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Besser als KI? Forscher entwickeln neuartige organische Intelligenz

Felix Baumann
Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health

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Forschende der Johns Hopkins Universität haben eine organische Intelligenz entwickelt, die ähnlich wie das menschliche Gehirn arbeitet. Die Forschung steckt allerdings noch in den Kinderschuhen.

Künstliche Intelligenz (KI) ist derzeit in aller Munde. Denn viele große Technologie-Konzerne setzen bei ihren Produkten immer mehr auf das Thema KI. Facebook-Mutterkonzern Meta hat kürzlich etwa seine Künstliche Intelligenz LLaMA präsentiert, während Microsoft voll auf ChatGPT von OpenAI setzt und die KI in seine Suchmaschine Bing integriert hat.

Doch Künstliche Intelligenz birgt auch Risiken. Denn viele Menschen treibt die Sorge um, dass KI künftig ihre Jobs gefährden könnte. Momentan sind viele Systeme jedoch noch fehleranfällig, benötigen viel Strom und schaden durch ihren hohen Energieverbrauch auch dem Klima.

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Organische Intelligenz: Besser als bisherige KI-Systeme?

Der Supercomputer Frontier kostete beispielsweise rund 600 Millionen US-Dollar und benötigt eine Fläche von etwa 6.800 Quadratmetern. Im vergangenen Jahr erreichte das System erstmals die Rechenkapazität des menschlichen Gehirns, benötigte dafür aber Millionen Mal mehr Energie.

Das Problem dabei ist in erster Linie weniger das Potenzial von Künstlicher Intelligenz und Supercomputern, sondern deren ineffizienter Energieverbrauch. Forscher:innen der Johns Hopkins Universität haben daher einen neuen Ansatz entwickelt.

Dabei handelt es sich um eine organische Intelligenz, kurz OI. Diese besteht aus dreidimensionalen Klumpen biologischen Ursprungs. Das Team entwickelte Zellen dafür kontinuierlich weiter und experimentierte mit diesen. So entstanden kleine Netzwerke aus Neuronen, die Informationen genauso effizient wie unser Gehirn übertragen können.

Ursprungsmaterial kommt direkt von Menschen oder Tieren

Für ihre Experiment entnahmen die Wissenschaftler:innen dabei Zellen aus Menschen und Tieren und entwickelten sie zurück zu Stammzellen. Durch die Programmierung dieser Stammzellen entstanden Gehirnzellen und in der Folge auch Synapsen. Mit ihrem Ansatz erhoffen sich die Forscher:innen eines Tages effizientere Maschinen entwickeln zu können.

Bisher steht die Forschung aber noch am Anfang. Es dürfte also noch dauern, bis konkrete Anwendungsmöglichkeiten entstehen. Neben der Klärung von ethischen Fragen möchten die Forschenden nun zunächst evaluieren, wie sie weiter verfahren möchten. Am Ende der Entwicklung könnten letztlich jedoch biologische KI-Systeme stehen.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.