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Nike verklagt StockX wegen unautorisierten Turnschuh-NFTs

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Pixabay.com / Justcreativestock
geschrieben von Maria Gramsch

Der Online-Händler StockX hat unautorisierte Turnschuh-NFTs von Nike verkauft. Das will sich der Sportartikelhersteller nicht gefallen lassen und reicht Klage ein. Denn auch Nike selbst will in das Geschäft mit den NFTs einsteigen.

NFTs nehmen immer mehr an Fahrt auf. Allein zwischen 2018 und 2020 hat sich die Marktkapitalisierung der Non-Fungible-Tokens fast verzehnfacht.

Wurden 2018 noch NFTs im Wert von knapp 40,1 Millionen US-Dollar gehandelt, waren es 2020 bereits 338 Millionen US-Dollar – Tendenz steigend.

Vermehrt steigen auch immer mehr große Marken in das Geschäft mit den Non-Fungible-Tokens ein. Doch auch hier sind Markenhersteller wie Nike nicht vor Fälschungen gefeit.

Nike klagt gegen unautorisierte Turnschuh-NFTs

Vor einem New Yorker Bundesgericht hat der Sportartikelhersteller Nike am Donnerstag Klage gegen den Online-Händler StockX eingereicht, wie Reuters berichtet. Grund sind nicht autorisierte Turnschuh-NFTs, die Nike-Modelle zeigen.

Der Sportartikler bezieht sich in seiner Klage auf seine Markenrechte. Die unautorisierten Turnschuh-NFTs würden die Marke verletzen und könnten die Kund:innen verwirren. Laut der Klage soll StockX 500 Nike-NFTs verkauft haben.

Diese nicht genehmigten Produkte sind geeignet, die Verbraucher zu verwirren, eine falsche Assoziation zwischen diesen Produkten und Nike herzustellen und die berühmten Marken von Nike zu verwässern.

Nun fordert Nike laut Reuters einen „nicht näher bezifferten Schadenersatz“ sowie ein Verkaufsverbot der Non-Fungible-Tokens durch den Online-Händler.

Das Problem mit den unautorisierte Turnschuh-NFTs

Nike bezieht sich in seiner Klage auf Beschwerden von Kund:innen. Demnach seien die „überhöhten Preise und undurchsichtigen Kauf- und Eigentumsbedingungen“ der NFTs bemängelt worden. Auch hätten Käufer:innen Zweifel an der Rechtmäßigkeit der StockX-NFTs.

Laut Nike verkauft StockX bereits seit dem letzten Monat unautorisierten Turnschuh-NFTs. Der Online-Händler soll seinen Kund:innen versprochen haben, dass diese ihre NFTs „in naher Zukunft“ gegen echte Schuhe eintauschen könnten.

Interessant wird der Rechtsstreit vor allem, wenn man sich die Pläne von Nike genauer anschaut. Denn noch in diesem Monat will der Sportartikelhersteller selbst „eine Reihe virtueller Produkte“ herausbringen.

Der NFT-Verkauf bei SkockX

Der Online-Händler StockX hatte im Januar angekündigt in das Geschäft um NFTs einsteigen zu wollen.

Dabei zielt der Online-Händler besonders auf Sneaker-Fans ab, die Turnschuhe als Vermögenswerte sammeln. StockX will es mit den NFTs erleichtern, mit den Schuhen zu handeln, da so das Hin- und Herschicken der echten Sneaker entfällt.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ beim Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz.

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