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Zu viele E-Autos und Wärmepumpen? Netzagentur-Chef will Strom rationieren

Fabian Peters
Bundesnetzagentur

E-Autos und Wärmepumpen boomen. Viele Menschen und Haushalte benötigen daher mehr Elektrizität. Doch die aktuellen Stromnetze könnten vielerorts an ihre Grenzen geraten. Der Chef der Bundesnetzagentur will Strom deshalb rationieren, um einen Kollaps zu vermeiden. 

Immer mehr Menschen in Deutschland legen sich ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe zu. In Sachen Energiewende soll das aber erst der Anfang sein. Allerdings geraten die Stromnetze vielerorts bereits an ihre Grenzen. Um einen Kollaps zu vermeiden, plant die Bundesnetzagentur nun, die Stromversorgung von E-Autos und Wärmepumpen teilweise zu rationieren.

Strom rationieren: Bundesnetzagentur warnt vor Stromkollaps

Denn Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, warnte gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) kürzlich vor einem Kollaps:

Wenn weiter sehr viele neue Wärmepumpen und Ladestationen installiert werden, dann sind Überlastungsprobleme und lokale Stromausfälle im Verteilnetz zu befürchten, falls wir nicht handeln

Laut der Bonner Behörde sind dabei vor allem Nierigvolt-Ortnetze störanfällig. Ein Eckpunktepapier der Netzagentur sieht bei einer hohen Netzauslastung deshalb die Rationierung von Strom für Wärmepumpen und E-Auto-Ladestationen vor.

Strom für E-Autos und Wärmepumpen drosseln?

Laut FAS sollen die Netzbetreiber in einem solchen Fall die Stromversorgung entsprechend drosseln. Die Pläne sollen derweil zum 1. Januar 2024 in Kraft treten. Allerdings soll die Stromversorgung von Wärmepumpen und E-Autos nicht komplett eingestellt werden.

„Wir wollen eine Mindestversorgung jederzeit garantieren“, so Müller. Selbst bei einer Rationierung würden Ladestationen dann beispielsweise noch genügend Strom beziehen können, um Elektroautos innerhalb von drei Stunden auf eine Reichweite von 50 Kilometern aufzuladen.

Außerdem soll „für eine Vielzahl von Wärmepumpen ein nahezu störungsfreier Weiterbetrieb“ möglich sein. In puncto Netzausbau scheint es derweil zu bürokratisch herzugehen. E.ON-Vorstand Thomas König bemängelte in der FAS zu lange Genehmigungsverfahren. Wartezeit für den Anschluss einer neuen Anlage: bis zu acht Monate.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).