Technologie

Apple will ab 2024 offenbar alternative App Stores in der EU zulassen

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Apple
geschrieben von Maria Gramsch

Die Vorherrschaft des App Stores von Apple könnte ab 2024 der Geschichte angehören. Denn der Konzern arbeitet offenbar an der Öffnung seiner Geräte, um EU-Richtlinien einzuhalten.

Erst Ende Oktober hat Apple den letzten Rückschlag durch die Europäische Union verkraften müssen. Denn laut EU-Beschluss muss sich der iPhone-Konzern von seinem Lightning-Anschluss verabschieden.

Ab 2024 sollen dann auch Apple-Geräte über den neuen EU-Standard USB-C geladen werden können. Doch das ist nicht die einzige Änderung, die es bei dem Tech-Konzern aufgrund einer EU-Entscheidung 2024 geben soll.


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Denn wie Bloomberg berichtet, arbeitet der Konzern daran, ab 2024 auch externe App Stores auf seinen Geräten zuzulassen. Die Neuerung soll voraussichtlich mit dem Upgrade auf iOS 17 stattfinden.

Warum will Apple alternative App Stores zulassen?

Seit Jahren wird Apple immer wieder mit Beschwerden von Verbraucherschützer:innen und Wettbewerbshüter:innen auf den verschiedensten Ebenen konfrontiert. Der Grund ist Apples App Store, der als einziges auf den Geräten des Konzerns zugelassen ist.

Doch das soll sich ab 2024 ändern, damit Apple „die strengen Anforderungen der Europäischen Union“ ab 2024 einhalten kann, heißt es in dem Bericht von Bloomberg.

Demnach seien Mitarbeiter:innen aus den Bereichen Software-Engineering und Services in die Änderungen involviert. Diese würden Änderungen vornehmen, die es Nutzer:innen künftig erlauben könnte, Apps von Drittanbietern auf ihre iPhones oder iPads zu laden.

EU-Vorschriften zwingen den Konzern zum Handeln

Hinter dieser Entwicklung steht der Digital Markets Act, der Anfang November in Kraft getreten ist. Diese EU-Vorschrift will unter anderem für faire Wettbewerbsbedingungen auf den digitalen Märkten sorgen.

Sie gilt für Unternehmen mit einem Marktwert von mindestens 75 Milliarden Euro und 45 Millionen monatlichen EU-Nutzer:innen. Ab 2024 soll sie verpflichtend für Unternehmen gelten.

So können durch die Öffnung der Geräte künftig auch Drittanbieter zum heiß umkämpften App-Markt Zugang erhalten.

Ähnlich wie bei der Entscheidung zu den Ladegeräten mit USB-C-Anschluss steht aber auch der Verbraucherschutz mit im Vordergrund. Denn für Nutzer:innen soll durch die Öffnung der App Stores das digitale Leben erleichtert werden.

Apples Geschäft mit dem App Store

Der App Store ist für den Tech-Konzern ein lukratives Geschäft. Das liegt nicht zuletzt an der hohen Provision, die das Unternehmen dort verlangt. Diese beträgt zwischen 15 bis 30 Prozent der Einnahmen.

Insgesamt macht der App Store laut Bloomberg rund sechs Prozent des Gesamtumsatzes bei Apple aus. Laut Bloomberg-Analysten dürfte auf Europa ein Anteil von weniger als zwei Prozent entfallen.

Angesichts der hohen Strafen, die bei Nichteinhaltung der EU-Vorgabe drohen, dürfte das für den Konzern jedoch zu verkraften sein. Denn wenn sich Unternehmen nicht an die EU-Regeln halten, können Geldstrafen in Höhe von bis zu 20 Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes fällig werden. Für Apple wären das rund 80 Milliarden US-Dollar.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig. Neben dem Studium hat sie als CvD, Moderatorin und VJ beim Regionalsender Leipzig Fernsehen und als Content-Uschi bei der Bastei-Lübbe-App oolipo gearbeitet. Im letzten Studienjahr war sie Mitgründerin, CvD und Autorin der Leipzig-Seite der taz.

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