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Google entlässt Mitarbeiter, der Künstlicher Intelligenz Bewusstsein zuspricht

Fabian Peters
unsplash.com/ Sascha Bosshard

Google hat einen Mitarbeiter entlassen, der behauptete, dass eine Künstliche Intelligenz des Unternehmens ein Bewusstsein entwickelt habe. Laut dem leitenden Software-Entwickler Blake Lemoine sei der KI-Chatbot Lambda außerdem empfindungsfähig. Nachdem er zunächst beurlaubt wurde, folgte nun die Entlassung. 

Blake Lemoines Tage bei Google dürften gezählt sein. Denn nachdem der Software-Ingenieur im vergangenen Monat behauptet hatte, dass die Google-KI LaMDA (Language Model for Dialogue Applications) ein Bewusstsein und Gefühle entwickelt habe, wurde er beurlaubt.

Der US-Konzern habe sich daraufhin mit den Behauptungen von Lemoine auseinandergesetzt und konnte laut eigenen Angaben keine Beweise dafür finden. Der Software-Entwickler wollte jedoch nicht von seinen Aussagen abrücken. Er verglich LaMDA zudem mit dem Bewusstsein eines sieben- oder achtjährigen Kindes.

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Google weißt Vorwürfe als „völlig unbegründet“ zurück

Nach rund einem Monat bezahlten Urlaubes hat Google Blake Lemoine nun entlassen. Der Tech-Konzern wies seine Vorwürfe dabei erneut als „völlig unbegründet“ zurück.

Außerdem habe der Software-Ingenieur gegen Unternehmensrichtlinien verstoßen, so die Begründung. Ein Unternehmenssprecher äußerte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters:

Es ist bedauerlich, dass Blake trotz langwieriger Auseinandersetzung mit diesem Thema sich dazu entschlossen hat, beharrlich gegen klare Beschäftigungs- und Datenschutzrichtlinien zu verstoßen, die die Notwendigkeit des Schutzes von Produktinformationen beinhalten

Künstliche Intelligenz: Was ist LaMDA?

Im Mai 2021 erklärte Google wiederum, dass LaMDA als Sprachmodell für Dialoganwendungen auf den Forschungsergebnissen des US-Konzerns aufbaut. Diese würden zeigen, dass KI-basierte Chatbots, die Dialoge trainieren, lernen können, über nahezu alles zu sprechen.

Sowohl zahlreiche Wissenschaftler:innen als auch Google selbst taten die Behauptungen von Blake Lemoines deshalb schnell als falsch ab. LaMDA sei vielmehr ein komplexer Algorithmus, der darauf programmiert sei, menschliche Sprache und Dialoge überzeugend nachzuahmen.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).