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Woher kommt eigentlich der Name Lego?

Lego, Spielfigur
Lego
geschrieben von Marinela Potor

Der dänische Spielsteinbauer Lego ist sicherlich vielen ein Begriff. Doch weißt du eigentlich, was der Markenname bedeutet und warum das Unternehmen so heißt? Wir erklären heute, woher der Name Lego kommt. 

Die meisten von uns haben damit vermutlich als Kinder gespielt und der eine oder die andere spielt wahrscheinlich auch im Erwachsenenalter noch damit: Legos!

Die Spielzeuge begeistern seit fast 100 Jahren Groß und Klein. Doch so bekannt Legos auch sein mögen: Weißt du, woher der Name Lego eigentlich kommt und was er bedeutet? Wir schauen heute darauf, wie es zu dem Namen Lego gekommen ist.

Schwere Zeiten und eine mutige Entscheidung

Wir schreiben das Jahr 1932. Der große Börsen-Crash von 1929 ist noch nicht sehr lange her und für europäische Unternehmen stehen harte Zeiten an. Das ist auch in Dänemark der Fall. Hier, im Ort Billund, musste der Zimmermann Ole Kirk Kristiansen aufgrund von fehlenden Aufträgen all seine Angestellten entlassen.

In der Krise entscheidet Kristiansen daher, sich ganz auf die Herstellung von Kinderspielzeug zu konzentrieren. Für die damalige Zeit war das eine sehr mutige Entscheidung. Denn die Kindheit war damals noch vorwiegend von Arbeit geprägt und nicht von Spielen.

So sind Kristiansens Geschwister auch sehr skeptisch, als er sie bittet, als Bürgen für seinen Kredit geradezustehen, mit dem er sein neues Vorhaben finanzieren möchte.

Doch nur wenige Jahre später zeigt sich: Kristiansen hatte genau den richtigen Riecher. Bereits 1939 kann er seinen Kredit samt Zinsen vollständig zurückzahlen. Und seitdem gilt Lego auch als einer der erfolgreichsten Spielzeughersteller der Welt.

Dazu mag auch der Name beigetragen haben.

Was bedeutet der Name Lego?

Denn tatsächlich hieß das Unternehmen von Kristiansen vor 1932 noch „Billund Maskinsnedkeri“, also „Zimmereifabrik Billund“. Daher beschießt Kristiansen, einen neuen Namen zu suchen und landet schließlich beim knackigen Begriff „Lego“. Doch wieso hat er sich ausgerechnet den Namen Lego ausgesucht? Denn das Wort an sich hat auch auf Dänisch keine Bedeutung.

Vielmehr setzt sich der Begriff aus zwei dänischen Wörtern zusammen, „Leg“ und „God“, was wiederum so viel heißt wie: gut spielen. Damit wollte Kristiansen den Fokus auf zwei Aspekte seines Unternehmens setzen: das Spielerische und die gute (hochwertige) Handarbeit.

Auch mit diesen Schwerpunkten ist er seiner Zeit ein ganzes Stück voraus. Immerhin ist dies noch die Ära der zweiten industriellen Revolution, also einer Epoche, in der Hochindustrialisierung und Massenproduktion dominieren.

Kurzzeitig hatte Kristiansen noch überlegt, das Unternehmen Legio zu nennen, was übersetzt „Legion“ bedeutet. Letztlich überzeugte Lego ihn aber doch mehr, und so blieb es schließlich dabei.

Lego und die lateinische Bedeutung des Namens

Tatsächlich hat der Name Lego im Lateinischen eine andere Bedeutung. Hier bedeutet Lego nämlich so viel wie „Ich stelle es zusammen“ oder „Ich baue es“, was natürlich auch ein sehr passender Name für die Bausteine ist.

Viele glauben daher auch, dass dies der Hintergrund des Unternehmensnamens ist. Diesen Zusammenhang habe man aber erst viel später erkannt, sagt das Unternehmen.

Das zeigt auch: Ole Kirk Kristiansen hatte nicht nur einen guten Geschäftssinn, sondern auch ein feines Gespür für Marketing. Denn noch heute, also fast 100 Jahre später, steht der Name Lego sowohl für gutes Spielzeug als auch für Dinge, die man zusammenbauen kann.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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