Technologie

Lockdown Mode: Apple will mehr Schutz vor Spionagesoftware bieten

Apple, Sicherheit, Cyberangriffe, Lockdown Mode
Apple
geschrieben von Maria Gramsch

Cyberangriffe sind heutzutage keine Seltenheit mehr. Apple will seine Nutzer:innen mit dem neuen Lockdown Mode nun besser davor schützen.

Nachrichten über neue Cyberattacken sind aus den Medien heutzutage kaum noch wegzudenken. Allein im Jahr 2021 wurden in Deutschland 17,7 Millionen Menschen Opfer von Internetkriminalität.

Immer öfter kommt es dabei auch zum Einsatz staatlich geförderter Spionagesoftware. Im Visier stehen hier oft private Unternehmen.


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Apple will diese – und auch alle privaten Nutzer:innen – nun besser vor solchen Angriffen schützen. Dafür hat der iPhone-Konzern den Lockdown Mode entwickelt.

Was bezweckt Apple mit dem Lockdown Mode?

Apple will mit seiner neuen Einstellung einen „extremen, optionalen Schutz“ für seine Nutzer:innen erschaffen. Das Angebot richte sich an diejenigen, „die sich ernsthaften, zielgerichteten Bedrohungen ihrer digitalen Sicherheit ausgesetzt sehen“.

Ivan Krstić, Head of Security Engineering and Architecture bei Apple, bezeichnet den Lockdown Mode als „wegweisende Funktion“. Damit biete Apple seinen Nutzer:innen Schutz „selbst vor den seltensten und raffiniertesten Angriffen“.

Während die überwiegende Mehrheit der Nutzer:innen niemals Opfer von gezielten Cyberangriffen werden wird, werden wir unermüdlich daran arbeiten, die wenigen Nutzer:innen zu schützen, die davon betroffen sind.

Dazu gehöre laut Krstić auch die Unterstützung von „Forscher:innen und Organisationen auf der ganzen Welt, die wichtige Arbeit bei der Aufdeckung von Firmen mit söldnerischen Absichten leisten“.

Was verbirgt sich hinter dem Lockdown Mode?

Mit dem Lockdown Mode zielt Apple vor allem auf Journalist:innen, Aktivist:innen und Politiker:innen. Da diese Personengruppen immer öfter im Visier von „hochgradig zielgerichteter Spionagesoftware mit söldnereschen Absichten“ stehen.

Mit der Einführung der neuen Funktion können Nutzer:innen beispielsweise die meisten Arten von Nachrichtenanhänge blockieren. Auch die Link-Vorschau ist dann deaktiviert.

Außerdem blockiert der Lockdown Mode zum Beispiel die Just-in-Time JavaScript-Kompilierung. Nutzer:innen können hier aber vertrauenswürdige Websites ausschließen.

Der Lockdown Mode blockiert außerdem FaceTime-Anrufe in bestimmten Umständen. Zum Beispiel wenn Nutzer:innen den Anrufenden zuvor nicht bereits angerufen haben.

Apple rollt seine neue Sicherheitseinstellung mit dem Update auf iOS 16, iPadOS 16 und macOS Ventura aus. Dieses Update soll im Herbst für alle Apple-Nutzer:innen zur Verfügung stehen.

Apple investiert in die Sicherheitsforschung

Apple will außerdem die Sicherheitsforschung weiter unterstützen und hat dafür eine neue Kategorie im Apple Security Bounty Programm eingeführt.

Spezialist:innen, die Sicherheitslücken im neuen Lockdown Mode finden, können nun bis zu zwei Millionen US-Dollar erhalten. Damit verdoppelt Apple seine derzeitigen Maximalauszahlungen und bietet nach eigenen Angaben „die höchste Bounty-Auszahlungssumme in der Branche“.

Apple hat außerdem angekündigt, eine Spende in Höhe von zehn Millionen US-Dollar für die Unterstützung von Organisationen auszuzahlen, die „hochgradig gezielte Cyberangriffe untersuchen, aufdecken und verhindern“. Die Spende soll in den Dignity and Justice Fund der Ford Foundation fließen.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ beim Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz.

2 Kommentare

  • Einfach furchtbar diese Gender Texte…völlig unleserliches Deutsch. Besser ihr schreibt in Zukunft in Englisch oder lasst uns eine Deutsche Sprache, wie wir sie lesen und sprechen wollen …und nicht wie sie uns Politiker und Journalisten vergewaltigen wollen.

    • Lieber Thomas Giegold,

      vielen Dank für den Kommentar. Wir akzeptieren natürlich auch andere Positionen und Meinungen, allerdings stiehlt Ihnen doch niemand die Sprache, nur weil wir im Sinne der Presse- und Meinungsfreiheit – an die wir an dieser Stelle gerne erinnern möchten – unsere eigene Entscheidungen treffen.

      Herzliche Grüße
      Fabian Peters

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