BKA, Hasskommentare, Terror-Postings, EU

Internetplattformen sollen Terror-Postings binnen einer Stunde löschen

Fabian Peters
unsplash.com/ Jon Tyson

Ein neues Gesetz soll Internetplattformen dazu verpflichten, sogenannte Terror-Postings nach Aufforderung des Bundeskriminalamts (BKA) binnen einer Stunde zu löschen. Das Bundeskabinett hat einem entsprechenden Gesetzesentwurf zur Bekämpfung terroristischer Inhalte im Netz bereits zugestimmt. 

Sogenannte Terror-Postings sollen künftig schneller aus dem Netz verschwinden. Das sieht eine neue Verordnung des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) vor. Demnach soll ein neues Gesetz Internetplattformen dazu verpflichten, terroristische Inhalte ab Juni 2022 binnen einer Stunde nach Aufforderung zu löschen.

Damit setzt die Bundesregierung eine EU-Verordnung um, die bereits am 7. Juni 2021 in Kraft getreten ist. In Deutschland soll dabei das Bundeskriminalamt (BKA) für die Umsetzung zuständig sein. Unternehmen und Anbieter, die einer Aufforderung nicht nachkommen, riskieren ein Bußgeld.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Terror-Postings: Beiträge sollen binnen einer Stunde verschwinden

Das BMI definiert Terror-Postings dabei als „Inhalte, die zu terroristischen Taten anstiften oder anleiten, mit solchen Taten drohen oder solche Taten verherrlichen“.

Die anvisierte Ein-Stunden-Regel sei für das Löschen von Beiträgen demnach vor allem deshalb wichtig, da der größte Schaden durch Terror-Postings innerhalb der ersten Stunden nach deren Erscheinen entstünde.

Die zuständigen Behörden erhielten außerdem die Berechtigung, das Löschen von terroristischen Inhalten auch grenzübergreifend in anderen EU-Ländern anzuordnen.

Bußgelder können bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes betragen

Der verabschiedete Gesetzesentwurf sieht zudem eine Anpassung des nationalen Rechts vor, damit eine ordnungsgemäße Anwendung gewährleistet sei. Die Verordnung regelt sowohl die Zuständigkeit und Aufgaben der Behörden als auch entsprechende Sanktionen.

Die zugrunde liegende EU-Verordnung sieht dabei entsprechende „empfindliche Geldbußen bei systematischen Verstößen großer Unternehmen vor“. Die Strafen können demnach „bis zu vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes im vorigen Geschäftsjahr betragen„. Bundestag und Bundesrat müssen dem Gesetzentwurf noch zustimmen. Dies gilt allerdings als Formalie.

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

Auch interessant:

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
SEO Lead (m/f/x)
Rebuy Recommerce GmbH in Berlin
Social Media Managerin / Social Media Manager...
Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Karlsruhe
Auszubildende zum/zur Fachinformatiker*in für...
Omnicom Media Group Germany GmbH in Düsseldorf
Junior Online Campaigns & Media Manager (...
MünchenMusik Gruppe in München
Praktikant*in Global Social Media (Pflicht-Pr...
Mercedes-Benz AG in Stuttgart
Online Marketing Manager (m/w/d)
MünchenMusik Gruppe in München
Senior Paid Social Media Manager (m/w/d)
emetriq GmbH in Hamburg, Hamburg, Deutschland
Visual Content Creator (w/m/d)
Horl 1993 GmbH in Freiburg
Teile diesen Artikel
Chefredakteur
Folgen
Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).