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Was die Politik von Unternehmern lernen kann

Gerold Wolfarth
unsplash.com/ Tim Hüfner

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Ich frage mich oft, warum es nicht mehr Unternehmer in der Politik gibt. Menschen, die mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung in der Arbeitsrealität gelernt haben, jeden Tag Probleme zu lösen und dabei erfolgreich zu wirtschaften. Ich befürchte die Antwort liegt auf der Hand. Dabei kann die Politik einiges von Unternehmern lernen. 

Wer ein erfolgreiches Unternehmen führt, würde in der Politik wahrscheinlich durchdrehen. Wenn ich mein Unternehmen so führen würde, wie unsere Politiker unser Land, wären wir schon längst insolvent. Die Politik könnte so einiges von Unternehmerinnen und Unternehmern lernen. Drei Beispiele.

Experten sind unerlässlich

In einem Unternehmen ist die Rollenverteilung klar. Es gibt verschiedene Abteilungen und in jeder Abteilung Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Spezialisten in ihrem Bereich sind. In meiner IT-Abteilung arbeiten IT-ler, in meiner Finance-Abteilung Finanz-Profis und mein Marketing ist für die korrekte Außendarstellung zuständig.

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Was würde passieren, wenn unser Marketing plötzlich die Finance-Abteilung übernehmen würde? Richtig, wir würden im Chaos versinken. Wir Unternehmer wissen um die Expertise unserer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Und setzen die Personen mit Expertenwissen entsprechend ein.

Warum ist das in der Politik nicht so? Warum gibt es Verteidigungsminister, die selbst nie gedient haben oder Wirtschaftsminister, die eigentlich Germanisten sind? Ich hätte diese Bewerbungen abgelehnt.

Es gibt ein Ende

Wie läuft es ab, wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen? Wir bedanken uns, verabschieden uns und das war es dann aus beruflicher Sicht. Es gibt kein Gehalt mehr, kein Büro und auch keine Angestellten. Was für uns Unternehmer also vollkommen selbstverständlich ist, scheint in der Politik nicht zu gelten.

Wie kann es sein, dass ehemalige Politiker über Jahre noch Büros und Personal auf Kosten des Steuerzahlers erhalten? Wenn wir hier keinen klaren Schlussstrich ziehen, wird dieser Kostenfaktor immer größer. Das ist schlicht und ergreifend nicht wirtschaftlich.

Immerhin hat ein Gericht nun entschieden, dass unserem ehemaligen Kanzler eben jene Leistungen nicht mehr zustehen. Besser spät als nie.

Wandel braucht Zeit – aber nicht unendlich viel

Ein grundlegender Change-Prozess in einem Unternehmen dauert in der Regel zwischen vier und fünf Jahren. Eine Zeit, in denen erst eine Idee erarbeitet, umgesetzt und dann manifestiert wird. Die reguläre Amtszeit einer Bundesregierung beträgt ebenfalls vier Jahre.

Das heißt, Politiker sollten eigentlich genug Zeit haben, die Versprechungen aus dem Wahlkampf anzustoßen und umzusetzen. Doch wieso funktioniert das so häufig nicht? Fehlt die Konzentration auf das Wesentliche? Es wird nicht effektiv gearbeitet.

Von jedem Unternehmen erwartet man Digitalisierung, vereinfachte und verkürzte Prozesse, kurze Entscheidungswege, schnelle Umsetzung. Ich finde, das dürfen wir von der Politik auch erwarten.

Die Verantwortlichen sollten sich hier mehr an erfolgreichen Unternehmen orientieren, statt nur von einem Wahlkampf zum nächsten zu denken. Eine effektive Zusammenarbeit mit Unternehmerverbänden und die Umsetzung daraus erlangter Kenntnisse könnte helfen.

Was die Politik von Unternehmen lernen kann: Erkenntnis

Ich möchte aus meiner anfänglichen Frage eine Aussage machen: Wir brauchen mehr Unternehmer, Fachleute und Experten in der Politik! Aber dazu benötigen wir eben auch die Bereitschaft, eingefahrene Prozesse zu erneuern und die Rahmenbedingungen für die Politiker entsprechend anzupassen.

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Gerold Wolfarth ist Gründer und CEO der bk Group AG, dem Marktführer im Bereich Ladenbau und technisches Facility Management. Als Gründer und CEO der bk World Holding GmbH revolutioniert er das Langstreckenreisen mit dem Elektroauto. Seine Themen sind Innovationen, Nachhaltigkeit und Visionen. Zudem ist er Autor des Buches „Gewinn ist nur ein Nebenprodukt“.