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Start-up verspricht 9 Monate bezahlten Urlaub – mit nur einem Haken

Fabian Peters
Adobe Stock/ Kittiphan

Drei Monate arbeiten und dann neun Monate bezahlt frei machen? Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein und stellt selbst die Vier-Tage-Woche in den Schatten. Doch genau mit einem solchen Angebot lockt aktuell das österreichische Start-up Superstrom. 

Ob Homeoffice, Vier-Tage-Woche oder Remote Work: Das Thema New Work spielt nicht nur bei Beschäftigten, sondern auch in immer mehr Unternehmen eine große Rolle. Denn wer trotz Fachkräftemangel geeignete Mitarbeiter finden und binden will, muss teilweise auf kreative Lösungen setzen.

9 Monate bezahlter Urlaub beim Start-up Superstrom

Das österreichische Start-up Superstrom hat sich deshalb etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um neue Mitarbeiter anzulocken. Denn das Unternehmen verspricht satte neun Monate bezahlten Urlaub pro Jahr. Das geht aus einem Bericht der österreichischen Start-up-Plattform Brutkasten hervor.

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Die Geschäftsidee von Superstrom: Der Bau und die Wartung von Solaranlagen für Hotels – inklusive Energiespeicher. Der Clou dabei ist, dass die Hotelbetreiber zunächst nichts für die Anlagen zahlen. Allerdings müssen sie sich dazu verpflichten, mindestens 15 Jahre lang Strom von Superstrom zu beziehen – zu einem festen Preis von 15 Cent pro Kilowattstunde.

Nach Ablauf der Frist haben sie die Möglichkeit, die Solaranlage zu kaufen und zusätzlich benötigten Strom weiterhin von Superstrom zu beziehen. Doch um mit dieser Idee Erfolg zu haben, muss das Tiroler Start-up seine Anlagen erst einmal den Hotels schmackhaft machen.

Drei Monate arbeiten und zwölf Monate Gehalt kassieren?

Dafür benötigt das Unternehmen aber qualifizierte Vertriebsangestellte. Und um die in Zeiten des Fachkräftemangels zu finden, hat sich Superstrom-Gründer Richard Hirschhuber einen besonderen Werbeslogan ausgedacht: „Drei Monate arbeiten, zwölf Monate Anstellung“.

Die Idee dahinter: Angestellte, die binnen kurzer Zeit viele Beträge abschließen, sollen umso mehr Urlaubsanspruch haben – und zwar bis zu neun Monate. Der einzige Haken dabei: Die Höhe des Gehalts hängt davon ab, wie hoch die Stromleistung ist, die die Mitarbeiter mit den Hotels vertraglich vereinbaren.

Heißt konkret: Angestellte, die beispielsweise drei Solaranlage mit einem Kilowattpeak von jeweils 120 verkaufen, erhalten zwölf Monate lang einen Bruttolohn in Höhe von 2.000 Euro. Für Mitarbeiter, die es schaffen, rund zwölf Solaranlage mit einem solchen Kilowattpeak zu verkaufen, seien bis zu 100.000 Euro pro Jahr drin – bei neun Monaten Urlaub.

Wie lange und für wie viele Stellen das Angebot gilt, ist allerdings unklar. Auf der offiziellen Website von Superstrom taucht die Ausschreibung bislang noch nicht auf.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).