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Evernote entlässt fast alle Angestellten und zieht nach Europa

Fabian Peters
Evernote

Der Cloud-Notizdienst Evernote hat einen Großteil seiner US-Belegschaft entlassen. Nach der erfolgreichen Übernahme durch das italienische Unternehmen Bending Spoons zieht das Unternehmen nun nach Europa. Die Hintergründe. 

Bereits im November 2022 wurde bekannt, dass das italienische Technologieunternehmen Bending Spoons den Cloud-Notizdienst Evernote übernehmen will. Anfang 2023 war die Übernahme dann in trockenen Tüchern. Im Februar kam es daraufhin zu einer ersten Massenentlassung: 129 Angestellte mussten gehen.

Evernote entlässt US-Belegschaft und zieht nach Europa

Kürzlich folgte die nächste Entlassungswelle. Das teilte Evernote nun in einem offiziellen Blogbeitrag mit. Demnach hätte das Unternehmen seine Angestellten am 5. Juli 2023 über die Kündigung informiert.

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Dem Vernehmen nach soll fast die komplette US-Belegschaft betroffen sein. Außerdem: ein Büro in Chile. Bending Spoons-CEO Francesco Patarnello begründete die Entscheidung derweil mit dem Umzug von Evernote nach Europa. Dazu heißt es:

Am 23. Juni haben wir den Evernote-Mitarbeitern mitgeteilt, dass wir den Großteil unseres Geschäftsbetriebs nach Europa verlagern werden, dem Sitz unserer Muttergesellschaft Bending Spoons. Wir unternehmen diesen Schritt, um die betriebliche Effizienz zu steigern und die Arbeitgebermarke Bending Spoons, die in Europa extrem stark ist, optimal zu nutzen.

Evernote Kosten: Preiserhöhung nach Übernahme durch Bending Spoons

Laut Patarnello erhalten die betroffenen Mitarbeiter ein umfangreiches Abfindungspaket, das unter anderem eine Lohnfortzahlung für vier Monate und bis zu einem Jahr Krankenversicherungsschutz enthalten soll.

Zuvor krempelte Bending Spoons bereits das Abomodell von Evernote um und erhöhte die Preise. Seit Mai 2023 gibt es neben dem kostenlosen Abonnement nur noch die Tarife Evernote Personal und Evernote Professional. Das Personal-Abo kostet seither 12,99 Euro monatlich statt 7,99 Euro.

Für den Professional-Tarif fallen statt 9,99 Euro mittlerweile 14,99 Euro im Monatsabo an. Alternativ bietet Evernote auch ein Jahresabo an. Heißt konkret: 99,99 Euro pro Jahr für das Personal-Paket und 129,99 Euro für das Professional-Abo. Welche Auswirkungen der Evernote-Umzug nach Europa und die erhöhten Preise haben werden ist noch nicht absehbar.

Bending Spoons teilte dazu mit: „Unsere Pläne für Evernote sind so ehrgeizig wie eh und je: Auch in Zukunft wird ein engagiertes (und wachsendes) Team mit Sitz in Europa die Verantwortung für das Evernote-Produkt übernehmen.“

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).