Grün Technologie

Neuer Super-Akku verspricht Reichweite von 160 Kilometern in nur 2 Minuten

StoreDot, Elektroauto, Akku, E-Auto-Batterie
unsplash.com/ CHUTTERSNAP
geschrieben von André Gabriel

160 Kilometer in 2 Minuten: So lautet der Plan! Und zwar ein sehr konkreter, denn das israelische Start-up StoreDot will hochleistungsstarke Batterien für E-Autos gemäß einer Roadmap bis 2032 in Serie produzieren. Doch wie sehen die Pläne des Unternehmens genau aus und welche Technologie steckt dahinter?

Bereits 2024 soll die Serienproduktion von E-Auto-Akkus mit innovativen StoreDot-Batteriezellen zum ultraschnellen Laden beginnen – sozusagen der Kickstart. Schon heute beeindruckt das Unternehmen mit einer theoretischen Skalierbarkeit, denn weitere Meilensteine liegen in den Jahren 2028 und 2032.

Das sollen die StoreDot-Batterien können

Die Technologie von StoreDot verspricht eine E-Reichweite von 160 Kilometern mit einer Ladezeit von wenigen Minuten – aktuell liegen die Zeiten laut der StoreDot-Website zwischen 80 und 45 Minuten.


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Im ersten Schritt soll eine fünfminütige Ladung genügen, um mit der StoreDot-E-Batterie rund 160 Kilometer zu fahren. Zwei weitere Steps verkürzen die Ladezeit sukzessive.

Das sagt die „100inX“-Roadmap von StoreDot:

  • 2024: 160 Kilometer in 5 Minuten
  • 2028: 160 Kilometer in 3 Minuten
  • 2032: 160 Kilometer in 2 Minuten

In den genannten Jahren soll jeweils die Massenproduktion starten. Damit bietet das Unternehmen einen klaren Fahrplan für fortschrittliche Reichweiten in der E-Mobilität. Aufgrund der mehrjährigen Perspektive wirkt das Vorhaben zudem nicht wie ein Schnellschuss.

Drei Generationen moderner E-Zellen

StoreDot peilt die Serienproduktion von drei E-Batterie-Generationen innerhalb von zehn Jahren an. Schon die „100in5“-Phase setzt auf XFC-Lithium-Ionen-Zellen, die auf Silizium basieren. Das XFC steht für „Extreme Fast Charging“, also extrem schnelles Laden.

StoreDot nutzt also – wie aktuell üblich – kein Grafit. Dadurch soll die Energiedichte höher ausfallen. Um die fünfminütige Ladezeit für 160 Kilometer Reichweite zu realisieren, visiert das Unternehmen eine Energiedichte von 300 Wattstunden pro Kilogramm (Wh/kg) an.

Durch Solid-State-Technologien soll sich die Energiedichte der StoreDot-Batterien ab 2028 auf 450 Wh/kg und ab 2032 auf 550 Wh/kg erhöhen. Die Schnellladelösungen sollen als Pouch- und 4680-Zellen auf den Markt kommen.

Aktueller Stand und Ausblick

Laut PR Newswire befindet sich StoreDot bereits im fortgeschrittenen Semi-Solid-State-Stadium. Parallel testen globale Hersteller von Elektrofahrzeugen die gegenwärtigen StoreDot-Batteriezellen unter realen Bedingungen.

Der CEO von StoreDot, Dr. Doron Myersdorf, sagt:

Es ist absolut entscheidend, dass wir den globalen Automobilherstellern eine klare, realistische und hypefreie Roadmap für die Einführung unserer Schnellladebatterie-Technologien geben. Nach intensiver Entwicklung unserer siliziumdominierten Chemie werden wir bis 2024 serienreif sein und ein revolutionäres Produkt liefern, das das größte Hindernis für die breite Einführung von Elektrofahrzeugen – Ladezeiten und Reichweitenangst – überwinden wird.

Myersdorf ist sicher, dass die strategische Technologie-Roadmap den Übergang zu einer sauberen, emissionsfreien Welt maßgeblich unterstützt: „Unser ultimatives Ziel, das wir nun in greifbare Nähe gerückt haben, ist die Herstellung von Zellen, die die Ladezeiten revolutionieren und eine Reichweite von 100 Meilen in nur zwei Minuten ermöglichen.“

Er bezeichnet die Leistung als „bahnbrechend“, weil sie früher als unmöglich galt.

Pionier und Marktführer

StoreDot gilt als Pionier und Marktführer für Schnellladebatterien. Das Unternehmen ging 2012 an Start – wir berichteten im Jahr 2014 bereits über eine superschnelle Lade-Technologie von StoreDot.

An der Entwicklung der XFC-Zellen waren Experten aus Israel, Großbritannien, den USA und China beteiligt. Zu den strategischen Investoren gehören Vinfast, BP, Daimler, Samsung Ventures und TDK.

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Über den Autor

André Gabriel

André Gabriel schreibt seit Januar 2021 für BASIC thinking. Als freier Autor und Lektor arbeitet er mit verschiedenen Magazinen, Unternehmen und Privatpersonen zusammen. So entstehen journalistische Artikel, Ratgeber, Rezensionen und andere Texte – spezialisiert auf Entertainment, Digitalisierung, Freizeit und Ernährung. Nach dem Germanistik-Studium begann er als Online-Redakteur und entwickelte sich vor der Selbständigkeit zum Head of Content.

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