Threads Meta Twitter, App, Klage, Rechtsstreit, Mark Zuckerberg, Elon Musk, Microblogging, Social Media, Soziale Medien

Rechtsstreit wegen Threads? Twitter droht Meta mit Klage

Beatrice Bode
Meta

Twitter droht Threads-Entwickler Meta zu verklagen. Das Unternehmen habe unter anderem ehemalige Twitter-Mitarbeiter eingestellt, um die App nachzuahmen. Die Hintergründe.

Elon Musk ist offensichtlich nicht besonders amüsiert über Mark Zuckerbergs Microblogging-Alternative Threads: Aus einem Schreiben geht hervor, dass Twitter droht, Meta zu verklagen. Instagrams Muttergesellschaft stellte die neue Plattform erst kürzlich vor – eine textbasierte Ergänzung zu Instagram, die Twitter sehr ähnelt.

Wegen Threads: Twitter droht Meta mit Klage

Wie das Onlinemagazin Semafor berichtet, schickte Twitter-Anwalt Alex Spiro nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung von Threads einen Brief an Meta-CEO Mark Zuckerberg. Dort beschuldigt er das Unternehmen, systematisch vorsätzlich und unrechtmäßig Geschäftsgeheimnisse und anderes geistiges Eigentum von Twitter zu veruntreuen.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Twitter beabsichtige, seine Rechte an geistigem Eigentum strikt durchzusetzen und fordere Meta auf, sofortige Schritte zu unternehmen, um die Nutzung von Geschäftsgeheimnissen oder anderen streng vertraulichen Informationen von Twitter zu unterbinden, heißt es im Brief weiter.

Meta soll ehemalige Twitter-Mitarbeiter mit Entwicklung von Threads beauftragt haben

Spiro schrieb außerdem, dass sich Twitter alle Rechte vorbehalte, einschließlich aber nicht beschränkt auf das Recht, ohne weitere Ankündigung sowohl zivilrechtliche Rechtsmittel als auch Unterlassungsansprüche geltend zu machen, um jede weitere Speicherung, Offenlegung oder Nutzung seines geistigen Eigentums durch Meta zu verhindern.

Darüber hinaus beschuldigte der Twitter-Anwalt Meta, Dutzende von ehemaligen Twitter-Mitarbeiter:innen eingestellt zu haben. Sie hätten Zugang zu den besagten Geschäftsgeheimnissen und anderen höchst vertraulichen Informationen von Twitter.

Außerdem behauptete er, dass Meta diese ehemaligen Angestellten mit der Entwicklung von Threads beauftragte – seiner Ansicht nach einer Nachahmung von Twitter. Das Wissen aus ihrer Zeit beim Social Media-Unternehmen sollten sie ausdrücklich zur Entwicklung und Prozess-Beschleunigung nutzen. Das würde einen Vorstoß sowohl gegen einzel- und bundesstaatliche Gesetze als auch gegen die laufenden Verpflichtungen der besagten Mitarbeitenden gegenüber Twitter darstellen.

Meta weißt Anschuldigungen zurück

Seit der Übernahme von Twitter im Oktober 2022 hat Elon Musk Tausende Mitarbeiter:innen entlassen. Viele von ihnen suchten sich neue Jobs in anderen Tech-Unternehmen. Wie Andy Stone, Metas Kommunikationsdirektor gegenüber Semafor allerdings erklärte, seien die Anschuldigungen von Twitter unbegründet. Niemand aus dem Threads-Engineering-Team sei ein ehemaliger Mitarbeiter der Microblogging-Plattform. So etwas gäbe es einfach nicht, so Stone.

Klage gegen Threads unwahrscheinlich

Wie unter anderem Stanford-Rechtsprofessor Mark Lemley gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte, bräuchte Twitter viel mehr Details als das, was in dem Brief steht, um eine Klage wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen gegen Meta zu erheben.

Bereits wenige Minuten nach der Veröffentlichung der App meldete Threads bereits zehn Millionen User. Mittlerweile sollen es sogar schon mehr als 30 Millionen Anmeldungen sein. Sie gilt momentan als stärkster Konkurrent für Twitter, weil sie auf eine Datenbasis von mehr als einer Milliarde User-Accounts von Instagram zurückgreifen könne.

Musk reagierte auf die Veröffentlichung der Geschehnisse durch Semifor auf Twitter mit den Worten: „Wettbewerb ist in Ordnung, Betrug nicht.“

Auch interessant:

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
SEO Lead (m/f/x)
Rebuy Recommerce GmbH in Berlin
Frontend Software Engineer (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Renningen
Data Engineer (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Renningen
Social Media Strategist (m/w/d)
BANSBACH GMBH in Stuttgart
Backend Software Engineer (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Renningen
Content Creator (m/w/d) Schwerpun...
Steinau KG in Arnsberg
Junior Marketing Manager (m/w/d) – Schw...
Bayerisches Pilgerbüro gGmbH in München
Duales Studium zum Bachelor of Science (DH), ...
DZ BANK AG in Frankfurt am Main
Teile diesen Artikel
Folgen:
Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.