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Twitter: Elon Musk macht Pressestelle in Deutschland dicht

Fabian Peters
Twitter

Nach seiner Twitter-Übernahme hat Elon Musk offenbar die komplette Pressestelle des Unternehmens in Deutschland dichtgemacht. Das erklärte der ehemalige Leiter der Abteilung kürzlich vor dem Hamburger Arbeitsgericht, wo er gegen seine Entlassung klagt. 

Die Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Twitter in Deutschland existiert offenbar nicht mehr. Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine Aussage des ehemaligen Leiters der Kommunikationsabteilung hervor.

Twitter löst Pressestelle in Deutschland auf

Vor dem Hamburger Arbeitsgericht, wo der einstige Chef der Abteilung gegen seine Entlassung klagt, sagte er, dass die Auflösung des Presseteams den Betrieb von Twitter in Deutschland beeinträchtige. Demnach sei es „sehr schwierig“, die externe Kommunikation für Deutschland über die europäische Twitter-Zentrale in Dublin abzuwickeln.

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Sowohl die EU als auch Deutschland beobachten die Entwicklung bei Twitter seit der Übernahme durch Elon Musk mit Sorge. Das gilt vor allem in Bezug auf die rechtlichen Standards. EU-Kommissar Thierry Breton erinnerte Musk beispielsweise kurz nach seinem Deal an die Regeln innerhalb der Europäischen Union.

„Durchaus problematisch“: EU und Deutschland beobachten Entwicklung bei Twitter

Auch die Bundesregierung beobachtet Twitter mit Sorge. Regierungssprecher Steffen Hebestreit bezeichnete die Entwicklung kürzlich als „durchaus problematisch“.

Bundeskanzler Olaf Scholz erwägt derweil sogar einen Rückzug von der Plattform. Mit rund acht Millionen Twitter-Usern in Deutschland erscheinen die Sorgen der Bundesregierung durchaus als begründet. Der Rückzug der hiesigen Pressestelle dürfte die Kommunikation zudem erschweren.

Das gilt vor allem in Anbetracht der deutschen Regelungen gegen Hass und Desinformation im Netz, die als die strengsten innerhalb der EU gelten. Das NetzDG sieht in diesem Zusammenhang das Löschen von entsprechenden Beiträgen vor. Andernfalls drohen den Plattformbetreibern Geldstrafen in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).