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Eisen-Luft-Batterie: Zehnmal günstiger als ein Lithium-Ionen-Akku

Felix Baumann
Form Energy

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Das Start-up Form Energy hat in den vergangenen Jahren eine Eisen-Luft-Batterie entwickelt, die nun großflächig zum Einsatz kommen soll. Laut Hersteller sind die Produktionskosten zehnmal günstiger als bei Lithium-Ionen-Akkus. 

Effiziente Energiespeicher sind gefragter denn je. Denn inzwischen kommen Batterien fast überall zum Einsatz. Sei es in Elektrofahrzeugen, bei mobilen Endgeräten oder zur Speicherung überschüssiger Energie aus dem Stromnetz.

Daher ist es kein Wunder, dass Wissenschaftler:innen weltweit an neuen Alternativen zum klassischen Lithium-Ionen-Akku forschen. Denn diese eignen sich schlicht nicht für alle Einsatzzwecke. Dieser Forschung hat sich auch das Start-up Form Energy verschrieben.

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Das Unternehmen entstand derweil aus der renommierten Hochschule Massachusetts Institute of Technology (MIT) und entwickelt schon länger einen Eisen-Luft-Akku. Um diese Technologie im großen Stil zu fertigen, soll nun eine Fabrik auf einem 223.000 Quadratmeter großen Grundstück in West Virginia entstehen.

Eisen-Luft-Batterie ermöglicht effiziente Speicherung über Tage

Aber wie schlägt sich die Eisen-Luft-Batterie im Vergleich zu konventionellen Lithium-Ionen-Akkus? Ziemlich gut! Zumindest, wenn es nach den Forschungsergebnissen von Form Energy geht. Bereits im Jahr 2021 stellte das Start-up ein chemisches Gemisch vor, das Energie bis zu 100 Stunden effizient speichern kann.

Und das zu einem Preis, der gerade einmal bei einem Zehntel im Vergleich zu konventionellen Akkus liegt. Im vergangenen Jahr überlegte man sich dann, inwiefern sich die Technologie skalieren lässt.

Die Ergebnisse sollen nun in West Virginia zum Tragen kommen. Mit dabei ist CEO Mateo Jaramillo, ein ehemaliger Mitarbeiter von Tesla Energy. Dort sammelte er sieben Jahre Erfahrung rund um die Speicherung von Energie.

Eisen-Luft-Akku: Neuer Ansatz für nachhaltigen Netzausbau

Letztlich entstand aber am MIT der neue Ansatz zur Energiespeicherung. Dabei macht man sich einen umgekehrten Korrosionsprozess zunutze, der auf Eisen basiert. Der Grund ist relativ simpel. Denn Eisen ist massenhaft vorhanden und kostet im Resultat vergleichsweise wenig.

Eine Kilowattstunde lässt sich nach offiziellen Angaben für etwa 20 US-Dollar speichern, deutlich weniger als die 200 US-Dollar bei Lithium-Ionen-Akkus.

Wer nun denkt, dass es zu einer Revolution bei der Elektromobilität kommt, der irrt sich. Denn die Batterien sind deutlich schwerer und eignen sich somit nicht für den Einbau in Fahrzeuge. Außerdem benötigt das Aufladen einer Eisen-Luft-Batterie ziemlich lange. Doch für die Speicherung überschüssiger Energie im Stromnetz ist der neue Ansatz eine ideale Alternative.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.