Resso, ByteDance, TikTok, Musikstreaming

Resso: ByteDance will mit Musikstreamingdienst Spotify Konkurrenz machen

Maria Gramsch
Resso

TikTok-Mutterkonzern ByteDance will seinen Musikstreamingdienst Resso auf zwölf weitere Märkte bringen. Damit möchte das Unternehmen Branchengrößen wie Spotify und Co. Konkurrenz machen.

Erst Anfang August berichtete Business Insider, dass TikTok-Mutterkonzern ByteDance mit einer eigenen Plattform ins Musikstreaming einsteigen will. Nicht einmal einen Monat später war der Streamingdienst Resso bereits auf den ersten drei Märkten verfügbar.

Nun sollen zu Indien, Indonesien und Brasilien zwölf weitere Märkte weltweit dazukommen. Denn wie das Wall Street Journal berichtet, verhandelt ByteDance derzeit mit Musiklabels.

Wie will ByteDance mit Resso expandieren?

ByteDance wolle durch den nächsten Schritt mit seinem Musikstreamingdienst in der Lage sein, mit Branchenführer Spotify zu konkurrieren, berichtet das WSJ unter Berufung auf Insider.

Dafür wolle ByteDance Resso in mehr als einem Dutzend weiterer Märkte einführen. Die USA soll in diesem Expansionsschritt noch nicht dabei sein.

Jedoch wolle ByteDance den Dienst weltweit verfügbar machen. Über eine Integration in TikTok würden Nutzer:innen dann Songs entdecken und „ganz einfach Musik abonnieren können“.

ByteDance hat mit Widrigkeiten zu kämpfen

Doch die Ambitionen von ByteDance treffen bisher auf schwierige Verhandlungen. Die Gespräche mit den Musiklabels seien „zeitweise angespannt“ gewesen. Laut den Insidern habe es Meinungsverschiedenheiten gegeben.

ByteDance kann zwar auf zahlreiche Vereinbarungen mit Musklabels zurückgreifen. Doch diese gelten bisher nur für den Kurzvideodienst und können nicht auf reguläres Musikstreaming ausgeweitet werden.

Auch gebe es Bedenken auf Seiten der großen Musikbosse. Sie sollen bemängelt haben, wie schwer es derzeit ist, mit Resso auf den drei bestehenden Märkten Geld zu verdienen.

Die Musiklabels seien frustriert, da sich das kostenlose Resso kaum von dem kostenpflichtigen unterscheidet. Es gebe für Nutzer:innen keinen Anreiz, das Bezahl-Upgrade vorzunehmen.

So habe beispielsweise die Sony Music Group ihren Vertrag mit Resso in allen drei Märkten auslaufen lassen. Die Musikbibliothek des Labels musste daraufhin aus der Streaming-App entfernt werden.

Resso hat Anlaufschwierigkeiten

Bisher läuft es für Resso in Indien, Indonesien und Brasilien nicht sonderlich vielversprechend. Denn nur sehr wenige der Nutzer:innen zahlen für ein Bezahlabo bei dem Musikstreamingdienst.

Laut den Insidern soll die Zahl im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen. Zum Vergleich: Bei Spotify haben inzwischen weltweit fast 45 Prozent der Nutzer:innen vom kostenlosen zum kostenpflichtigen Modell gewechselt.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.