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Kehrtwende: Apple entwickelt offenbar ein MacBook Pro mit Touchscreen

Macbook Touchscreen, Apple
Apple
geschrieben von Fabian Peters

Berichten zufolge will Apple bereits im Jahr 2025 ein MacBook Pro mit Touchscreen auf den Markt bringen. Damit würde der US-Konzern eine erhebliche Kehrtwende vollziehen. Denn das Unternehmen vertritt seit Jahren den Standpunkt, dass Laptops mit Touchscreen ergonomisch minderwertig seien. 

Apple könnte bereits im Jahr 2025 ein MacBook Pro mit Touchscreen herausbringen. Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hervor. Demnach hätte der US-Konzern ein Team darauf angesetzt, ein entsprechendes Projekt umzusetzen.

MacBook Pro mit Touchscreen: Kehrtwende bei Apple?

Ein erstes Design würde mit einem Trackpad, einer Tastatur und einem Touchscreen daherkommen. Sollte Apple tatsächlich ein MacBook Pro mit Touchscreen auf den Markt bringen, käme dies einer deutlichen Kehrtwende gleich.

Denn der iPhone-Konzern wurde in der Vergangenheit nicht müde zu betonen, dass Laptops mit Touchscreen ergonomisch minderwertig seien. Und das, obwohl die Konkurrenz rund um Microsoft, Samsung und Co. bereits entsprechende Geräte präsentiert hat.

Apples Software-Chef Craig Federighi sprach sich im Jahr 2018 beispielsweise entschieden gegen ein MacBook mit Touchscreen aus:

Wir sind wirklich der Meinung, dass die Ergonomie bei der Verwendung eines Macs darin besteht, dass die Hände auf einer Oberfläche ruhen und dass es ziemlich ermüdend ist, den Arm zu heben, um auf dem Bildschirm herumzustochern.

Apples MacBook-Geschäft floriert

Als Federighi kürzlich jedoch auf einer Konferenz gefragt wurde, ob das Unternehmen ein MacBook mit Touchscreen auf den Markt bringen wolle, äußerte er nur: „Wer kann das schon sagen?“ Mit Blick auf seine Mac-Verkaufszahlen hätte Apple derweil keinen Aufschwung nötig.

Denn der Absatz stieg sprunghaft an, seitdem das Unternehmen seine eignen Prozessoren entwickelt und anstelle von Intel-Prozessoren seinen M1- und M2-Chip verbaut. Das sorgte sowohl für eine längere Betriebsdauer als auch mehr Schnelligkeit sowie einege ringen Überhitzung.

Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2022 erwirtschaftete Apple mit seinen Macs einen Umsatz von 40,1 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für ein MacBook mit Touchscreen wären derweil erheblich Software-Umstellungen vonnöten. Ob Apple dieses Risiko eingeht, ist aber noch unklar. Das Unternehmen äußerte sich bislang nicht.

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Über den Autor

Fabian Peters

Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).

1 Kommentar

  • Diese Aussage halte ich für ein Gerücht, eines das (hoffentlich) nicht eintreten wird. Neben den Gründen der Ergonomie halte ich auch die Ablesbarkeit eines Bildschirms, der mit Fingerabdrücken besudelt ist für ein Ausschlusskriterium. Eltern wissen vielleicht wovon ich rede.
    Darüber hinaus hat Apple doch eben erst die unsägliche Touchbar begraben, die ja auch alles besser machen sollte aber wohl nicht so viel Anklang fand. Ich fand sie schrecklich und überflüssig.
    Anfreunden könnte ich mich mit einer Lösung, bei der ich wählen kann ob mit oder ohne Touchscreen. Sprich Macbook kostet Betrag X und für einen Touchscreen zahlst Du halt X + 500 Euro. Aber das wird nicht kommen, da der Mehrwert doch eher gering ist.
    Das ist mein Tellerrand. Die anderen Teller können ja dann gerne den Aufpreis zahlen, wenn dieses Feature benötigt wird.

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