Plastik

Forschende entwickeln Plastik-Alternative aus Bioabfällen

Felix Baumann
Merakist

In vielen Branchen und Industriezweigen stellen Plastik-Alternativen noch keine Option dar. Forschende wollen das jedoch bald ändern und versprechen ein nachhaltiges Material aus Bioabfällen. Es soll preiswerter sein als andere Plastik-Alternativen. 

In den vergangenen Jahrzehnten entwickelte sich eine chemische Verbindung zum Wundermittel: Kunststoff. Das Material birgt durch seine flexiblen Eigenschaften und den niedrigen Herstellungspreis viele Vorteile für die Industrie und uns Kund:innen.

Doch das einst gelobte Wundermittel stellt zunehmend ein handfesten Problem dar. Denn mittlerweile machen sich in Sachen Umwelt nach und nach die Nachteile unseres einst bedenkenlosen Plastikkonsums bemerkbar. Aber Was wäre, wenn wir Plastik nachhaltigen und biologisch abbaubaren Rohstoffen herstellen könnten?

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Diese Idee ist keinesfalls neu. Denn schon heutzutage gibt es viele Plastik-Alternativen – beispielsweise kompostierbare Materialien oder sich im Wasser auflösender Styropor. Doch bei Verpackungen speilen diese Optionen eine eher untergeordnete Rolle. Forschende haben deshalb ein verfahren entwickelt, mit dem sich Biomüll in Plastik umwandeln lässt.

Plastik-Alternative aus natürlichen Materialien

Die Idee kommt aus der Schweiz und macht sich Abfälle aus der Industrie zu eigen. Die Forschenden setzten Holzreste und andere nicht essbare Pflanzen dabei enormer Hitze aus. Daraus entstand eine Chemikalie, die die Grundlage für die neuartige Plastik-Alternative darstellt.

Das besondere dabei ist die intakt bleibende Zucker-Struktur. Das ist bislang kaum gelungen. Diese Struktur verleiht dem Endprodukt wiederum Stabilität. Die Wissenschaftler:innen fokussierten deshalb vor allem die Erhaltung der Zucker-Struktur.

Dabei nutzten sie zunächst eine Aldehyd-Chemikalie. Da dieser Ansatz aber nicht sonderlich nachhaltig war, stiegen die Forschenden auf Glyoxylsäure um. Das weitere Vorgehen ähnelt stark einem Baukasten-Prinzip.

Produktion von nachhaltigen Plastikprodukten wird durch Zucker-Struktur billiger

Wenn die Zucker-Struktur steht, kommen Abfälle aus der Landwirtschaft zum Einsatz. Die Forschenden bereiteten diese auf und klebten die entstehende Masse nach und nach an die Struktur. In der weiteren Verarbeitung entstanden dabei beliebige Formen und Objekte.

Ein großer Vorteil ist, dass das Material vollkommen natürlich ist. Da alle Komponenten auf biologisch abbaubaren Abfällen aufbauen, kann das neuartige Plastik einfach in die Natur geworfen werden. Dabei zersetzt es sich, ohne unserer Umwelt zu schaden. Die Produktionskosten der Zucker-Struktur scheinen außerdem deutlich geringer zu sein, als bei anderen Alternativen.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.