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Google Shopping: Vergleichsportale drängen EU zu Kartellmaßnahmen

Fabian Peters
Google

Über 40 europäische Vergleichsportale wie Idealo und Co. haben die EU dazu aufgefordert, Google zu zwingen, seine Suchergebnisse zu ändern. Der Vorwurf: Die Alphabet-Tochter würde ihren Dienst Google Shopping bevorzugen und so seine Marktmacht missbrauchen. 

In einem gemeinsamen Schreiben haben über 40 europäische Vergleichsportale, darunter Idealo und Möbel24, die EU dazu aufgefordert, ein neues Kartellgesetz anzuwenden, um Google in den Schranken zu weisen. Die Preisvergleichsportale werfen dem US-Konzern vor, seinen Dienst Google Shopping zu bevorzugen und seine Marktmacht zu missbrauchen.

Die EU müsse deshalb dafür sorgen, dass Google eine Anordnung aus dem Jahr 2017 einhält, die das Unternehmen dazu verpflichtet, mehr Wettbewerb in seiner Suche zuzulassen. Das aktuelle Vorgehen der Alphabet-Tochter verstoße außerdem gegen den Digital Markets Act (DMA), der im Mai 2023 offiziell in Kraft tritt.

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Google Shopping: Vergleichsportale fühlen sich benachteiligt

Bereits vor fünf Jahren verhängte die Europäische Kommission ein Bußgeld in Höhe von 2,4 Milliarden Euro gegen Google. Ende 2021 wurde die Strafe offiziell bestätigt. Eine Gegenklage des Unternehmens hatte keinen Erfolg.

Die EU forderte den US-Konzern außerdem dazu auf, die Bevorzugung seines Dienstes Google Shopping gegenüber der Konkurrenz zu unterlassen. Google erklärte daraufhin, dass das Unternehmen seinen Shopping-Dienst genauso behandeln wolle wie andere Mitbewerber, die Anzeigen in der Shopping-Suche schalten.

Der konkrete Vorwurf lautet derweil, dass Google mit seinem Dienst bereits einen eigenen Preisvergleich vornehme. Andere Portale hätten wiederum keine Chance, da die Suchmaschine ihnen weniger Beachtung schenke.

Hält Google die Anordnung nicht ein?

In ihrem Schreiben kritisieren die Vergleichsportale zudem, dass weder das Bußgeld noch die Aufforderung der EU zu einer hinreichenden Änderung des Verhaltens von Google geführt hätten. Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert die Unternehmen diesbezüglich wie folgt:

Die Kommission muss den Platz auf den allgemeinen Suchergebnisseiten wieder für die relevantesten Anbieter öffnen, indem sie Googles Shopping Units entfernt, die keinen Wettbewerb zulassen, sondern zu höheren Preisen und weniger Auswahl für die Verbraucher führen und eine unfaire Übertragung von Gewinnspannen von Händlern und konkurrierenden CSS auf Google bedeuten.

Das Kürzel CSS steht dabei für „Comparison Shopping Services“. Das ist eine eine Plattform auf der Preisvergleichsportale eine Übersicht ihrer Anzeigen auf Google erhalten. Um einen fairen Wettbewerb zu garantieren müsse die EU nun dafür sorgen, dass ihrem neuen Rechtsrahmen auch Taten folgen, so die Unternehmen.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).