Social Media Technologie

IGTV muss für Instagram Video nun gänzlich weichen

Instagram, Instagram Video
Instagram
geschrieben von Maria Gramsch

Video-Content ist in den sozialen Netzwerken hart umkämpft. Das zeigen auch die neusten Entwicklungen bei Instagram Video und Tik Tok. Während Instagram IGTV endgültig aussortiert, setzt der Konkurrent verstärkt auf längere Inhalte.

Bereits seit Oktober 2021 hat die Marke IGTV ausgedient. Instagram hatte zu diesem Zeitpunkt verkündet, alle Video-Inhalte unter dem neuen Dach Instagram Video zusammenfassen zu wollen.

In der Ankündigung vor knapp einem halben Jahr hieß es aus dem Hause Meta noch, die separate IGTV-App werde weiterhin bestehen bleiben. Doch nun geht es auch der App an den Kragen.


Neue Stellenangebote

Praktikum Marketing Social-Media Redaktion / Presse / Publishing *
enercity AG in Hannover
Social Media Manager (m/w/d)
Steuer-Fachschule Dr. Endriss GmbH & Co. KG in Köln
Social Media Marketing Manager*in (m/w/d)
LIS Logistische Informationssysteme AG in Greven

Alle Stellenanzeigen


Das Ende von IGTV

Instagram hat verkündet, die Unterstützung für die eigenständige IGTV-App einstellen zu wollen. Bereits im März 2022 soll die Video-Applikation aus den App-Stores verschwinden, wie Meta gegenüber TechCrunch bestätigt.

Instagram schreibt dazu in einem Blog-Beitrag, die Vereinfachung der Videoformate stehe dabei im Vordergrund. Das Netzwerk wolle in den kommenden Monaten weiter in diese investieren.

Mit dem Ende von IGTV streicht Instagram auch die sogenannten In-Stream Video Ads, die zuvor als IGTV Ads bekannt waren. Die Begründung: Das Netzwerk wolle sich verstärkt auf den Tik-Tok-Klon Reels konzentrieren.

Creator:innen, die bisher In-Stream Video Ads will Instagram mit einer vorübergehenden monatlichen Zahlung unterstützen. Diese soll sich an der Höhe der letzten Einnahmen orientieren.

Instagram Video stellt Reels in den Mittelpunkt

Mit den Neuerungen will Instagram es seinen Nutzer:innen „noch leichter“ machen, Videos zu erstellen und zu konsumieren.

Dafür will Instagram auch einige Änderungen an bestehenden Formaten vornehmen. So sollen Nutzer:innen künftig in jedem Videoformat in den Vollbildmodus wechseln oder ein Video durch Tippen stummschalten können.

Auch sollen die Videoinhalte vereinheitlicht werden – so zum Beispiel bei den derzeit noch sehr unterschiedlichen kreativen Tools oder auch beim Teilen von Videos.

Für Creator:innen soll es im Laufe des Jahres auch eine Neuerung in Sachen Monetarisierung geben. Instagram wolle Einnahmen über Werbeanzeigen in Reels ermöglichen. Die Option soll das bereits bestehende Reels-Bonusprogramm ergänzen.

Tik Tok geht einen anderen Weg

Während Instagram seine Bemühungen um den heiß begehrten Video-Content vor allem mit dem besonders kurzen Format Reels vorantreibt, geht Konkurrent Tik Tok einen ganz anderen Weg.

Wie der Social-Media-Berater Matt Navarra auf Twitter schreibt, soll es bei Tik Tok künftig Videos mit einer Länge von bis zu zehn Minuten geben.

Erst im Juli hatte Tik Tok die Länge der Videos auf der eigenen Plattform ausgeweitet. Zunächst waren nur Videos mit maximal 60 Sekunden möglich, seit Julia waren auch bis zu drei Minuten verfügbar.

Während sich Instagram also mit kurzen Videos an Tik Tok orientiert, nimmt die chinesische ByteDance-Tochter lieber das Video-Urgestein YouTube ins Visier.

Auch interessant:

Werbung


Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ beim Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz.

Kommentieren