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Facebook verschlimmert Angstzustände und Depressionen

Fabian Peters
unsplash.com / Dawid Sokołowski

Laut der Tel Aviv University wirkt sich Facebook negativ auf die psychische Gesundheit aus. Eine neue Studie stellt dabei erstmals einen Zusammenhang zwischen der Nutzung der Plattform und Angstzuständen und Depressionen her. Diese würden sich dabei massiv verschlechtern. 

Einer Studie der Tel Aviv University, der MIT Sloan School of Management und der Bocconi University zufolge wirkt sich Facebook negativ auf die psychische Gesundheit aus. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung der drei Bildungseinrichtungen hervor. Demnach würde die Nutzung der Plattform Angstzustände und Depressionen verschlechtern.

Viele Untersuchungen stellen zwar einen Zusammenhang zwischen sozialen Netzwerken und psychischen Symptomen her, allerdings ließ sich bislang nur schwer feststellen, ob Social Media tatsächlich die Ursache dafür ist. Dank einer neuen Methode sei es den Forschenden nun gelungen, eine solche Kausalität nachzuweisen.

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Verschlimmert Facebook Angstzustände und Depressionen?

Die Studie beruft sich dabei auf Daten, die auf die Anfangsjahre und die Einführung von Facebook an der Harvard-Universität im Jahr 2004 zurückgehen. Erst zwei Jahre später, im Jahr 2006, breitete sich die Plattform aus und eroberte das Internet und die breite Öffentlichkeit im Sturm.

Die Forschenden analysierten wiederum die Auswirkungen von Facebook auf die psychische Gesundheit, indem sie Hochschulen, die damals Zugang zu Facebook hatten, mit Hochschulen verglichen, die keinen Zugang hatten.

Dabei stellten sie fest, dass die Zahl der Studierenden, die über Depressionen und Angstzustände klagten, anstieg. Professor Luca Braghieri, Mitautor der Studie, äußerte dazu:

In den letzten fünfzehn Jahren hat sich die psychische Gesundheit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Vereinigten Staaten erheblich verschlechtert. Da diese Verschlechterung mit dem Aufkommen der sozialen Medien zusammenfiel, lag die Vermutung nahe, dass diese beiden Phänomene miteinander zusammenhängen könnten.

Soziale Netzwerke beeinträchtigen akademische Leistungen

Für ihre Auswertung kombinierten die Forschenden verschiedene Datensätze. Die spezifischen Daten von den verschiedenen Hochschulen sowie eine regelmäßige Umfrage vom National College Health Assessment (NCHA). Anschließend erstellen sie einen Index auf Grundlage von 15 Fragen der NCHA.

Dabei fanden sie heraus, dass psychische Symptome wie Angstzustände und Depressionen nach der Einführung von Facebook erheblich verschlechterten. Demnach gaben sieben Prozent mehr der Studierenden an, unter einer schweren Depression gelitten zu haben.

Facebook verändert die Wahrnehmung

20 Prozent mehr der Befragten berichteten nach der Einführung von Facebook wiederum von Angststörungen oder Depressionen. Diese hätten zudem ihre akademische Leistung beeinträchtigt.

Die Forschenden gaben an, dass ihre Methodik auch alle Unterschiede in der psychischen Gesundheit im Laufe der Zeit berücksichtige, die nicht mit Facebook zusammenhängen.

Die Daten weisen außerdem darauf hin, dass die Plattform offenbar die Wahrnehmung der Studierenden verändert hat. Studienleiter Roee Levy, Doktor an der Universität Tel Aviv, sagte dazu:

Wir haben auch Hinweise darauf gefunden, dass Facebook die Vorstellungen der Studenten über ihre Kommilitonen verändert hat. Mehr Studenten glaubten, dass andere mehr Alkohol konsumierten, obwohl sich der Alkoholkonsum nicht signifikant verändert hatte.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).