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Affiliate Marketing 2023: So krempelt Künstliche Intelligenz den Wettbewerb um

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geschrieben von Beatrice Bode

Kaum ein anderer technischer Bereich hat sich so schnell weiterentwickelt wie KI. Auch im Affiliate Marketing hat Künstliche Intelligenz längst Einzug erhalten. Doch: Welche Rolle spielen Sprachmodelle und KI-Tools bei entsprechenden Unternehmen?

Seit der Veröffentlichung von ChatGPT im November 2022 ist ein regelrechter Hype um rund um Künstliche Intelligenz und ihre Rolle in der Wirtschaft entstanden. Mittlerweile entstehen immer neue Technologien und Tools auf Basis von KI und Machine Learning, die auch in die Arbeitswelt Einzug erhalten.

Affiliate Marketing 2023: So nutzen Unternehmen Künstliche Intelligenz

Auch im Affiliate Marketing spielt Künstliche Intelligenz längst eine Rolle. Laut einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom plant jedes sechste Unternehmen den Einsatz von Anwendungen mit KI-Funktionen. Weitere 23 Prozent haben zwar aktuell noch keinen konkreten Plan, können sich allerdings eine Nutzung durchaus vorstellen.


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Laut des kürzlich erschienen Affiliate Trend-Reports der Performance-Marketing-Agentur Xpose360 gehören KI und Machine Learning zu den wichtigsten Trends im Jahr 2023. Um herauszufinden, wie es tatsächlich um die Akzeptanz und Integration von KI im Affiliate Marketing steht, hat die Agentur eine Umfrage unter 120 Affiliate-Marketern gestartet, darunter Advertiser, Affiliates, Agenturen und andere Netzwerke.

Mehrheit im Affiliate Marketing nutzt bereits Künstliche Intelligenz

Mehr als 58 Prozent der befragten Unternehmen nutzen demnach bereits Technologien und Tools, die auf Künstlicher Intelligenz basieren. Weitere 27 Prozent planen die Nutzung fest ein. Vor allem in der Content-Erstellung greifen Unternehmen dabei auf KI zurück. Außerdem wird die Technologie zur Akquise neuer Affiliates und zur Fraud Detection verwendet.

Darüber hinaus kann Künstliche Intelligenz bei analytischen und statistischen Vorhersagen unterstützen. Insgesamt 90 Prozent der Affiliate Partner nutzen KI bei der Texterstellung und Ideenfindung. Der ganz klare Favorit unter den derzeit existierenden KI-Tools ist laut Umfrage ChatGPT von OpenAI. Aber auch Grafik- und Content-KIs wie Midjourney und Neuroflash sind beliebt.

Kenntnisse und Akzeptanz für KI haben noch Luft nach oben

Trotz der steigenden Tendenz beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz schätzen etwa 26 Prozent der Befragten, dass ihre Kenntnisse zum Thema gering bis sehr gering sind. Auch, dass es dementsprechend einen gewissen Widerstand gegenüber KI-Technologie im Unternehmen gibt, ist etwa 21 Prozent der Umfrage-Teilnehmer:innen aufgefallen. Weitere 21 Prozent wissen nicht, wie sie KI für ihr Unternehmen nutzen können.

Andererseits sind auch 50 Prozent der Befragten der Meinung, dass Unternehmen, die in den nächsten fünf Jahren in entsprechende Technologien investieren, einen Wettbewerbsvorteil erreichen werden. Etwa 53 Prozent der Affiliate-Unternehmen planen daher künftig Geld in KI zu stecken.

Trotzdem sind sie sich uneinig, ob sie auf diese Weise den Fachkräfte-Mangel der Branche ausgleichen können. Lediglich 21 Prozent sind der Meinung, dass das möglich ist.

So wirkt sich KI auf die Affiliate-Branche aus

Sämtliche Umfragen und Prognosen seien in der aktuell dynamischen Entwicklung immer nur Momentaufnahmen, heißt es im Bericht zur Umfrage. Es ließe sich allerdings feststellen, dass die Einbindung von KI in den Alltag sowie in Unternehmensprozesse sehr viele Vorteile mit sich bringen könne, solange kein dystopisches Bild gemalt werde.

Zwar würden Performance Marketer, die nicht mit den Tools experimentieren, Gefahr laufen, gegenüber ihren Mitbewerber:innen an Boden zu verlieren, weil sie mit dem Tempo und der Effizienz der KI-affinen Unternehmen nicht mithalten können. Allerdings müsse man sich als anpassungsfähiges Unternehmen keine allzu großen Sorgen machen.

„Viele Geschäftsmodelle werden sich durch KI verändern“, so Markus Kellermann, Geschäftsführer der Xpose360. „Dabei geht es um Optimierung und Automatisierung von Prozessen in den jeweiligen Kanälen bis hin zu kanalübergreifende Analysen. Durch die Optimierung entstehen Freiräume in anderen Bereichen und Tätigkeitsfeldern, die zu mehr Zeit für Brainstorming oder kreative Tätigkeiten führen.“

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Über den Autor

Beatrice Bode

Beatrice ist Multi-Media-Profi. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC thinking.