Wirtschaft

1.000 Euro Zinsen pro Jahr: So viel Geld musst du anlegen

1.000 Euro Zinsen, Zinsen, Tagesgeldkonto, Festgeldkonto
Adobe Stock/ Tomasz Zajda
geschrieben von Fabian Peters

Sparen lohnt sich wieder. Denn die Europäische Zentralbank (EZB) hat mit der Erhöhung des Leitzinses die Zinswende eingeleitet. Auch viele Banken locken deshalb mit lukrativen Renditen: Sei es auf einem Festgeld- oder Tagesgeldkonto. Doch wie viel Geld müsste man anlegen, damit 1.000 Euro Zinsen herausspringen? 

Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinswende eingeleitet hat, erhöhen auch immer mehr Banken ihre Zinsen. Davon profitieren letztlich auch immer mehr Sparer. Denn auf viele Tagesgeld- und Festgeldkonten gibt es wieder lukrative Rendite.

Sparen: So kassierst du 1.000 Euro Zinsen pro Jahr

Der Grund: Der Leitzins liegt derzeit bei 3,5 Prozent. Neben vielen Banken sind deshalb auch einige Neobroker auf den Zinszug aufgesprungen. Trade Republic lockt derzeit etwa mit Zinsen in Höhe von zwei Prozent. Beim Konkurrenten Scalable Capital sind es sogar 2,3 Prozent – allerdings nur für Abonnenten des Plus-Abonnements.

Die ING Deutschland verspricht sogar drei Prozent Tagesgeldzinsen, allerdings nur für sechs Monate. Mit den entsprechenden Folgezinsen steht unterm Strich derweil ein effektiver Jahreszins von 1,8 Prozent. Dennoch lohnt es sich wieder zu sparen.

Dein Geld solltest du dabei aber nicht auf dem Girokonto liegen lassen, da das in der Regel zinsfrei ist. Bei einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto sieht es jedoch schon anders aus.

Tagesgeldkonto vs. Festgeldkonto: Der Unterschied

Im Idealfall fließt monatlich Gehalt auf dein Girokonto. Noch besser ist es aber, wenn am Ende des Monats etwas davon übrig bleibt. Ein sogenannter Notgroschen kann dabei zweifellos nicht schaden. Doch ab einem gewissen Betrag lohnt es sich umzudenken.

Angenommen du hast 10.000 Euro Erspartes auf deinem Girokonto und möchtest diesen Betrag auch als Notgroschen beiseite legen. Dann ist ein Tagesgeldkonto eine ideale Möglichkeit. Denn selbst in Notfällen kannst du binnen eines Werktages auf das Geld zugreifen.

Gleichzeitig ist die Versuchung geringer das Ersparte unnötig auszugeben, wenn es auf einem anderen Konto liegt. Laut einer Faustregel sollte man übrigens zwei bis drei Nettogehälter als Notgroschen beiseitelegen. Ein Festgeldkonto ist derzeit zudem eine lohnende Alternative oder Ergänzung.

Denn deutsche Banken zahlen mittlerweile bis zu drei Prozent Festgeldzinsen – die europäischen sogar bis zu 3,5 Prozent. Der Haken dabei: Bei einem Festgeldkonto vertraust du dein Geld der Bank über einen fesselten Zeitraum an. Erst danach erhälst du die Zinsen. In diesem Zeitraum kannst du aber nicht auf dein Geld zugreifen – dafür sind die Rendite wiederum höher.

1.000 Euro Zinsen pro Jahr: Ein Rechenbeispiel

Angenommen, du willst dein Erspartes zwei Jahre auf einem Festgeldkonto anlegen. Dann kannst du bei einigen europäischen Banken bis zu 3,5 Prozent Zinsen erhalten. Um wiederum 1.000 Euro Zinsen pro Jahr zu erzielen, müsstest du 28.572 Euro fest anlegen. Im zweiten Jahr würdest du wiederum von den Zinseszinsen profitieren und 1.035 Euro einstreichen.

Bei einem Tagesgeldkonto sieht die Rechnung jedoch etwas anders aus. Die Zinssätze liegen dabei im Idealfall bei 2,5 Prozent. Um bei einem solchen Zinssatz 1.000 Euro Rendite zu kassieren, müsstest du rund 40.000 Euro anlegen. Der Vorteil: Einige Banken und Broker zahlen die Zinsen sogar monatlich oder quartalsweise aus.


Neue Stellenangebote

Growth Marketing Manager:in – Social Media
GOhiring GmbH in Homeoffice
Communication Expert / Content Designer Social Media (m/w/d)
ISR Information Products AG in Braunschweig
Social Media Manager Marketing & Kommunikation (m/w/d)
ISR Information Products AG in Braunschweig

Alle Stellenanzeigen


Ob für dich ein Tagesgeld- oder Festgeldkonto in Frage kommt, hängt letzlich jedoch von der Frage ab, ob du auf das Geld für einen bestimmten Zeitraum verzichten kannst, oder ob du es als Notgroschen beiseite legen möchtest. Möglicherweise kommt auch eine gemischte Anlage in Frage.

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links, für die wir eine kleine Provision erhalten. Diese haben jedoch keinen Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung unserer Beiträge. 

Auch interessant:

Über den Autor

Fabian Peters

Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).