Technologie Wirtschaft

Walmart will ins Metaverse: US-Konzern plant eigene Kryptowährung und NFTs

Walmart Logo
Walmart
geschrieben von Beatrice Bode

Der amerikanische Großkonzern Walmart scheint ins Metaverse einsteigen zu wollen. Dafür will die Einzelhandelskette eine eigene Kryptowährung sowie eine NFT-Kollektion kreieren.

Am 30. Dezember 2021 hat der Einzelhandelskonzern Walmart mehrere neue Markenanmeldungen beim US-amerikanischen Patent- und Markenamt eingereicht. Das berichtet der amerikanische Fernsehsender CNBC.

Anhand der Anmeldungen lässt sich ableiten, dass der Konzern plant, virtuelle Waren anzubieten. Dazu gehören unter anderem Elektronik-Gegenstände, Deko-Produkte, Spielzeug, Sportwaren und Beauty-Produkte.


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Medienberichten zufolge will Walmart für seine Kund:innen einen Online-Store im Metaverse entwerfen, in dem sie sich die Waren ansehen und anschließend bestellen können. Außerdem will der Händler eine eigene Kryptowährung sowie NFTs anbieten.

Nicht erste Krypto-Annäherung von Walmart

Dass sich Walmart schon länger mit der möglichen Bezahlung durch Kryptowährung auseinandersetzt, zeigt auch eine Stellenausschreibung aus dem vergangenen August. Damals suchte der Großkonzern nach einer oder einem „Cryptocurrency Product Specialist“.

Ende Oktober vergangenen Jahres stellte Walmart zudem 200 Bitcoin-Automaten auf. Insgesamt 8.000 weitere sollen in den kommenden Monaten noch dazu kommen.

Walmart testet neue Dienstleistungsmöglichkeiten

In einer Stellungnahme gegenüber der CBNC, sagte der Konzern: „Walmart untersucht stetig, wie neue Technologien zukünftige Einkaufserlebnisse prägen können.“ Ob und wann die neuen Online-Dienste tatsächlich bald für Kund:innen nutzbar sein werden, ließ die Einzelhandelskette allerdings noch offen.

Doch der Innovationsdrang des Konzerns hört nicht bei virtueller Ware auf. Aus den Dokumenten beim US-Amerikanischen Patentamt geht ebenfalls hervor, dass Walmart plant, virtuelle Fitnesstraining-Services anzubieten sowie Kurse im Bereich Gesundheit und Ernährung.

Diese zusätzlichen Dienstleistungen könnten demnach in der Virtual Reality (VR) oder auch der Augmented Reality (AR) stattfinden. Zu diesem Zweck hat Walmart sowohl für VR und AR verschiedene Logos und Markennamen angemeldet.

Auch andere Marken wagen den Schritt ins Metaverse

Walmart ist nicht das erste Unternehmen, dass sich in diesem Bereich aufstellt. Die Sportmarke Nike beispielsweise meldete Anfang November 2021 mehrere Marken an, die zeigen, dass das Unternehmen über virtuelle Waren nachdenkt. Später verriet das Unternehmen außerdem, dass es eine Online-Welt namens „Nikeland“ kreieren möchte. Und das ist erst der Anfang.

Der amerikanische Modehändler Gap hat ebenfalls begonnen NFT-Sweatshirts zu verkaufen. Auch Urban Outfitters, Ralph Lauren und Abercrombie & Fitch lassen durch verschiedene Markenanmeldungen durchblicken, dass auch sie über virtuelle Stores nachdenken.

Und während diese Unternehmen noch am Anfang ihrer virtuellen (Metaverse-)Bemühungen stehen, können Marken wie Adidas und Under Armour bereits auf Riesengewinne durch den Verkauf ihrer NFTs blicken.

Niemand will der letzte sein

Kryptospezialist und Journalist Frank Chaparro sagte gegenüber CNBC, dass viele Händler immer noch bedauern, nicht schnell genug auf den E-Commerce-Zug aufgesprungen zu sein. Den Eintritt ins Metaverse wollen sie deshalb auf keinen Fall verpassen.

Seiner Ansicht nach lohne sich der Versuch, auch wenn die Unternehmen durch den Handel im Metaverse keinen Umsatz machen sollten. Es wenigstens mal mit den NFTs versucht zu haben, werde dem Image kaum schaden.

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Über den Autor

Beatrice Bode

Beatrice ist freie Autorin und Videografin. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Nach einem Zwischenstopp als Content Creator und Reporterin bei Antenne Thüringen landete sie vor einigen Jahren als Cutterin bei der 99pro media GmbH. Vor einiger Zeit hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und ist in die Dominikanische Republik gezogen, um dort als Taucherin die Rettung der Korallenriffe zu unterstützen. Von dort aus schreibt sie nun als freie Autorin für BASIC Thinking.

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