammen, was du von Apples neuen Geräten erwarten kannst.

iPhone 13: Bestes Gerät aller Zeiten

Wie viele erwartet hatten, hat sich bei den insgesamt vier Modellen der iPhone-13-Serie im Design, abgesehen von einem neuen Super Retina XDR Bildschirm, nicht viel verändert. Dennoch warten die Geräte vor allem bei den Kameras und in Sachen Speicherplatz mit einigen technischen Neuerungen auf.

Grund dafür ist der neueste Apple-Chip, A15 Bionic.

iPhone 13 und iPhone 13 Mini: Die Performance

In den kleineren Modellen bietet dieser:

  • 6 Core CPU
  • 4 Core GPU
  • 2 High-Performance-Cores

Das macht die beiden Geräte doppelt so schnell wie die aktuell schnellsten Smartphones der Welt. Auch in Sachen künstliche Intelligenz hat Apple beim Chip aufgestockt. A 15 ist mit einer 16 Core Neural Engine ausgestattet, und kann bis zu 15,8 Billionen Operationen pro Sekunde ausführen!

Nutzer:innen können auch eine verbesserte AR-Erfahrung (Augmented Reality) erwarten. Ein Beispiel: Wer die Kameras auf ein Bild hält, beispielsweise ein Reiseangebot, kann im nächsten Schritt direkt auf dem Gerät ein Ticket kaufen. Angeblich können die neuen iPhones auch Pflanzen erkennen und mit Namen identifizieren.

Tatsächlich stecken in den Kameras die meisten Neuerungen.

iPhone 13 und iPhone 13 Mini: Die Kameras

So haben das iPhone 13 und das iPhone 13 Mini beide ein duales Kamerasystem (hinten), bei dem die Kameras diagonal versetzt sind. Die verbesserten Sensoren können damit 75 Prozent mehr Licht aufnehmen, sagt Apple. Damit können selbst Fotos in kaum belichteten Räumen erstaunlich hell aufgenommen werden.

Besonders spannend ist der neue Cinematic Mode, der das Schärfeziehen möglich macht. Das kennt man aus Filmen, wenn der Fokus und damit die Schärfe vom Vordergrund zum Hintergrund rückt oder andersherum. Dieses Feature ist für ein Smartphone mehr als beachtlich.

Das iPhone 13 und 13 Mini bieten beide 5G-Netzwerke in 60 Ländern und Regionen. Das sind doppelt so viele wie bisher. Auch hält der Akku durch verbesserte Effizienz der Prozessoren länger

Das Apple-Team betont es immer wieder, es stimmt aber auch: Damit ist das neue iPhone 13 anderen Smartphone-Modellen um Meilen voraus.

Die beiden Geräte erhalten auch einen Speicherplatz-Boost, angefangen von 128 Gigabyte (GB) bis hin zu einem Upgrade von 512 GB. Preislich liegt das iPhone 13 bei 799 US-Dollar und das Mini bei 699 US-Dollar. Vorbestellungen sind ab dem 17. September möglich, Lieferungen sollen ab dem 24. September starten.

iPhone 13 Pro und iPhone Pro Max

Wie auch schon beim iPhone 12 gibt es auch beim iPhone 13 wieder eine Pro-Serie. Diese bietet mit fünf Core GPU nicht nur eine bessere Grafikleistung, sondern sogar noch beeindruckendere Kameraleistungen.

So finden sich hinten am Gerät drei Kameras, mit der Nutzer:innen nun sogar Makrofotos in hoher Qualität aufnehmen können. Ein Feature namens „Photographic Styles“ ermöglicht es zudem, Filter vor der Aufnahme einzustellen und so, laut Apple, hochwertigere Fotos zu machen, als es jemals mit Nachbearbeitung möglich wäre.

Bei Videoaufnahmen gibt es zudem die Möglichkeit, gewisse Filmeffekte, wie etwa die Schärfe, nachträglich zu bearbeiten.

Es wäre also keine Überraschung, wenn künftig mehr Filme komplett mit einem iPhone gedreht werden würden.

Neben einem größeren Akku (mit längerem Durchhaltevermögen) gibt es auch in der Pro-Serie eine Aufstockung beim Speicher. Apple bietet erstmals einen Terabyte-Speicher.

Preislich liegen die Geräte mit 999 US-Dollar und 1099 US-Dollar im gleichen Bereich wie das iPhone 12. Auch hier sind Vorbestellungen ab dem 17. September möglich.

Apple Watch Series 7

Neben dem iPhone 13 war die neue Apple Watch sicherlich das zweite Apple-Gerät, auf das die meisten mit Spannung gewartet hatten. Hier gab es mit einem flacheren Design und einem größeren Bildschirm einen neuen Anstrich für die Geräte. Apple beschreibt die neue Form als „weicher“ und „runder“. Zudem ist die Lichtreflexion angeblich besser.

Das Gerät ist zudem auch haltbarer als die Vorgänger, verspricht Apple und kann nicht nur Wasser abweisen, sondern auch Staub.

In der Technologie scheint Apple vor allem die Fahrrad-Daten verbessert zu haben. Unter anderem kann die Apple Watch Series 7 nun auch Stürze automatisch wahrnehmen und E-Bike-Fahrten präziser tracken.

In Sachen Accessoires gibt es viele neue Armband-Farben und unter anderem auch eine Kooperation mit der Luxusmodemarke Hermès, die ein exklusives Armband für die neue Apple Watch entworfen hat.

Die Apple Watch Series 7 gibt es ab 399 US-Dollar, allerdings erst später im Herbst. Hier gab es wohl aufgrund von Qualitätsproblemen Verzögerungen bei der Produktion.

Apple TV+ und iPad

Auch bei Apple TV+ und den iPads gibt es Neuigkeiten. Bei Apple TV+ kommen in diesem Herbst neue Shows heraus. Tim Cook ließ es sich dabei nicht nehmen, die mehrfachen Award-Nominierungen der Apple-Shows zu erwähnen.

Die neuen iPads wiederum kommen mit einem neuen A 13 Bionic Chip einher, was die Performance laut Apple um 20 Prozent schneller als die Vorgeneration und sogar zweimal so schnell wie das schnellste Chromebook macht.

Auch bei den iPads hat Apple sich auf die Kameras konzentriert. Ein Grund dafür könnte auch Corona sein. Denn durch Online-Schulen und Home Office verbringen wir mehr Zeit am Bildschirm als je zuvor. Für Apple bietet sich damit auch mit Bildungseinrichtungen und Unternehmen ein lukrativer neuer Markt.

Beim regulären iPad sowie beim iPad Mini sind die Bildschirme und das Sichtfeld größer und damit angeblich die Nutzererfahrung realistischer. Beim neuen iPad gibt es zum Beispiel ein neues Feature, Center Stage. Dieses arbeitet mit künstlicher Intelligenz, um die Bewegungen am Bildschirm zu deuten und vorherzusagen und entsprechend die Kamerawinkel anzupassen.

Das könnte für viel realistischere Video-Interaktionen sorgen. Beide iPads können ab sofort vorbestellt werden und stehen ab kommender Woche zur Verfügung. Das iPad liegt preislich bei 329 US-Dollar. Das iPad Mini gibt es ab 499 US-Dollar.

Recycelte Materialien

Das Apple-Team bemühte sich sichtlich darum, auch beim Klimaschutz fortschrittlich zu sein. Soweit es ein Hardware-Hersteller eben nur sein kann, wenn er seinen Kund:innen jedes Jahr neue Geräte verkaufen will.

Aber immerhin: In allen Geräten sind recycelte Materialien verarbeitet, unter anderem recyceltes Plastik, Aluminium und seltene Erden. Damit kommt Apple seinem Versprechen vom klimaneutralen iPhone jedenfalls näher.

Was fehlte?

Logischerweise erwähnte Tim Cook mit keinem Wort zum Gerichtsverfahren für die In-App-Bezahlmethoden. Das Unternehmen hofft wahrscheinlich, dass die neuen Geräte etwas davon ablenken und auch die Aktienkurse weiter hochtreiben.

Auch gab es keine neuen AirPods. Viele hatten zur Apple Keynote die AirPods 3 erwartet. Möglicherweise gibt es diese bei der nächsten Keynote. Diese könnte schon im Oktober stattfinden.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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