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Digitale Berufe: Was macht eigentlich ein Digital Health Manager?

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geschrieben von Fabian Peters

Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt von Grund auf. Deshalb entstehen neue Berufsbilder. Doch was versteckt sich hinter den Bezeichnungen? Das möchten wir in „Und was machst du so?“ greifbar machen. Heute: Mirko Meister und der Beruf des Digital Health Manager.

Der Start in den Tag als Digital Health Manager

Hallo Mirko, du arbeitest als Digital Health Manager bei DoctorBox. Beschreibe uns doch einmal in vier Sätzen, wie du deinen Beruf neuen Freunden erklärst.

Freunden und Bekannten erzähle ich, dass die DoctorBox ein E-Health-Start-up ist. Wir entwickeln ein Gesundheitskonto mit Marktplatzanbindung, worüber die Nutzer hilfreiche Funktionen finden, um ihre Gesundheitsdaten zu managen.


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Vom Schmerztagebuch über die Medikationsplanung und Vorratshaltung, Arztterminerinnerungen, Notfalldaten, bis hin zum Speichern und Teilen medizinischer Dokumente mit Akteuren im Gesundheitswesen.

Dazu binden wir Partner, also externe Unternehmen mit innovativen Lösungen aus den Bereichen Diagnostik, Care und Pharma an unsere Infrastruktur an. Meine Aufgaben gestalten sich dabei sehr vielfältig, vom Projektmanagement und der Produktentwicklung bis zum technischen Support.

Der Berufsalltag als Digital Health Manager

Wie sieht ein normaler Tagin deinem Beruf aus?

So etwas wie einen „normalen“ Tag gibt es bei mir nicht, denn meine Aufgaben variieren täglich und hängen immer von dem jeweiligen Projekt ab, in das ich gerade involviert bin. Einen wesentlichen Teil meiner Arbeit machen Onboardings sowie die Unterstützung von Geschäftskunden bei technischen Fragen aus.

Das sind beispielsweise Corona-Schnelltestzentren oder Arztpraxen, die unsere SchnelltestToGo- und Impfmanagement Software nutzen. Außerdem planen wir gerade ein neues Produkt in den Markt zu bringen.

Dazu führe ich eine Potenzial- und Wettbewerbsanalyse durch, erstelle eine Roadmap mit dem Team und spreche geeignete Partner für das Vorhaben an. In diesem Fall handelt es sich um Labore, aber mehr möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten.

Und womit startest du in den Tag?

In der Regel nutze ich den morgendlichen Arbeitsweg dafür, meine Mails zu lesen und meinen Tag gedanklich zu strukturieren. Im Büro angekommen, trinke ich mit meinen Kollegen einen Kaffee, von unserem Barista zubereitet, und frühstücke Müsli, natürlich mit viel Obst – ganz nach unserem Motto „Gesund, länger leben“.

Das war aber auch bereits vor meiner Zeit bei DoctorBox Teil meiner Routine. Dann werden Neuigkeiten unter den Kollegen ausgetauscht und auch erste Arbeitsthemen angesprochen.

Die Aufgaben als Digital Health Manager

Welche Aufgaben fallen in deinen Bereich?

Zu meinen Aufgaben gehören die Beratung und der technische Support unserer Geschäftskunden. Dazu zählen Apotheker, Ärzte, Test- und Impfzentren. Durch den regelmäßigen Austausch mit diversen Stakeholdern bin ich zudem in die Produktentwicklung involviert und arbeite eng mit unseren Entwicklern zusammen.

Ich berichte den Kollegen, welche Funktionen angepasst oder neu integriert werden müssen. Außerdem bin ich Produktmanager für unsere Heimtests, zum Beispiel den Antikörpertest.

Das Produkt muss entwickelt, optimiert und vermarktet werden. Gemeinsam mit der Kollegin aus dem Marketing kümmere ich mich um die Jahresplanung und die Weiterentwicklung des jeweiligen Projekts.

Wie definierst und interpretierst du deinen Job als Digital Health Manager persönlich?

Ich bin unmittelbar nach dem Masterstudium „E-Health“ bei DoctorBox eingestiegen. Das Thema „Digitalisierung im Gesundheitswesen“ begleitet mich also schon etwas länger.

DoctorBox bietet mir die Möglichkeit, Teil dieses Prozesses zu werden und eine Plattform zu schaffen, über die Akteure und Dienstleister im Gesundheitswesen zusammenkommen. Da dieses Gebiet so vielfältig ist, ergeben sich ständig neue Aufgaben. Durch die Start-up-Kultur bekomme ich Einblicke in die verschiedensten Bereiche und lerne tagtäglich Neues dazu.

Eingliederung in der Unternehmensstruktur

Wie ist deine Stelle in die Unternehmensstruktur eingegliedert?Das heißt: An wen berichtest du und mit wem arbeitest du zusammen?

Bei ca. 20 Mitarbeitern sind die Hierarchien flach und wir kommunizieren direkt. Ich habe zwei Ansprechpartner: Den COO, der die Produktentwicklung leitet, und die Kollegin, die sich um Marketing, Sales und den Costumer Service kümmert.

Mir ihr analysiere ich Kundenwünsche, beobachte den Markt und plane die Marketingkampagnen. Zudem stehe ich in direktem Kontakt mit der IT-Abteilung.

Die Rolle des Digital Health Managers wird in jedem Unternehmen unterschiedlich ausgelegt. Welche Perspektiven kommen bei dir zu kurz, die grundsätzlich zum Berufsbild gehören?

Ursprünglich bin ich als Projektmanager/Customer Service Manager eingestellt worden. Nachdem ich mich als technisch fit und interessiert erwiesen habe, hat sich mein Zuständigkeitsbereich um das Bearbeiten der technischen Anfragen der Geschäftskunden erweitert.

Das Produktmanagement und die Zusammenarbeit mit Partnern sind ebenfalls erst später zu meinen Aufgaben hinzugekommen. In Zukunft würde ich gerne noch mehr in die Strategie und Produktentwicklung involviert werden.

Spaß und Dankbarkeit in deinem Beruf

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

Wie bereits erwähnt, werden die Potenziale und Interessen der Mitarbeiter von der Geschäftsführung gesehen und die Zuständigkeitsgebiete angepasst. Das zeigt Wertschätzung und macht es einfach, sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln. Durch diese abwechslungsreichen Themenfelder wird es bei DoctorBox nie langweilig.

Wofür bist du besonders dankbar?

Ich bin dankbar dafür, dass ich unmittelbar nach meinem Masterabschluss – in der Anfangsphase der Pandemie – den Job bei DoctorBox bekommen habe. Ich wurde schnell in die Abläufe integriert und konnte direkt mitwirken.

Mir gefällt es besonders, dass der Job mir sehr viele Freiheiten gibt, ich in vielen verschiedenen Bereichen mitwirken und fachübergreifend Erfahrungen sammeln kann. Wir sind ein klasse Team und der Spaß kommt auch nie zu kurz.

Und wie wird man jetzt Digital Health Manager

Insbesondere in der Digital-Branche gibt es häufig nicht mehr die klassische Ausbildung. Wie bist du zu deiner Stelle gekommen?

Tatsächlich klassisch: Ich habe mich bei LinkedIn auf die Stellenanzeige beworben.

Welchen Tipp würdest du einem Neueinsteiger oder interessierten Quereinsteiger geben, der auch Digital Health Manager werden will?

Wenn man sich für das Thema Gesundheit und Digitalisierung interessiert: einfach bewerben! Quereinsteiger sind hier willkommen. Beispielsweise leitet den Kundenservice bei DoctorBox ein ehemaliger Sport-Lehrer.

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Über den Autor

Fabian Peters

Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).

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