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Künstliche Intelligenz: Wie funktioniert eigentlich ChatGPT?

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unplash.com/ Levart_Photographer
geschrieben von Maria Gramsch

Der Erfolg von ChatGPT hat das Thema Künstliche Intelligenz auf ein völlig neues Level gehoben. Doch was steckt eigentlich hinter dem Chatbot und wie funktioniert ChatGPT überhaupt?

Seit dem Launch im November 2022 ist ChatGPT in aller Munde. Der KI-Chatbot hat seitdem nicht nur in Windeseile die Marke von einer Million User geknackt, sondern auch das Thema KI in ein völlig neues Licht gerückt.

Doch was steckt eigentlich hinter dem KI-Chatbot aus dem Hause OpenAI und wie funktioniert ein System wie ChatGPT überhaupt?


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Was denkt ChatGPT über sich selbst?

Die Abkürzung ChatGPT steht für „Chatbot Generative Pre-trained Transformer“. Auf der Website der Macher von OpenAI heißt es über das System, Nutzer:innen könnten damit „sofortige Antworten erhalten, kreative Inspiration finden und etwas Neues lernen“. Das System erklärt sich selbst als „ein Sprachmodell namens ChatGPT, das auf der GPT-3.5-Architektur von OpenAI basiert“.

Ich wurde durch das Training auf einer großen Menge von Textdaten entwickelt, um menschenähnliche Konversationen zu führen und auf verschiedene Fragen und Anfragen zu antworten.

Das Training für die KI-Software gilt dabei stets als unvollendet. Denn aus den geführten Konversationen zwischen Chatbot und Mensch lernt ChatGPT immer weiter dazu.

Wie funktioniert das Training für ChatGPT?

Wie auch bei einem echten Gehirn muss auch eine Künstliche Intelligenz mit Informationen trainiert werden. Die Macher von ChatGPT haben das KI-System dafür zunächst mit bereits bestehenden Texten, beispielsweise aus dem Internet, trainiert.

ChatGPT hat diese dann analysiert. Der KI-Chatbot selbst erklärt, dass er so „ein Verständnis für Sprache, Grammatik, Kontext und Wissen“ entwickeln konnte.

Mit diesen Informationen als Grundlage kann das System Muster in Texten erkennen und so Vorhersagen treffen, welcher Satz wahrscheinlich als nächstes kommt.

Lebenslanges Lernen für die KI ohne persönliche Erfahrungen

Doch mit dem Training aus dem Internet ist das Lernen der Künstlichen Intelligenz noch lange nicht abgeschlossen. Denn das System lernt aus jeder Frage, die Nutzer:innen dem Chatbot stellen.

Nur so kann ChatGPT auf Fragen mit einer stimmigen Antwort reagieren. Denn die KI analysiert die eingegebene Frage und versucht, diese zu verstehen. Mithilfe der bereits gesammelten Daten und Muster, kann es dann eine plausible Antwort formulieren.

So funktioniert ChatGPT

Die KI weist darauf hin, dass sie selbst „nicht über tatsächliches Verständnis, Bewusstsein oder persönliche Erfahrungen“ verfügt. Sie sei lediglich ein Werkzeug, das auf „Wahrscheinlichkeiten und Statistiken“ basiert.

Obwohl ich versuche, nützliche und genaue Informationen bereitzustellen, können meine Antworten Fehler enthalten oder ungenau sein.

Deshalb rät der Chatbot auch dazu, die erhaltenen Antworten zu überprüfen oder weitere Quellen heranzuziehen. So könnten Nutzer:innen sicherstellen, dass sie „genaue und zuverlässige Informationen“ erhalten.

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Über den Autor

Maria Gramsch

Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.

1 Kommentar

  • Die Darstellung, daß ChatGPT mit jedem übergebenen Prompt hinzulernt stimmt so nicht ganz. Das gilt nur dann, wenn man Antworten von ChatGPT bewertet. Das „Gedächtnis“ von ChatGPT ist quasi zweigeteilt: Zum einen alle Daten die bis zum Sept 2021 in das GPT-3.5 Sprachmodell eintrainiert wurden, zusätzlich aber noch eine Art „Kurzzeitgedächtnis“ das für die Benutzerinteraktion sorgt (Buch: ChatGPT, OpenAI und der blaue Planet). Die Antworten von ChatGPT durchlaufen dann im „Kurzzeitgedächtnis“ quasi einen Filter, der „gefährliche Antworten“ abblocken soll, und manchmal eine Art Aufmischung mit den Eingaben des Nutzers vornimmt – gelegentlich mit widersprüchlichen Aussagen in der Antwort von ChatGPT. Es ist eben ein „Stochastischer Papagei“ der Wortfolgen nach statistischer Wahrscheinlichkeit zusammenstellt und dabei durchaus virtuos vorgeht.