Social Media

US-Senatorinnen planen Gesetz gegen Social-Media-Sucht

Facebook, Instagram, TikTok, Social-Media-Sucht
unsplash.com/ ROBIN WORRALL
geschrieben von Maria Gramsch

Die Nutzung sozialer Netzwerke wie Facebook, Tik Tok und Instagram hat nicht nur schöne Seiten. Denn sie kann auch süchtig machen. In den USA soll nun ein Gesetz entstehen, dass Social-Media-Sucht bekämpfen soll.

Soziale Netzwerke sind aus unserem Leben kaum noch wegzudenken. Nahezu pausenlos hängen wir an unseren Smartphones und scrollen durch unsere Feeds, schauen uns kurze oder lange Videos an oder posten kleine Teilausschnitte aus unserem Leben.

Doch die Social-Media-Plattformen können so auch schnell süchtig machen. Davor soll ein parteiübergreifender Gesetzentwurf in den USA nun schützen.


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Der Gesetzentwurf gegen die Social-Media-Sucht

Beim Thema Social-Media-Sucht sind sich ausnahmsweise sogar mal Demokraten und Republikaner einig. So haben Die demokratische Senatorin Amy Klobuchar und die republikanische Senatorin Cynthia Lummis gemeinsam einen Gesetzentwurf erarbeitet.

Das sagen die Senatorinnen zu ihrem Entwurf

Der Entwurf trägt den etwas sperrigen Namen „Nudging Users to Drive Good Experiences on Social Media Act“ – die Kurzform lautet „Social Media NUDGE„. Die beiden Senatorinnen wollen damit Abhängigkeit von sozialen Medien bekämpfen.

Denn die Social-Media-Riesen hätten „viel zu lange“ versprochen, sie hätten die Lage im Griff, so US-Senatorin Klobuchar.

Aber wir wissen, dass Social-Media-Plattformen wiederholt den Profit über die Menschen gestellt haben, mit Algorithmen, die gefährliche Inhalte pushen, die Nutzer fesseln und Fehlinformationen verbreiten.

Mit dem Gesetz wolle sie diese Praktiken bekämpfen. Es solle mehr Transparenz und eine verbessertes Erlebnis für die Nutzer:innen geben. Es sei „höchste Zeit, sinnvolle Reformen zu verabschieden“, um dem „Schaden sozialer Medien für unsere Gemeinschaften“ entgegenzuwirken.

US-Senatorin Lummis ergänzt: „Das NUDGE-Gesetz ist ein guter Schritt in Richtung eines umfassenden Vorgehens gegen die Übervorteilung von Big Tech.“

Wir können ein gesünderes Internet aufbauen, ohne dass die Bundesregierung vorschreibt, was Menschen sagen dürfen und was nicht.

Der Gesetzentwurf wird durch eine Studie begleitet

Die Handlungsempfehlungen, die später aus dem Gesetz gegen Social-Media-Sucht hervorgehen sollen, werden durch eine Studie ermittelt.

Dafür sollen die National Science Foundation und die National Academy of Sciences, Engineering, and Medicine das Suchtpotenzial sozialer Netzwerke erforschen.

Während die Studie sollen potenzielle Interventionen durchgeführt werden, anhand derer sich Instagram, Tik Tok und Co. dann später orientieren können.

Aus den Ergebnissen der Studie soll dann die Federal Trade Commission Regeln für Social-Media-Plattformen erarbeiten.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ beim Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz.

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