Technologie Wirtschaft

WeTransfer will an die Börse und plant mit Aktien im Wert von 160 Millionen Euro

WeTransfer, Börse, Aktien
WeTransfer
geschrieben von Beatrice Bode

Die File-Sharing-Plattform WeTransfer hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass das Unternehmen den Börsengang anstrebt. Eigentümer WeRock NV will die Aktien an der Amsterdamer Euronext-Börse notieren. Dabei geht es um ein Gesamtvolumen von rund 160 Millionen Euro. 

WeTransfer plant den Verkauf neuer Aktien im Wert von rund 160 Millionen Euro. Laut der Nachrichtenagentur Reuters sollen in einem doppelten Börsengang außerdem die Aktien der bisherigen Investoren veräußert werden.

WeTransfer wird von dem niederländischen Unternehmen WeRock NV geführt. Mithilfe des File Sharing Services können Nutzer:innen große Datenmengen per Internet versenden.


Neue Stellenangebote

Performance Marketing Manager (m/w/d) Social Media in Voll- oder Teilzeit
Social DNA in Frankfurt am Main
Praktikant (m/w/divers) im Bereich Social Media
Nestlé Deutschland AG in Frankfurt am Main
Werkstudent Marketing / Social Media (m/w/d)
Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft in Frankfurt am Main

Alle Stellenanzeigen


Etwa 87 Millionen User nutzen die Plattform monatlich. Laut CEO Gordon Willoughby erwartet WeRock NV einen Umsatz von über 100 Millionen Euro für das Jahr 2021. Das Unternehmen rechnet mit einem jährlichen Umsatzwachstum von 20 Prozent.

Doppelter Börsengang bei WeTransfer

Neben dem Verkauf von neuen Aktien planen die derzeitigen Investoren Highland Europe Technology und HPE Institutional Fund ihre bereits bestehende Aktien zu veräußern. In welchem Umfang dies geschehen soll, ist allerdings noch nicht bekannt.

Die Investmentunternehmen Morgan Stanley und Bofa Securities sollen den Börsengang koordinieren. ABN Amor und die Barclays Bank sollen als Bookrunner fungieren.

Die Zukunft ist vielversprechend

Medienberichten zufolge wird der Markt im File Sharing Bereich bis zum Jahr 2030 ein immenses Wachstum erleben.

Studien des Datenanalyse-Unternehmens HTF MI haben ergeben, dass WeTransfer neben Konkurrenten wie Dropbox, Open Drive und SecureDocs zu den größten Mitbewerbern auf dem Markt gehört.

WeTransfer: Mehr als nur eine File Sharing Plattform

WeTransfer wurde 2009 in Amsterdam von Rinne Visier, Bas Beerens und Ronald Hans gegründet. Zu Beginn bot die Plattform ausschließlich die Möglichkeit, größere Daten per Internet zu versenden.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich der Service weiter und nahm neue Produkte in sein Angebot mit auf. Unter anderem können Nutzer:innen mithilfe  von Kreativ-Apps beispielsweise Entwürfe zeichnen oder Präsentationen erstellen.

Plattformen wie „Collect“ geben Usern die Möglichkeit, Daten jeglicher Art zu speichern und für ihre Zwecke in „Moodboards“ zu organisieren.

WeTransfer ist weltweit bekannt

WeTransfer wird von etwa 87 Millionen Usern in 190 Ländern genutzt. Das Unternehmen beschäftigt über 300 Angestellte und ist seit Juni 2020 als B Corporation-Unternehmen ausgezeichnet. Für das Jahr 2020 gab das Unternehmen einen Umsatz von 65 Millionen Euro bekannt.

Mit dem Erlös des Börsengangs will WeRock NV in verschiedene Bereiche, beispielsweise das Marketing, seine Mitarbeiter:innen sowie die Service-und Softwareentwicklung investieren. Der Börsengang soll deshalb noch in diesem Jahr erfolgen. We Rock NV will sich unmittelbar vor der Zulassung zudem in The Creative Productivity Group umbenennen.

Auch interessant:

mittwald

Werbung


Über den Autor

Beatrice Bode

Beatrice ist freie Autorin und Videografin. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Nach einem Zwischenstopp als Content Creator und Reporterin bei Antenne Thüringen landete sie vor einigen Jahren als Cutterin bei der 99pro media GmbH. Vor sechs Monaten hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und ist in die Dominikanische Republik gezogen, um dort als Taucherin die Rettung der Korallenriffe zu unterstützen. Von dort aus schreibt sie nun als freie Autorin für BASIC Thinking.

Kommentieren