Technologie Wirtschaft

Peloton streicht 2.800 Stellen weltweit und bekommt einen neuen CEO

Peloton, Fahrrad, Fitness, Sport
Peloton
geschrieben von Maria Gramsch

Das Fitness-Unternehmen Peloton hat von der Corona-Pandemie stark profitiert. Der Erfolg war aber offensichtlich nicht von langer Dauer: Nun müssen 2.800 Mitarbeitende gehen und auch der CEO tritt zurück.

In den zahlreichen Lockdowns während der Corona-Pandemie hat unter anderem auch der Sport zuhause an Bedeutung gewonnen. Kein Wunder, waren Sportvereine und Fitnessstudios teilweise wochen- oder monatelang geschlossen.

Profitiert hat davon auch der Fitnessgeräte-Hersteller Peloton. Doch nun sind die rosigen Zeiten offenbar wieder vorbei. Denn das US-Unternehmen hat angekündigt, 2.800 Stellen streichen zu wollen. Auch der bisherige CEO John Foley tritt zurück.


Neue Stellenangebote

Pflichtpraktikum – Video Redaktion / Social Media / Marktfoschung (m/w/d)
Campusjäger by Workwise GmbH in München
Social Media & Content Manager (m/w/d)
H. Hugendubel GmbH & Co. KG in München, Berlin
Social Media Manager m/w/d
Balluff GmbH in Neuhausen a. d. F. bei Stuttgart

Alle Stellenanzeigen


Der Erfolg von Peloton während der Corona-Pandemie

Besonders beliebt ist das Fahrradergometer für die eigenen vier Wände. Mit der dazugehörigen App können Nutzer:innen an Online-Kursen teilnehmen und sich virtuell anspornen lassen.

Im Jahr 2021 konnte Peloton so einen Umsatz von rund vier Milliarden US-Dollar erwirtschaften. Im Jahr zuvor waren es „nur“ rund 1,8 Milliarden.

Zwischen 2019 und 2021 hat sich die Zahl der Abonnent:innen fast verfünffacht. 2021 lag die Zahl bei mehr als 2,3 Millionen.

Neue Geschäftsführung und Sparmaßnahmen bei Peloton

Bereits im Januar hatte der Investor Blackwells Capital den Peloton-Vorstand aufgefordert, sich von CEO John Foley zu trennen.

In einem Brief an die Geschäftsführung hieß es da: „Bemerkenswerterweise steht das Unternehmen heute schlechter da als vor der Pandemie, mit hohen Fixkosten, überhöhten Lagerbeständen, einer lustlosen Strategie, entmutigten Mitarbeitern und Tausenden von verärgerten Aktionären.“

Nun hat John Foley diesen Schritt selbst eingeleitet. Er schreibt in einem Statement: „Mit dem heutigen Tag werde ich eine neue Rolle als Executive Chair übernehmen, und Barry McCarthy wird Peloton als CEO und Präsident beitreten.“

Barry ist eine unglaubliche Führungspersönlichkeit, die leitende Funktionen bei Spotify und Netflix innehatte und ein langjähriger Berater und Vorstandsmitglied bei börsennotierten und privaten Technologieunternehmen ist.

Doch sein Rücktritt war nicht die einzige Neuigkeit, die John Foley in seiner Nachricht verbreitet hat. Denn das Unternehmen will außerdem weltweit 2.800 Stellen streichen. Das sind rund 20 Prozent der gesamten Belegschaft.

Gehört Peloton bald zu Amazon oder Nike?

Das derzeit strauchelnde Unternehmen hat auch an der Börse für Wirbel gesorgt. Denn die Aktie befindet sich seit einiger Zeit quasi im freien Fall. War Peloton zu seinen besten Zeiten mehr als 50 Milliarden US-Dollar wert, so liegt die Zahl heute nur noch bei rund acht Milliarden.

Damit ist das Unternehmen zwar aktuell nicht sonderlich attraktiv für die eigenen Aktionär:innen – dafür aber für eine mögliche Übernahme.

Wie das Wall Street Journal berichtet, befindet sich unter den Interessenten auch Amazon. Und auch der Sportartikel-Hersteller Nike soll Interesse gezeigt haben, wie die Financial Times berichtet. Die Überlegungen sollen sich aber allesamt noch in einem frühen Stadium befinden.

Auch interessant:

mittwald

Werbung


Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ beim Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz.

Kommentieren