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EU-Parlament will fest verbaute Akkus verbieten

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pixabay.com/ Bru-nO
geschrieben von Fabian Peters

Wenn die Akkukapazität nachlässt oder der Akku nicht mehr funktioniert, werfen viele Verbraucher:innen ihre Smartphones, Laptops oder andere Geräte in den Müll. Damit User die Batterien ihrer Geräte künftig selbst austauschen können, will das Europaparlament fest verbaute Akkus verbieten. 

Das Europaparlament will fest verbaute beziehungsweise verklebte Akkus in Elektrogeräten verbieten. Ziel sei es, die Lebensdauer von Smartphones, Laptops und Co. zu verlängern. Verbraucher:innen sollen demnach künftig in der Lage sein, die Batterien ihrer Geräte mit haushaltsüblichen Werkzeugen selbst austauschen zu können.

Das soll einerseits dazu beitragen, dass ganze Produkte weggeworfen werden. Andererseits will das EU-Parlament sicherstellen, dass die Hersteller Akkus nachhaltiger produzieren. Die Recyclingquote von Rohstoffen wie Kobalt, Lithium, Nickel oder Blei soll außerdem steigen.


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Smartphones, Laptops, E-Bikes und Roller: EU will fest verklebte Akkus verbieten

Laut EU-Parlament sollen die neuen Regeln nicht nur sicherstellen, dass weniger Elektrogeräte auf dem Müll landen, sondern auch, dass deren Lebensdauer steigt. Das hätte einerseits Vorteile für die Umwelt und würde die EU in puncto Rohstoffversorgung  und Lieferengpässen unabhängiger machen.

Die Abgeordneten des EU-Parlaments stimmten einem entsprechenden Gesetzesentwurf der EU-Kommission aus dem Jahr 2020 bereits zu. In einigen Punkten wurde er sogar verschärft. So rückt das Thema Recycling nun mehr in den Fokus. Ab 2026 soll in puncto Akkus demnach bereits eine Recyclingquote von 90 Prozent erreicht werden.

Hersteller müssen Ersatzakkus bereitstellen

Das europäische Pfandsystem für Akkus und Batterien soll dabei helfen. Die neuen EU-Regeln sehen außerdem nicht nur ein Verbot von fest verbauten Akkus in Smartphones, Laptops und Haushaltsgeräten vor, sondern auch in E-Bikes und E-Rollern. Die Hersteller müssen zudem dafür Sorge tragen, dass es für die erwartete Lebensdauer eines Geräts auch Ersatzakkus gibt.

Auch unabhängige Reparaturbetriebe sollen die Möglichkeit erhalten, die Akkus in Smartphones, Laptops und Co. austauschen zu können. Bei vielen Geräten war dies bislang lediglich den Herstellern vorbehalten, die teilweise den Einsatz von speziellen Werkzeugen voraussetzen. Nutzer:innen, die sich eine Reparatur nicht selbst zutrauen, erhalten so eine weitere Alternative.

Industrie läuft Sturm

Die Industrie kritisiert derweil, dass die Regeln des neuen Gesetzesentwurfes die Haltbarkeit und Sicherheit der Akkus beeinträchtige. Die EU will die Hersteller wiederum dazu verpflichten, künftig Angaben zur Energie- und Leistungsfähigkeit der Akkus zu machen.

Auch Angaben zur Haltbarkeit und Ladedauer sollen zur Pflicht werden. Das wiederum könne die Verbraucher:innen dazu animieren, vermehrt hochwertige Batterien zu kaufen und wiederum Emissionen senken. Nutzer:innen solle sämtliche Angaben via QR-Code abrufen können.

Laut EU-Parlament sollen die neuen Richtlinien am 1. Januar 2023 in Kraft treten. Zuvor muss jedoch noch der EU-Ministerrat zustimmen. Anschließend müssen die EU-Minister und das Parlament gegebenenfalls gemeinsame Regeln erarbeiten.

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Über den Autor

Fabian Peters

Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft and der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).

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