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„Rechnet mit dem Schlimmsten“: Webseiten der ukrainischen Regierung gehackt

Fabian Peters
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Hacker haben mehrerer Webseiten der ukrainischen Regierung lahmgelegt. Unter anderem sind die Webpräsenzen einiger Ministerien betroffen. Wer hinter der Cyberattacke steckt, ist derzeit noch unklar. Allerdings hinterließen die Angreifer eine Drohung auf der Webseite des ukrainischen Außenministeriums. 

In der Nacht zu Freitag, den 14. Januar 2022, haben Hacker:innen die Webseiten mehrerer ukrainischer Ministerien und Behörden lahmgelegt. Die ukrainische Botschaft in Berlin bestätigte den Vorfall derweil via Facebook:

Bitte beachten Sie, dass infolge eines Hackerangriffs auf der Website des Außenministeriums und einer Reihe anderer staatlicher Organe der Ukraine die offizielle Website der ukrainischen Botschaft vorübergehend nicht funktioniert. Spezialisten arbeiten an der Wiederherstellung des IT-Systems.

Ukraine: Drohung auf der Webseite des ukrainischen Außenministeriums

Neben der ukrainischen Botschaft sind unter anderem auch die Webseiten des Bildungs- und Forschungsministeriums in Kiew, des Außenministeriums, des Rettungsdienstes und die Regierungs-Homepage betroffen.

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Laut Energieministerium habe bereits eine Spezialeinheit die Ermittlungen aufgenommen. Auf der Webseite des ukrainischen Außenministeriums tauchte derweil zwischenzeitlich ein Drohbrief auf. In ukrainischer, russischer und polnischer Sprache hieß es dort: „Habt Angst und rechnet mit dem Schlimmsten.“

Die Hacker:innen ließen außerdem verlauten, dass sie zahlreiche Daten aufseiten der ukrainischen Regierung zerstört hätten und drohten damit sensible Informationen zu veröffentlichen.

EU verurteilt Cyberangriff aufs Schärfste

Wer hinter dem Cyberangriff auf die ukrainische Regierung steckt, ist derzeit noch unklar. Der EU-Außenbeauftragte Joseph Borrell verurteilte den Angriff jedoch aufs Schärfste.

Die Europäische Union werde alle Mittel mobilisieren, um die ukrainische Regierung zu unterstützen, so Borrell beim Außenministertreffen am Freitag im französischen Brest. Außerdem sei eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitskomitees der EU einberufen worden.

Ob die russische Regierung hinter dem Angriff steckt, sei laut Borrell noch unklar. Zwar habe man bisher noch keine Beweise, allerdings sei ein russischer Ursprung denkbar.

Wer steckt hinter dem Cyberangriff auf die ukrainische Regierung?

Zwischen Russland und der Ukraine herrscht seit Wochen eine angespannte Stimmung. Aufgrund eines umfangreichen russischen Truppenaufmarsches an der ukrainischen Grenze befürchtet die EU eine russische Invasion.

Ob und inwieweit ein Zusammenhang mit dem Cyberangriff besteht, ist bisher allerdings reine Spekulation. Bei dem Angriff scheint es sich jedoch dem Vernehmen nach „nur“ um eine DDoS-Attacke zu handeln.

Das bedeutet zwar, dass die Hacker:innen die betroffenen Webseiten oberflächlich lahmlegen und übernehmen konnten. Allerdings müsse damit nicht automatisch ein tieferes Eindringen in das System verbunden sein.

Dazu passt auch eine Erklärung der ukrainischen Regierung, nach der keine Daten abhanden gekommen oder zerstört worden seien.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).